Die vier letzten Dinge
Tod, Gericht, Himmel und Hölle
Die sieben Hauptsünden stehen bei Bosch nicht allein. Die vier Eckbilder setzen sie in einen eschatologischen Rahmen: Das Leben endet, wird beurteilt und führt in eine letzte Wirklichkeit.




Historische Funktion
Die vier letzten Dinge erinnern den Betrachter daran, dass moralisches Handeln nach christlicher Vorstellung nicht folgenlos bleibt.
Heutige Frage
Was geschieht mit Moral, wenn Menschen nicht mehr an Gericht, Himmel oder Hölle glauben? Bleiben die sieben Hauptsünden trotzdem sinnvoll?
Braucht Moral die Vorstellung eines letzten Gerichts?
Diese Frage kann religiös, philosophisch oder ganz säkular beantwortet werden. Die Bilder liefern keine neutrale Antwort – sie vertreten eine Weltdeutung. Genau deshalb eignen sie sich für Unterricht.