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David hütet die Schafe.
Er wohnt bei seinen Eltern in Bethlehem.
Er ist ein Urenkel von Rut und Boas.
Der Prophet Samuel kommt nach Bethlehem.
Er sagt zu Davids Vater: "Gott schickt mich.
Einer von deinen Söhnen wird später König."
Davids Vater ruft den Ältesten, der ist groß und stark.
Aber Samuel sagt: "Der nicht! Gott sieht ins Herz"
Keiner von den sieben Brüdern ist der richtige.
Zuletzt holt man den kleinen David von den Schafen.
Samuel salbt ihn mit Öl zum König der Israeliten.

Wieder einmal fallen Feinde ins Land ein.
König Saul und seine Soldaten,
die ziehen gegen die Feinde.
Auch die großen Brüder von David gehen mit.

Bei den Feinden ist ein Riese.
Er heißt Goliat.
David besucht seine Brüder.
Sie zeigen ihm den Riesen.

Der Riese Goliat ruft:"Wer kämpft mit mir?
Wer nimmt es mit mir auf?"
Keiner wagt es. Alle haben Angst.

David geht zum König Saul und sagt:
"Ich kämpfe mit dem Riesen.
Ich habe die Schafe meines Vaters gehütet.
Da kam ein Löwe und raubte ein Schaf.
Ich habe den Löwen mit dem Prügel totgeschlagen.
Auch mit dem Riesen werde ich fertig.
Gott hilft mir."

David geht zu dem Riesen Goliat hin.
Der Riese ruft:
"Wer bist denn du?
Ich spieße dich auf.
Ich gebe dich den Raubtieren zum Fraß!!"
Goliat geht auf David los.
David nimmt seine Schleuder.
Er schleudert einen Stein.
Der Stein trifft Goliat am Kopf.

Der Riese Goliat fällt um.
Er liegt auf dem Boden.
Er ist tot.
Die Israeliten jubeln,
sie springen vor Freude.


Die Israeliten rufen:
"David hat gesiegt!
Der Riese Goliat ist tot.
Die Philister laufen davon!"

Viele Jahre später stirbt der König Saul.
Jetzt wird David der König.
Er zieht nach Jerusalem.
Er wohnt im Königspalast.

David holt den goldenen Kasten nach Jerusalem.
Alle Israeliten jubeln.
David geht vor dem Kasten her und tanzt vor Freude.
In dem goldenen Kasten liegen die Tafeln aus Stein.
Auf den Tafeln stehen die Gebote Gottes.
David stelllt den Kasten in das heilige Zelt.

David ist lange Zeit König in Jerusalem.
Als er stirbt wird sein Sohn Salomo König.
Salomo baut für Gott ein großes, schönes Haus.
Das große, schöne Haus ist der Tempel.
Die Israeliten stellen den goldenen Kasten in den Tempel.
Sie sagen: Gott wohnt mitten unter uns!
In seinem Tempel ist er für uns da.
Hier können wir ihm Opfer bringen."
Viele Israeliten kommen in den Tempel.
Sie bringen Gott Opfer und beten.

herausgegeben 1994 von der Deutschen Bibelgesellschaft Stuttgart
09 David wird König
Das Bilderbuch kann die bewegte Geschichte des Hirtenjungen, der zum größten König des Volkes Israel wurde, nur in verkürzter Form wiedergegeben. So erfährt man z.B. kaum etwas über die Eifersucht König Sauls, die sich an Davids Sieg über den Riesen Goliat und an Davids weiteren Erfolgen entzündet, und nichts von der Freundschaft zwischen David und dem Königssohn Jonatan. David muß schließlich vor Saul fliehen, wird von ihm gesucht und verfolgt, während David bei Gelegenheit das Leben des Königs, das in seine Hand gegeben ist, großmütig schont.
David hat als König das kleine Israel zu Macht und Ansehen in der Welt geführt. Aber das Großreich, dem er die kleinen Nachbarstaaten eingegliedert hat, war nicht von Bestand. Sogar das Kerngebiet zerfiel unter Davids Sohn und Nachfolger Salomo in zwei Teile, Nordisrael und Juda, die in der Folgezeit unter assyrische bzw. babylonische Herrschaft kamen. Und den Babyloniern folgten Perser, Griechen, Römer... So kam es, daß man sehnsuchtsvoll auf die Zeit Davids zurückblickte, auf Israels "goldene Zeit".
Was von Davids Werk blieb, war Jerusalem, die Stadt, die er erobert und zum Mittelpunkt seines Reiches gemacht hatte. Durch den Tempel gewann sie über die politische Bedeutung hinaus den Rang einer "heiligen Stadt": Zentrum der Verehrung des einen Gottes inmitten einer Welt vieler Götter und zugleich der Ort, mit dem sich aufs engste die Hoffnung auf ein kommendes Gottesreich verband. Dieses Reich wurde als Wiederkehr und Überhöhung des Davidsreiches verstanden und sollte durch einen zweiten David, einen "Sohn Davids" in Gottes Auftrag regiert werden.
Diese Hoffnung hat sich für die christliche Gemeinde in Jesus, dem Friedenskönig erfüllt, der darum nicht nur "Sohn Gottes", sondern zugleich "Sohn Davids"genannt wird. Sein Recht ist "nicht von dieser Welt", und doch will es auf diese Erde kommen und mitten in dieser Welt Platz greifen - durch die Menschen, die dem Friedenskönig folgen. In Bethlehem, der "Stadt Davids", wird der neue David geboren; in Jerusalem, dem Ort des Tempels mit seinen täglich dargebrachten Tieropfern, stirbt er als das vollgültige Opfer für die Schuld der Welt.
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