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Viele Menschen waren bei Jesus.
Er erzählte ihnen Geschichten von Gott.
Am Abend sagt Jesus zu seinen Jüngern:
"Wir wollen über den See fahren."

Sie steigen in ein Schiff.
Die Menschen bleiben zurück.
Sie fahren über den großen See.

Jesus ist müde.
Er liegt im Boot und schläft.

Auf einmal kommt ein starker Wind.
Er peitscht das Wasser auf.
Überall sind hohe Wellen.

Die Wellen werden gefährlich.
Das Schiff wird hin und her geschleudert.

Die Wellen schlagen ins Schiff.
Jesus schläft gaz ruhig.

Die Jünger haben große Angst.
Sie gehen zu Jesus und wecken ihn auf.
Sie rufen: "Herr, hilf! Wir gehen unter!"

Jesus richtet sich auf.
Er sagt:
"Warum habt ihr Angst?
Ich bin doch da."

Jesus blickt auf die tobenden Wellen.
Er ruft dem Wind und den Wellen zu:
"Schwegt jetzt!
Seid still!"

Da wird es ganz still.
Der See liegt ganz ruhig da.

+Die Jünger erschrecken.
Sie sagen zueinander:
"So mächtig ist Jesus!
Er spricht nur ein Wort -
und dann gehorchen ihm Wind und Wellen!"

Der See bleibt still.
Das Schiff fährt ruhig weiter.

herausgegeben 1994 von der Deutschen Bibelgesellschaft Stuttgart
17 Jesus und der Sturm
Der See von Genezareth (oder Gennesaret) genannt, bildet den Mittelpunkt des Wirkens Jesu in seiner ersten Zeit. Hier predigt er dem Volk, erzählt er seine Gleichnisse und heilt Kranke; hier findet er seine ersten Jünger.
Der See von Galliläa ist klein genug, daß man ihn in ein paar Stunden überqueren kann - und groß genug, daß ein kleines Schiff, wie das Fischerboot der Jünger dabei je nachdem in schwere Not gerät. Wirbelstürme wühlen unversehens den glatten Wasserspiegel auf. Solche Stürme entstehen als Fallwinde infolge starker Temperaturschwankungen während der Nacht. In einen solchen Sturm gerät das Boot, in dem Jesus, ermattet von den Anstrengungen des Tages, schlafend ruht. Und die Jünger erleben staunend, daß dieser Mann auch Herr ist über die tobenden Elemente. Sein Wort ist machtvoll wie das Wort des allmächtigen Schöpfers, der nach der bildhaften Vorstellungsweise des Alten Testaments seine Schöpfung dem wütenden Meer abgerungen hat:
"Die Fluten hatten das Land bedeckt, über den höchsten Bergen stand das Wasser. Vor deiner Stimme bekam es Angst; es floh vor deinem Donnergrollen" (Psalm 104.6-7)
Die Jünger, die diese Geschichte weitererzählten, sahen darin nicht nur das Erlebnis einer einmaligen wunderbaren Rettung. Der Mann, der das Toben der Wellen stillte, ist den Seinen in den Stürmen des Lebens allezeit helfend nahe. Frühe Ausleger sahen in dem Fischerboot ein Sinnbild für das "Schiff der Kirche", die von ihrem Herrn sicher durch alle Verfolgungen und Anfeindungen geleitet wird. Und wir selbst dürfen darin ein Bild sehen für unser eigenes Lebensschifflein, daß immer wieder von den Stürmen des Tages umhergeschleudert wird. Auch uns gilt dann Jesu Ermutigung: "Warum habt ihr Angst? Ich bin doch da!"
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