1. Das Werk
Wie ist die Tafel aufgebaut? Was sieht das „Auge Gottes“? Welche Rolle spielen die lateinischen Inschriften?
Hieronymus Bosch, katholische Lehre und eine unbequeme Frage: Was heißt eigentlich „Todsünde“ – und was davon wird im Alltag ständig durcheinandergeworfen?

Im Zentrum steht das Auge Gottes. Darum kreisen sieben Alltagsszenen: Zorn, Hochmut, Wollust, Trägheit, Völlerei, Habgier und Neid. In den vier Ecken erscheinen Tod, Jüngstes Gericht, Himmel und Hölle.
Die Animation greift die kreisförmige Anlage der originalen Tafel auf und macht die Bewegung um das Zentrum herum sichtbar.
Wie ist die Tafel aufgebaut? Was sieht das „Auge Gottes“? Welche Rolle spielen die lateinischen Inschriften?
Alle sieben Szenen einzeln: lateinischer Begriff, Bildbeschreibung, historische Idee und eine heutige Frage.
Tod, Gericht, Himmel und Hölle bilden den großen eschatologischen Rahmen der Tafel.
Was sagt der katholische Katechismus tatsächlich? Hauptsünde, Laster, lässliche Sünde und Todsünde werden sauber getrennt.
Erst wenn die Lehre korrekt dargestellt ist, wird sie geprüft: Zorn, Lust, Stolz, Trägheit, Gier, Neid – was daran ist heute noch überzeugend?
Bildanalyse, katholische Begriffsklärung, Gegenargumente und eigene Position.
Das ist die Frage, die durch die gesamte Einheit mitläuft. Wer möchte, darf am Ende Bosch widersprechen, der katholischen Lehre widersprechen oder auch der modernen Kritik widersprechen. Entscheidend ist: erst verstehen, dann urteilen.