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Jesus besiegt den Tod

Jesus und seine Jünger fahren zurück ans Land.
Viele Leute stehen dort.
Sie warten auf Jesus.

Ein Mann drängt sich vor.
Er kniet vor Jesus nieder. Er sagt:
"Meine kleine Tochter ist schwer krank.
Komm bitte mit und mache sie gesund!"

Jesus geht mit.

Da kommt ihnen ein anderer Mannn entgegen.
Er sagt zu dem Vater:
Dein Kind ist gestorben.
Jesus braucht nicht mehr kommen."

Jesus sagt zu dem Vater:
"Sei nicht traurig!
Ich kann dir helfen.
Vertraue mir!"

Alle gehen weiter.
Dort hinten
da ist schon das Haus.

Vor dem Haus stehen die Nachbarn.
Sie weinen laut.

Jesus fragt sie:
"Warum weint ihr?
Das Kind ist nicht tot.
Es schläft nur!"
Die Nachbarn lachen Jesus aus.
Sie wissen: Es ist tot.

Jesus schickt die Nachbarn fort.
Nur der Vater und die Mutter dürfen bleiben.
Auch drei Jünger nimmt er mit ins Haus.

Da liegt das Mädchen.
Jesus faßt es an der Hand.
Er sagt zu ihr:"Wach auf!"

Das Mädchen macht die Augen auf.
Es setzt sich auf.
Es lebt!
Jesus sagt zu den Eltern:
"Gebt dem Kind etwas zu essen!"

Das Mädchen steht auf.
Es geht zu Jesus.

Die Eltern und die Jünger,
die sind ganz erschrocken.
Das haben sie nicht für möglich gehalten.
Jesus besiegt den Tod!

00 Vorwort
01 Gott erschafft die Welt 1. Mose (Genesis) 1,1 - 2,4
02 Der Regenbogen 1. Mose (Genesis) 6,5 - 9,17
03 Abraham Aus 1. Mose (Genesis) 12 - 25
04 Esau und Jakob Aus 1. Mose (Genesis) 25,19 - 28,22
05 Josef Aus 1. Mose (Genesis) 37,1 - 45,15
06 Der Auszug aus Ägypten Aus 2. Mose (Exodus) 1 - 14
07 Der Weg ins versprochene Land Aus 2. Mose (Exodus) 16-20; 34; 37; 4. Mose (Numeri) 10, 11-28; Josua 3, 1 - 8
08 Rut Aus Rut 1 - 4
09 David wird König Aus 1. Samuel 16 und 17; 2. Samuel 5 und 6; 1. Könige 6 und 8
10 Jona Aus Jona 1 - 4
11 Zacharias und Elisabeth Lukas 1,5 - 79
12 Jesus ist geboren Lukas 2,1 - 20; Matthäus 2,1 - 12
13 Der zwölfjährige Jesus Lukas 2, 40 - 52
14 Die Hochzeit in Kana Johannes 2, 1 - 11
15 Jesus und seine Jünger Aus Matthäus 4 - 10
16 Jesus und der Gelähmte Markus 2, 1 - 12
17 Jesus und der Sturm Markus 4, 35 - 41
18 Jesus besiegt den Tod Aus Markus 5, 21 - 43
19 Der barmherzige Samariter Lukas 10, 25 - 37
20 Der verlorene Sohn Lukas, 15, 11 - 32
21 Bartimäus Markus 10, 46 - 52
22 Zachäus Lukas 19, 1 - 10
23 Die Arbeiter im Weinberg Matthäus 20, 1 - 16
24 Jesus in Jerusalem Matthäus 21, 1 - 11 und 26, 17 - 36
25 Jesus ist auferstanden Aus Markus 14-16, Johannes 19 und Lukas 24
26 Himmelfahrt und Pfingsten Aus Apostelgeschichte 1 und 2
27 Ein Afrikaner wird getauft Apostelgeschichte 8, 26 - 39
28 Hilfen zum Verständnis

illustriert von Kees de Kort

herausgegeben 1994 von der Deutschen Bibelgesellschaft Stuttgart

ISBN 3-438-04142-1

18 Jesus besiegt den Tod

Soll man Kindern in einem Bilderbuch vom Tod erzählen? Manche werden noch garnicht so recht wissen, was das ist: Sterben. Aber früher oder später müssen sie sich damit auseinandersetzen. Und da kann es eine Hilfe sein, wenn sie - und die Erwachsenen, di emit ihnen darüber sprechen - auf etwas zurückgreifen können, was schon im Kinderherzen Wurzel geschlagen hat.

Andere haben den rätselhaften und schmerzlichen Vorgang des Sterbens mehr oder weniger nah miterlebt. In einem solchen Fall kann das Betrachtender Bilderbuchgeschichte dazu verhelfen, mit den Kindern über die aufgebrochenen Fragen zu sprechen und gemeinsam mit ihnen das Erlebte zu verarbeiten.

Nur müssen wir dabei bedenken, daß wir das Erzählte nicht unmittelbar auf uns selber anwenden können. Wie wundervoll wäre das, wenn Jesus auch heute noch zu uns kommen und unsere geliebten Toten ins Leben zurückholen würde! Aber auch damals waren es nur einzelne, die das erlebten, und auch sie mußten schließlich ein zweites Mal sterben. "Jesus besiegt den Tod": Der Titel dieser Geschichte verweist auf eine Todesüberwindung, die über unser Einzelschicksal weit hinausreicht. Wenn Jesus Tote auferweckt, dann fällt mitten in unser todverfallenes Leben ein Lichtstrahl der kommenden Welt, in der es keinen Tod mehr gibt.

Können wir schon heute etwas davon erfahren? Jesus wandelt nicht mehr sichtbar über unsere Erde; aber er ist nicht im Grab geblieben, sondern durch den Tod hindurchgegangen in ein Leben, das keinen Tod kennt. Darum ist er für uns keine Gestalt der Vergangenheit, er lebt und ist uns nahe, wie er es zugesagt hat: "Ich bin bei euch alle Tage, bis ans Ende der Welt." (Matthäus 28,20)

Um seine Nähe zu wissen, seine Nähe zu fühlen, das verändert unser Leben und Sterben. Wenn wir zum letzten Mal die Augen schließen, ist er es, der uns bei der Hand faßt und sagt: "Wach auf!" Die Kinder aber, die noch nicht mit Gedanken an Tod und Sterben umgehen, können bei der Bildfolge das eine ganz tief in sich aufnehmen (und wir können sie darauf hinlenken): "Was euch geschehen mag, Jesus ist bei mir. Er hält und trägt mich. Er läßt mich nie allein."

 

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