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Jesus geht am See entlang.
Im Wasser stehen zwei Fischer.
Es sind zwei Brüder, Simon und Andreas.
Sie werfen die Netze aus.

Jesus ruft ihnen zu:
"Kommt mit mir, folgt mir nach!
Ihr sollt Menschen zu Gott rufen.
Ihr sollt Menschen-Fischer werden."
Simon und Andreas kommen ans Ufer.
Sie folgen Jesus.

Sie gehen zusammen am Ufer entlang.
Da ist ein Boot mit anderen Fischern.
Es sind zwei Brüder mit ihrem Vater.
Die Brüder heißen Jakobus und Johannes.
Jesus ruft den beiden zu:
"Kommt mit mir, folgt mir nach!
Ihr sollt Menschen-Fischer werden."
Sie nehmen Abschied von ihrem Vater.
Sie folgen Jesus nach.

Unterwegs kommen sie an einem Zollhaus vorbei.
Dort sitzt der Zolleinnehmer Matthäus.
Die Händler müssen ihm Zoll zahlen,
jedes Mal, wenn sie mit Waren vorbeikommen.
Jesus sagt zu Matthäus:
"Komm mit mir, folge mir nach!
Ich brauche dich."
Matthäus läßt alles zurück und folgt Jesus.

Jesus ruft noch andere Männer zu sich.
Zuletzt sind es zwölf.
Sie bleiben bei Jesus und gehen mit ihm.
Sie sind seine Jünger.


Jesus wandert mit seinen Jüngern durch das Land.
Die Jünger sehen alles, was Jesus tut.
Sie hören jedes Wort, das er sagt.
Sie sollen es den Menschen weitererzählen.

Noch viel mehr Menschen kommen zu Jesus.
Er geht auf einen Berg und sagt:
"Freut euch, ihr Armen!
Gott wird euch reich machen.
Freut euch, ihr Hungrigen!
Gott wir euch satt machen.
Freut euch, ihr Traurigen!
Gott wird euch froh machen.
Kommt zu mir, ich zeige euch den Weg."

Weiter sagt Jesus:
"Liebt nicht nur eure Freunde.
Seid auch gut zu euren Feinden!
Gott ist zu allen Menschen gut.
Er läßt seine Sonne auf alle scheinen,
auch auf die Bösen."

Jesus sagt:
"Sei nicht zornig.
Sag nicht zum anderen:
"geh zum Teufel, du Idiot!"
Das ist genauso schlimm,
wie wenn du ihn tot schlägst."

Jesus sagt den Menschen auch,
wie sie zu Gott beten sollen.
Er sagt: "Sprecht so:
Unser Vater im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe
wie im Himmel so auf Erden.
Unser täglich Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von den Bösen. Amen."

Zum Schluß sagt Jesus zu seinen Jüngern:
"Ich schicke euch jetzt zu allen Menschen im Land.
Sagt ihnen:
"Gott hat euch lieb.
Macht euch bereit für ihn.
Sein Königreich kommt."
Später kommen die Jünger wieder zu Jesus zurück.
Sie haben alles getan, so wie Jesus es gesagt hat.
herausgegeben 1994 von der Deutschen Bibelgesellschaft Stuttgart
15 Jesus und seine Jünger
Die zeitliche Reihenfolge ist bei dieser Geschichte vertauscht: Erst jetzt beruft Jesus die Jünger, aber schon bei der Hochzeit in Kana haben sie ihn begleitet. Der Grund für die Umstellung ist: In diesem Teil des Bilderbuchs wird nicht eine einzige Geschichte erzählt, sondern aufgezeigt, was für eine Aufgabe die Jünger Jesu haben. Zeitlich reicht das weit hinein in das öffentliche Wirken Jesu, bis zur Sendung der Jünger zum Volk Israel (Matthäus 10).
jesus ruft Menschen, die alles aufgeben, um ihm zu folgen. Sie sollen bei ihm sein, und von ihm "lernen" (Jünger heißt eigentlich "Schüler"), damit sie dann später als seine Boten in die Welt hinausziehen können. Zum Lernen gehört es, daß sie sein Wort hören und es sich merken. Das Bilderbuch bringt Ausschnitte aus der "Programmrede" Jesu, der Bergpredigt. Dort findet sich auch das Gebet, das Jesus seine Jünger gelehrt hat: das Vaterunser. Es ist in der Fassung abgedruckt, in der es von evangelischen und katholischen Christen gemeinsam gebetet wird.
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