SMS – Susanne macht SchuleUnterrichtseinheit 120 · Judentum
Großer Lernraum zu Geschichte, Glaube, Alltag und Kultur
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Tora, Bibel und Gelehrsamkeit

Die hebräische Bibel ist für das Judentum heilig. Doch sie steht nicht allein: Auslegung, Lernen und Weiterdenken gehören von Anfang an dazu.

Tora, Talmud und jüdische Gelehrsamkeit
Künstlerische SMS-Illustration zur Orientierung; keine historische Fotografie oder museale Rekonstruktion.

Die Bibel der Juden

Die jüdische Bibel wird oft Tanach genannt. Sie umfasst Tora, Propheten und Schriften. Im christlichen Sprachgebrauch spricht man häufig vom Alten Testament, doch im Judentum steht diese Sammlung für sich und ist nicht nur „Vorstufe“ von etwas anderem.

Das Herzstück ist die Tora: die fünf Bücher Mose. Sie erzählt Ursprungsgeschichten, den Exodus, den Weg durch die Wüste und die Weisungen für das gemeinsame Leben.

Die Tora ist wertvoll und heilig

Torarollen werden handschriftlich auf Pergament geschrieben. Beim Vorlesen werden sie feierlich behandelt; vielerorts berührt man den Text nicht direkt mit der Hand, sondern nutzt einen Zeiger. Die heilige Schrift ist nicht bloß Information – sie ist Gottes Weisung, die gehört, studiert, ausgelegt und gelebt werden soll.

613 Gebote

In der jüdischen Tradition spricht man von 613 Mizwot, also Geboten oder Weisungen. Sie ordnen nicht nur den Gottesdienst, sondern auch den Alltag.

Talmud und Auslegung

Neben der Bibel ist der Talmud von großer Bedeutung. Er sammelt Diskussionen, Deutungen und Rechtsfragen. Im Judentum gehört das Fragenstellen also mit zum Glauben.

Haggada und Geschichten

Zur jüdischen Festkultur gehören eigene Lesebücher wie die Haggada für den Sederabend an Pessach. Außerdem prägen Geschichten aus der Tora – Abraham, Josef, Mose, David, Ester und viele andere – bis heute die jüdische Erinnerungskultur.

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