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Himmelfahrt und Pfingsten

In den nächsten Tagen geschieht es noch öfter:
Die Jünger sind beieinander ,
und Jesus kommt zu ihnen.
Die Jünger fragen Jesus:
"Wirst du jetzt König über Israel
und über die ganze Welt?"

Jesus sagt:
"Zuerst muß noch viel geschehen.
Geht in die Welt hinaus.
erzählt allen Menschen von mir."

Jesus sagt:
"Tauft die Menschen und sagt ihnen:
Gott hat euch lieb.
Ihr seid seine Kinder,
Ihr gehört zu Jesus."

 

Jesus geht mit seinen Jüngern auf den Ölberg.
Er sagt:
"Ich gehe jetzt zu Gott.
Aber ich bin immer bei euch.
Ich schicke euch den heiligen Geist.
Der gibt euch Kraft und Mut.
Feht als meine Boten in die ganze Welt!"

Plötzlich sehen sie Jesus nicht mehr.
Sie starren auf den Platz,
wo er eben noch stand.

Da stehen zwei Engel.
Sie sagen:
"Jesus ist jetzt im Himmel bei Gott.
Er wird einmal wieder kommen.
Tut was er euch gesagt hat."

Die Jünger kehren zurück nach Jerusalem.
Sie gehen in das Haus.
wo sie mit Jesus waren.

Sie bleiben die ganze Zeit zusammen.
Sie beten miteinander.
Auch die Mutter von Jesus ist dort.
und auch seine Brüder.
und noch viele Freunde von Jesus.
Männer und Frauen.

Das Pfingst-Fest ist da.
Jerusalem ist voller Menschen.
Fromme Juden aus aller Welt sind gekommen.

Auf einmal braust ein Sturm vom Himmel.
Das ganze Haus ist voll Feuer.
Das Feuer wärmt und leuchtet, aber es brennt nicht.

Die Jünger loben und preisen Gott.
Die Menschen laufen herbei.
Sie staunen:
Jeder h ört die Jünger in seiner eigenen Sprache reden.

Petrus tritt aus dem Haus.
Er sagt: "Wundert euch nicht!
Das hat Gott getan."

Petrus sagt zu den Menschen:
"Ihr wißt, man hat Jesus ans Kreuz genagelt.
Aber er lebt, er ist bei Gott.
Er hat uns den heiligen Geist geschickt."

Weiter sagt Petrus:
"Glaubt an Jesus und kommt zu uns!
Laßt euch taufen."

Viele Menschen kommen herbei.
Sie lassen sich taufen.
Sie bleiben zusammen und danken Gott.
Sie helfen einander.
Si esind wie eine große Familie.
Keiner muß hungern.

00 Vorwort
01 Gott erschafft die Welt 1. Mose (Genesis) 1,1 - 2,4
02 Der Regenbogen 1. Mose (Genesis) 6,5 - 9,17
03 Abraham Aus 1. Mose (Genesis) 12 - 25
04 Esau und Jakob Aus 1. Mose (Genesis) 25,19 - 28,22
05 Josef Aus 1. Mose (Genesis) 37,1 - 45,15
06 Der Auszug aus Ägypten Aus 2. Mose (Exodus) 1 - 14
07 Der Weg ins versprochene Land Aus 2. Mose (Exodus) 16-20; 34; 37; 4. Mose (Numeri) 10, 11-28; Josua 3, 1 - 8
08 Rut Aus Rut 1 - 4
09 David wird König Aus 1. Samuel 16 und 17; 2. Samuel 5 und 6; 1. Könige 6 und 8
10 Jona Aus Jona 1 - 4
11 Zacharias und Elisabeth Lukas 1,5 - 79
12 Jesus ist geboren Lukas 2,1 - 20; Matthäus 2,1 - 12
13 Der zwölfjährige Jesus Lukas 2, 40 - 52
14 Die Hochzeit in Kana Johannes 2, 1 - 11
15 Jesus und seine Jünger Aus Matthäus 4 - 10
16 Jesus und der Gelähmte Markus 2, 1 - 12
17 Jesus und der Sturm Markus 4, 35 - 41
18 Jesus besiegt den Tod Aus Markus 5, 21 - 43
19 Der barmherzige Samariter Lukas 10, 25 - 37
20 Der verlorene Sohn Lukas, 15, 11 - 32
21 Bartimäus Markus 10, 46 - 52
22 Zachäus Lukas 19, 1 - 10
23 Die Arbeiter im Weinberg Matthäus 20, 1 - 16
24 Jesus in Jerusalem Matthäus 21, 1 - 11 und 26, 17 - 36
25 Jesus ist auferstanden Aus Markus 14-16, Johannes 19 und Lukas 24
26 Himmelfahrt und Pfingsten Aus Apostelgeschichte 1 und 2
27 Ein Afrikaner wird getauft Apostelgeschichte 8, 26 - 39
28 Hilfen zum Verständnis

illustriert von Kees de Kort

herausgegeben 1994 von der Deutschen Bibelgesellschaft Stuttgart

ISBN 3-438-04142-1

26 Himmelfahrt und Pfingsten

Jesus lebt, er ist auferstanden! Erst langsam begreifen die Jünger, was da geschehen ist. Jesus ist nicht in der Gewalt des Todes geblieben. Das bedeutet zugleich: Gott hat sich auf seine Seite gestellt. Er hat sich zu dem Ausgestoßenen bekannt, der am Kreuz einen schmählichen Tod gestorben ist.

Jesus ist nicht so ins irdische Leben zurückgekehrt wie etwa das junge Mädchen, das er aus dem Tod zurückgeholt hat. Seine Auferstehung ist nicht ein Aufschub des unabwendbaren Todesaugenblickes um ein paar Jahre. Sie ist der Eintritt in ein leben, das keinen Tod mehr vor sich hat: die Aufnahme in den MAchtbereich Gottes, den man herkömmlicher- und mißverständlicherweise "Himmel" nennt. Gott hat jesus aus dem Tod an seine Seite gholt. Er hat ihn in seinem - für uns noch unsichtbaren - himmlischen Reich zu dem "König" gemacht, dem alle Mächte untertan sind und an dem sich das Schicksal aller Menschen entscheidet. "Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden", wird Jesus beim Abschied seinen Jüngern sagen (Matthäus 28,18-20).

Das ist grundsätzlich mit der Auferweckung an Ostern geschehen, und es braucht dazu eigentlich keine besondere "Himmelfahrt". Wenn der Auferstandene sich an Ostern und danach seinen Jüngern zeigt, kommt er nicht aus dem Grab, sondern von seinem himmlischen Thron, wie das der "ungläubige Thomas" erkennt, wenn er voor ihm niederfällt: "Mein Herr und mein Gott!" (Johannes 20,28) Trotzdem gibt es nach Ostern eine besondere, nicht wiederkehrende Zeit, in der der erhöhte Herr sich seine Jüngern zu wiederholten Malen zeigt, bis er ihnen mit seiner "Himmelfahrt" deutlich macht, daß sein Platz beim Vater ist und er ihnen fortan in anderer Form nahe sein wird.

Die Gegenwart des Auferstandenen in anderer Form: Das ist es, was die Jünger am Pfingstfest erfahren. In dem Geist, der hier von ihnen Besitz ergreift, kommt Jesus selbst zu ihnen - und mit ihm der Anfang jenes Lebens, das er an Ostern vom Vater empfangen hat. Äußere Erscheinungen, wie sie vom ersten Pfingstfest berichtet werden, können nur Hinweise sien auf das, was hier geschieht: Christuns nimmt Wohnung in den Herzen der Menschen, die ihm glauben. Die Gegenwart Jesu durch seinen Giest aber macht die kleine Jüngerschar fähig, die Botschaft vom wahren König als seine Zeugen hinauszutragen, "bis ans äußerste Ende der Erde" (Apostelgeschichte1,8).

 

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