SMS – Susanne macht SchuleFrei zugänglich · ungewöhnlich gedacht
Kinderrechte · Beteiligung · Mitbestimmung

Arno Gruen: Kinder mitentscheiden lassen

Schutz allein reicht nicht. Was verändert sich, wenn Kinder nicht nur Empfänger von Entscheidungen sind, sondern als Menschen mit eigener Stimme ernst genommen werden?

„Die Kinder werden als passive Empfänger von Erziehung betrachtet, anstatt in den Entscheidungsprozess über ihre eigenen Bildungs- und Lebenswege einbezogen zu werden.“

Der vollständige Text

ARNO GRUEN – NACHGEFRAGT

Folge 12: Mangelnde Einbindung von Kindern in Entscheidungsprozesse

„Warum redet ihr über sie – aber nie mit ihnen?“

Ihr plant ihren Tag,
ihr bestimmt, was wichtig ist,
ihr entscheidet,
wer sie sein sollen.

Und sie?
Hören zu.
Folgen.
Funktionieren.

Aber ein Kind ist kein Gefäß,
das ihr füllt.
Es ist ein Mensch,
der schon da ist –
mit Gedanken,
mit Gefühlen,
mit einem eigenen Blick auf die Welt.

Doch ihr fragt nicht.
Ihr erklärt.
Ihr verordnet.
Ihr wisst besser – immer.

Sag, Staatschef:
Was würde passieren,
wenn ihr zuhört –
statt nur zu lenken?
Wenn ein Kind mitentscheiden darf –
über seinen Weg,
seine Zeit,
sein Werden?

Wäre das Chaos – oder endlich echte Bildung?

1 · Prüfen

Wo entscheidet Schule oder Familie notwendigerweise für Kinder – und wo könnte echte Mitbestimmung möglich sein?

2 · Widersprechen

Ist die Formulierung „Ihr wisst besser – immer“ fair? Wo überspitzt der Text bewusst?

3 · Kinderrecht

Welche Verbindung siehst du zu Artikel 12 der Kinderrechtskonvention?

4 · Eigene Position

Was müsste sich ändern, damit Mitbestimmung nicht nur ein schönes Wort bleibt?