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Elisabet winkt ihrem Mann nach.
Er heißt Zacharias (Zacharias).
Zacharias und Elisabeth habe keine Kinder.

Zacharias geht nach Jerusalem.
Dort steht das Haus Gottes, der Tempel.
Nur die Priester dürfen hineingehen.
Sie beten dort zu Gott. Sie beten für das ganze Volk.
Zacharias ist ein Priester.

Vor dem Tempel stehen viele Menschen.
Sie warten auf Zacharias.
Sie wollen dabei sein, wenn er in den Tempel geht.
Drinnen im Tempel steht ein Altar.
Wenn die Priester beten,
legen sie glühende Kohlen auf den Altar.
Sie streuen Körner von kostbarem Harz auf die Kohlen.
Dann steigt duftender Weihrauch zu Gott auf.
Zahcarias hat glühende Kohlen in einem Gefäß.

Zacharias steht am Altar.
Plötzlich ist da ein Engel.
Der Engel sagt zu Zacharias:
Fürchte dich nicht!
Gott schickt mich zu dir.
Er hat euer Gebet gehört.
Ihr werdet ein Kind bekommen, einen Sohn.
Du sollst ihm den Namen Johannes geben.
Wenn er groß ist, wird er den Menschen sagen:
Macht euch bereit!
Bald kommt Jesus der Heiland."

Zacharias sagt zu dem Engel:
Meine Frau und ich, wir sind zu alt.
Wir bekommen keine Kidner mehr."
Der Engel sagt zu Zacharias:
"Gott hat es gesagt.
Gott tut, was er sagt.
Warum glaubst du nicht?
Du kannst von jetzt an nicht mehr sprechen,
die ganze Zeit, bis das Kind geboren ist.
Daran merkst du:
Gott tut, was er sagt."

Vor dem Tempel warten die Menschen.
Endlich kommt Zacharias.
Er breitet die Arme aus.
Er will den Segen sprechen:
"Der Herr segne euch..."
Aber er bringt kein Wort heraus.

Zacharias ist wieder daheim
Er kann seiner Frau nichts sagen.
Er schreibt alles auf:
"Wir bekommen einen Sohn.
Wir sollen ihn Johannes nennen."
(Johannes bedeutet: "Gott ist gnädig".)
Elisabet liest es. Sie freut sich.
Sie sagt: "Gott hat mich nicht vergessen."

Der Engel kommt auch zu Maria.
Maria ist mit Elisabet verwandt.
Der Engel sagt:
"Maria, Gott hat dich lieb!
Er hat Großes mit dir vor
Du wirst einen Sohn bekommen.
Er soll Jesus heißen.
Er ist der Heiland für alle Menschen."
Maria sagt:
"Ich bin Gottes Magd
Ich bin ganz für Gott da."

Maria geht zu Elisabet.
Die beiden begrüßem sich,
Da bewegt sich das Kind in Elisabets Leib.
Elisabet ruft: "Es hat gehüpft!
Was für ein Freudentag!
Die Mutter meines Heilands kommt zu mir."
Maria singt ein Lied, sie preist Gott:
Er hat Großes an mir getan."

Es ist soweit:
Elisabet hat ihren Sohn geboren.
Die Nachbarn freuen sich mit.
Sie wollen das Kind sehen.
Sie gratulieren.


Die Nachbarn fragen:
Was für einen Namen bekommt das Kind?
Heißt es Zacharias, wie sein Vster?"
Elisabet antwortet:
"Nein, es soll Johannes heißen."

Die Nachbarn sagen:
So heißt doch niemand in eurer Familie!"
Sie fragen den Vater: "Wie soll es heißen?"
Zacharias schreibt auf ein Stück Holz:
JOHANNES.

Im gleichen Augenblick
kann Zacharias wieder sprechen.
Er singt vor Freude:
"Gott, wir danken dir!
Du liebst uns. Du hast uns nicht vergessen.
Bald kommt Jesus, der Heiland.
Und dieses Kind, mein Sohn,
wird ihm den Weg bereiten."
herausgegeben 1994 von der Deutschen Bibelgesellschaft Stuttgart
11 Zacharias und Elisabeth
So vertraut uns allen die Weihnachtsgeschichte ist, so fremd sind uns manche Einzelzüge in den Geschichten, die ihr im Lukas-Evangelium vorangehen.
Die Geschichte von Zacharias une Elisabet erzählt die Geburt jenes Johannes, der später in der Wüste am Jordan als "Täufer" auftreten wird, der auf Jesus als den Retter hinweist. Sein Vater Zacharias ist Priester, und die Kinder werden es nicht ganz leicht haben, zu verstehen, was er am Tempel in Jerusalem tut. Der Tempel ist keine "Kirche", in der sich die Gläubigen versammeln, sondern eine heilige Stätte: die "Wohnung Gottes" , in deren innerstem Raum, dem Allerheiligsten, man Gott unsichtbar gegenwärtig glaubte. Der Altar, auf dem Zacharias die Weihrauchmischung verbrennt, steht in dem Raum davor, in dem auch der siebenarmige Leuchter und der Tisch mit den Opferbroten aufgestellt waren.
In der Geburtstagsgeschichte des Täufers ist eine zweite Geschichte verwoben: Der Engel kündigt Maria an, daß sie die Mutter des Heilands und Gottessohnes Jesus Christus werden soll. Das Thema der jungfräulichen Geburt des Erlösers wird im Bilderbuch nicht berührt. Die Kinder werden auch ohne das spüren, daß es mit diesem Kind etwas besonderes auf sich hat. Wozu käme sonst der Engel? Wir Erwachsenen aber sollen wissen, daß die Erzählung von der Geburt Jesu durch die Jungfrau Maria ein Hinweis ist: Mit Jesus tritt jemand in unsere Welt, der nicht aus den Zusammenhängen dieser Welt zu begreifen ist, sondern unmittelbar von Gott kommt. Gott greift in einmaliger Weise in den lauf der Dinge ein, um seinem Heil den Weg zu den Menschen zu bereiten.
Den Kindern fällt vielleicht auf, daß Maria keinen Mann hat. Sie ist zu diesem Zeitpunkt schon mit Jesus verlobt, den sie dann (in der folgenden Geschichte) als seine Frau nach Bethlehem begleiten wird.
Zweimal erzählt diese Bilderbuchgeschichte von einer wundersamen Geburt. Wir sollen zum Aufhorchen gebracht: Große Dinge bereiten sich vor. Nicht die Umstände der Geburt sind das eigentliche Wunder, sondern das was Gott durch die Menschen, die hier geboren werden tun wird.
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