SMS · Susanne macht Schule
Philosophie · Thomas von Aquin · Einzelbegegnung

Susanne und Thomas von Aquin durchwühlen das Seiende 6/7 – Empfangenes Sein

Was meinen Philosophen, wenn sie von Sein und Wesen sprechen?

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Fiktive, künstlerisch gestaltete Zeitreise. Die Figuren sprechen hier nicht in historisch überlieferten Originalaufnahmen. Video zusätzlich bei YouTube öffnen.

Liedtext / Gespräch – hier aufklappen

[Susanne]

Thomas, dieses Wort gefällt mir: empfangen.

[Thomas]

Denn was sein Sein nicht aus sich selbst hat, empfängt es.

[Strophe 1]

Nicht selbst ins Sein gerufen, nicht eigener erster Grund. Ich stehe hier und atme, und darin liegt schon ein Wundergrund.

Der Geist empfängt sein Sein, sagst du, und wird dadurch wirklich. Nicht bloß Möglichkeit, nicht nur Gedanke — sondern gegenwärtig, augenblicklich.

[Refrain]

Empfangenes Sein, kein Besitz in meiner Hand. Nicht verdient und nicht gekauft, nicht von mir selbst erfand.

Ich bin, weil Sein mich trägt — so würde ich es heute sagen. Und vielleicht beginnt das Staunen noch vor allen großen Fragen.

[Susanne]

Ist das schon Mystik?

[Thomas]

Das Wort benutze ich hier nicht. Aber Staunen über das Sein wäre kein schlechter Anfang.

[Bridge]

Nicht: Ich mache mich. Nicht: Ich begründe mich. Sondern: Ich finde mich vor.

Lebendig. Begrenzt. Empfangend.

[Outro]

Dass ich bin, ist bereits mehr, als ich erklären kann.

Die Frage dieses Videos

Was meinen Philosophen, wenn sie von Sein und Wesen sprechen?

Beobachten und prüfen: Erkläre die Unterscheidung mit einem eigenen Beispiel aus dem Alltag.

Für die Diskussion

Ist die Frage nach Gott dieselbe wie die Frage nach Dingen in der Welt?

Quellenkritik: Unterscheide die historische Person oder das historische Werk von der erfundenen Begegnung im Film.

Diese Reihe auf einen Blick