Ein Tisch, ein Auge, sieben Szenen und vier letzte Dinge

Die Gesamtanlage
Das Werk ist nicht wie ein gewöhnliches Altarbild aufgebaut. Der größere Mittelteil wird von einem Rundbild beherrscht; in den vier Ecken liegen vier weitere Rundbilder.
Das Zentrum: das Auge Gottes
Im Mittelpunkt ist Christus in der Pupille eines Auges dargestellt. Darunter steht die Warnung Cave, cave, Dominus videt – sinngemäß: „Hüte dich, der Herr sieht es.“ Das Bild organisiert Moral also buchstäblich um einen Blick, der alles wahrnimmt.
Die Inschriften aus dem Deuteronomium
Über und unter dem zentralen Kreis stehen lateinische Bibelstellen aus Deuteronomium 32. Sie warnen davor, ohne Einsicht zu leben und das eigene Ende nicht zu bedenken. Damit verbindet das Werk alltägliches Verhalten direkt mit den „letzten Dingen“.
Warum der drehende Tisch so gut funktioniert
Die sieben Szenen sind kreisförmig angeordnet und ihre Bewegungsrichtungen führen den Blick um das Zentrum herum. Die Animation ist deshalb nicht bloß Dekoration: Sie macht die kreisförmige Komposition körperlich nachvollziehbar.
Hier lässt sich die kreisförmige Anlage direkt auf der Werkseite erleben – ohne zurück zur Startseite zu springen.