SMS · Susanne macht Schule
Kunstgeschichte · Renaissance und Kunst · Einzelbegegnung

Goethe, Gretchen und das Böse – Susanne aus der Zukunft

Wie verändert der Blick der Gegenwart ein Kunstwerk der Vergangenheit?

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Fiktive, künstlerisch gestaltete Zeitreise. Die Figuren sprechen hier nicht in historisch überlieferten Originalaufnahmen. Video zusätzlich bei YouTube öffnen.

Liedtext / Gespräch – hier aufklappen

[Intro – Susanne, gesprochen]

Johann Wolfgang, das Bild ist wunderschön. Aber sag mal: Wo ist eigentlich das Böse?

[Strophe 1 – Goethe]

Susanne, du schaust auf Gretchen und Faust, auf Garten, Bank und stillen Blick. Du sagst: „Die Frage ist da, doch etwas fehlt mir Stück für Stück. Was Faust verführt, was ihn bedrängt, was hinter seinen Worten steht — das sieht man hier doch kaum.“

[Refrain]

Zeig mir den Schatten, zeig mir die Macht, die still von hinten näherkommt. Nicht alles Böse schreit und droht, manchmal ist es nur ein Druck, der Menschen langsam lenkt.

[Strophe 2 – Susanne, gesprochen]

Genau deshalb hab ich das Bild animiert. Guck mal. Da kommt es von hinten.

[Strophe 3 – Goethe]

Ich sehe hin und plötzlich wird mir klar: Was vorher nur im Text verborgen war, steht nun im Bild. Nicht laut. Nicht plump. Aber sichtbar. Und Faust wirkt anders, wenn man spürt, dass etwas hinter ihm arbeitet.

[Refrain]

Zeig mir den Schatten, zeig mir die Macht, die still von hinten näherkommt. Dann wird die Gretchenfrage größer, weil man endlich sehen kann, was Faust im Innern bindet.

[Outro – gesprochen]

Goethe: Susanne … das ist gar nicht schlecht. Susanne: Siehste. Goethe: Das Böse muss nicht alles beherrschen. Aber ganz fehlen sollte es auch nicht. Susanne: Genau.

Die Frage dieses Videos

Wie verändert der Blick der Gegenwart ein Kunstwerk der Vergangenheit?

Beobachten und prüfen: Betrachte das dargestellte Originalmotiv und markiere, welche Teile im Video künstlerisch hinzugefügt sind.

Für die Diskussion

Welche Fragen an den Künstler wären historisch beantwortbar, welche bewusst erfunden?

Quellenkritik: Unterscheide die historische Person oder das historische Werk von der erfundenen Begegnung im Film.

Diese Reihe auf einen Blick