SMS · Susanne macht SchuleWissen darf lebendig sein.
Gandhi intensiv · Teil III

19–26 von 26

Teil III

Grenzen, Wandel, Duldung und Weitergabe. Jedes Thema steht für sich: erst hören und sehen, dann den vollständigen Text lesen, markieren, diskutieren oder weiterdenken.

19

Gandhi weitergedacht · Lied 19 von 26

Am falschen Ort

Strophe 1

Ich nenne etwas dunkel,
weil ich den Morgen nicht seh.
Ich nenne etwas böse,
weil ich den Ursprung nicht versteh.

Doch manchmal ist das Gute
nur aus dem Lot gebracht.
Ein Licht, das falsch gestellt ist,
wirft Schatten in die Nacht.

Strophe 2

Ich will nicht blind entschuldigen,
was Menschenherzen bricht.
Doch tiefer als mein Urteil
liegt ein verborgenes Licht.

Vielleicht ist jedes Fallen
ein Ruf nach neuem Stand.
Vielleicht sucht selbst im Irrweg
die Wahrheit noch ihr Land.

Refrain

Bring mich zurück an meinen Ort,
bring mich zurück ins Licht.
Was aus der Liebe herausfällt,
findet sich selber nicht.

Bring mich zurück an meinen Ort,
wo Wahrheit wieder stimmt.
Wo das Gute nicht mehr irrt
und seine Form gewinnt.

Bridge

Nicht alles ist gut,
nicht alles ist rein.
Doch nichts ist so verloren,
dass Gott nicht größer kann sein.

Refrain

Bring mich zurück an meinen Ort,
bring mich zurück ins Licht.
Was aus der Liebe herausfällt,
findet sich selber nicht.

Bring mich zurück an meinen Ort,
wo Wahrheit wieder stimmt.
Wo das Gute nicht mehr irrt
und seine Form gewinnt.

Outro

Ich richte nicht das Ganze,
ich sehe nur ein Stück.
Doch wo die Dinge heimwärts gehen,
kehrt Frieden mit zurück.

20

Gandhi weitergedacht · Lied 20 von 26

Die Grenzlinie

Strophe 1

Ich wollte ohne Wunden
durch diese Erde gehen.
Doch Leben heißt berühren,
und manchmal auch versehen.

Kein Schritt ist ganz unschuldig,
kein Atem ganz allein.
Die Frage bleibt im Herzen:
Wo muss die Grenze sein?

Strophe 2

Was mir zur Wahrheit wurde,
kann dir noch fremd erscheinen.
Ich darf dich nicht verurteilen,
nur weil wir anders meinen.

Gewaltlos sein heißt wachen,
nicht träumen ohne Blick.
Wer Hunger übersieht,
gibt keine Liebe zurück.

Refrain

Zeig mir die Grenzlinie,
zwischen Klarheit und Gewalt.
Mach mein Gewissen wach,
und meine Schritte nicht kalt.

Zeig mir die Grenzlinie,
nicht als starres Gesetz.
Als lebendige Frage,
die mein Herz nicht verletzt.

Bridge

Gut und schlecht verschieben sich,
wenn die Stunde anders spricht.
Darum brauche ich Wahrheit,
und ein demütiges Licht.

Refrain

Zeig mir die Grenzlinie,
zwischen Klarheit und Gewalt.
Mach mein Gewissen wach,
und meine Schritte nicht kalt.

Zeig mir die Grenzlinie,
nicht als starres Gesetz.
Als lebendige Frage,
die mein Herz nicht verletzt.

Outro

Ich gehe nicht perfekt,
doch ich gehe nicht blind.
Wo Liebe prüft und Wahrheit fragt,
beginnt ein neuer Sinn.

21

Gandhi weitergedacht · Lied 21 von 26

Konsequenz zur Wahrheit

Strophe 1

Gestern stand ich anders,
gestern sah ich kaum.
Heute fällt ein neues Licht
durch meinen alten Raum.

Nenn mich ruhig widersprüchlich,
wenn ich mich ändern muss.
Ich folge nicht dem alten Satz,
ich folge dem neuen Schluss.

Strophe 2

Treue heißt nicht Stillstand,
nicht immer gleich zu sein.
Wer wächst, muss manchmal aufbrechen
und lässt Vergangnes heim.

Ich will mich nicht verketten
an mein gestriges Gesicht.
Wenn Wahrheit weiterzieht,
dann bleib ich dort nicht.

Refrain

Ich bin konsequent zur Wahrheit,
nicht zu meinem alten Bild.
Was gestern noch mein Weg war,
ist heut vielleicht zu wild.

Ich bin konsequent zur Wahrheit,
Augenblick für Augenblick.
Wer ehrlich weitergehen will,
kehrt nicht zur Maske zurück.

Bridge

Nicht jeder Wandel ist Verrat,
nicht jede Änderung Flucht.
Manchmal ist der neue Schritt
das, was die Seele sucht.

Refrain

Ich bin konsequent zur Wahrheit,
nicht zu meinem alten Bild.
Was gestern noch mein Weg war,
ist heut vielleicht zu wild.

Ich bin konsequent zur Wahrheit,
Augenblick für Augenblick.
Wer ehrlich weitergehen will,
kehrt nicht zur Maske zurück.

Outro

Ich ehre, was ich gestern war,
doch ich bete es nicht an.
Die Wahrheit lebt im Heute,
und heute fängt sie an.

22

Gandhi weitergedacht · Lied 22 von 26

Der Mensch und seine Tat

Strophe 1

Ich kann das Unrecht nennen,
ich kann dagegen stehn.
Ich muss nicht alles dulden,
was Menschen sich versehn.

Doch wenn ich dich vernichte
mit meinem harten Blick,
schlägt jeder Hass, den ich dir schicke,
in meine Brust zurück.

Strophe 2

Du bist nicht deine Tat nur,
nicht dein dunkelster Moment.
Auch in dem, der schuldig wurde,
glimmt ein göttlich fremdes Brenn’n.

Ich greife das System an,
die Lüge und den Zwang.
Doch nicht den Menschen selber,
denn dort fängt Heilung an.

Refrain

Ich hasse nicht den Menschen,
ich widersteh der Tat.
Ich lösche nicht das Antlitz aus,
auch wenn es Schuld verrat.

Ich hasse nicht den Menschen,
denn Hass vergiftet mich.
Wer einen Menschen ganz verachtet,
verachtet auch das Licht.

Bridge

Gerechtigkeit braucht Klarheit,
doch sie braucht kein Gift.
Ein Herz, das Wahrheit sucht,
weiß, wo es nicht mehr trifft.

Refrain

Ich hasse nicht den Menschen,
ich widersteh der Tat.
Ich lösche nicht das Antlitz aus,
auch wenn es Schuld verrat.

Ich hasse nicht den Menschen,
denn Hass vergiftet mich.
Wer einen Menschen ganz verachtet,
verachtet auch das Licht.

Outro

Ich nenne Schuld beim Namen,
doch ich schließe dich nicht aus.
Vielleicht beginnt die neue Welt
genau in diesem Haus.

23

Gandhi weitergedacht · Lied 23 von 26

Duldung

Strophe 1

Ich muss nicht alles lieben,
was du für richtig hältst.
Ich muss nicht alles feiern,
womit du deine Welt bestellst.

Doch Frieden kann nicht wachsen,
wenn jeder Zorn befiehlt.
Wer andere zwingen will,
hat Wahrheit schon verspielt.

Strophe 2

Du darfst vor Bildern beten,
ich darf ganz anders sein.
Du darfst dein Fest entzünden,
ich zieh mich still zurück hinein.

Duldung heißt nicht Zustimmung,
nicht Schwäche, nicht Verzicht.
Sie heißt: Ich lasse dir den Raum,
auch wenn mein Herz widerspricht.

Refrain

Lass mich dich dulden,
ohne mich selbst zu verlieren.
Lass mich klar bleiben,
ohne dich zu dominieren.

Lass mich dich dulden,
das ist der Friedenspfad.
Wer nicht bekehren muss,
hat schon die sanftere Tat.

Bridge

Nicht alles wird eins,
nicht alles klingt gleich.
Doch ein Herz, das nicht zwingt,
macht die Erde reicher und weich.

Refrain

Lass mich dich dulden,
ohne mich selbst zu verlieren.
Lass mich klar bleiben,
ohne dich zu dominieren.

Lass mich dich dulden,
das ist der Friedenspfad.
Wer nicht bekehren muss,
hat schon die sanftere Tat.

Outro

Ich bleibe, was ich bin,
und lasse dich bestehn.
Vielleicht kann nur so Frieden
durch die Türen gehen.

24

Gandhi weitergedacht · Lied 24 von 26

Ein guter Lehrer

Strophe 1

Ich kann dir Bücher geben,
ich kann dir Worte leihn.
Doch was ich selber nicht lebe,
zieht nicht in dein Herz hinein.

Ein Lehrer ist kein Schild nur
mit klugem Satz daran.
Er ist ein stilles Beispiel,
an dem man wachsen kann.

Strophe 2

Will ich dich Wahrheit lehren,
darf Lüge nicht mein Brot sein.
Will ich dich Mut erfahren lassen,
darf Furcht nicht mein Gebot sein.

Du lernst aus meinem Leben
mehr als aus meinem Klang.
Und plötzlich wirst du Lehrer mir
auf meinem eignen Gang.

Refrain

Lehr mich durch dein Leben,
nicht nur durch dein Wort.
Zeig mir, wie man aufrecht bleibt
an einem schweren Ort.

Lehr mich durch dein Leben,
still und sonnenklar.
Ein Mensch, der selber übt,
macht Wahrheit sichtbar wahr.

Bridge

Die Kinder sehen tiefer,
als unser Stolz es glaubt.
Sie lesen unser Herz,
auch wenn der Mund sich schön erlaubt.

Refrain

Lehr mich durch dein Leben,
nicht nur durch dein Wort.
Zeig mir, wie man aufrecht bleibt
an einem schweren Ort.

Lehr mich durch dein Leben,
still und sonnenklar.
Ein Mensch, der selber übt,
macht Wahrheit sichtbar wahr.

Outro

Ich lehre, indem ich werde.
Ich führe, indem ich geh.
Und alles, was ich vormache,
kehrt leise zu mir zurück.

25

Gandhi weitergedacht · Lied 25 von 26

Nach der Katastrophe

Strophe 1

Die Welt hat Feuer gesehen,
das Städte zu Schatten macht.
Ein Blitz aus Menschenhänden
hat den Himmel angeklagt.

Da fragen alle Stimmen:
Ist Frieden nur ein Traum?
Hat eine Bombe stärker recht
als Wahrheit in uns Raum?

Strophe 2

Doch Geist ist nicht aus Eisen,
und Liebe nicht aus Stahl.
Die Macht, die Körper tötet,
bleibt endlich, kalt und schmal.

Was aus der Seele aufsteht,
wächst weiter, unbegrenzt.
Ein Mensch, der sich verwandeln lässt,
ist Licht, das niemand sprengt.

Refrain

Nach der Katastrophe
steht die Frage nackt im Wind:
Werden wir vernichten,
oder werden wir Mensch als Kind?

Nach der Katastrophe
ruft der Geist: Erwache jetzt.
Nur Wahrheit und Gewaltlosigkeit
sind stärker als das Netz.

Bridge

Diese Kraft schläft in allen,
in Frau, Mann und Kind.
Sie wartet auf das Training,
bis wir nicht mehr Sklaven sind.

Refrain

Nach der Katastrophe
steht die Frage nackt im Wind:
Werden wir vernichten,
oder werden wir Mensch als Kind?

Nach der Katastrophe
ruft der Geist: Erwache jetzt.
Nur Wahrheit und Gewaltlosigkeit
sind stärker als das Netz.

Outro

Es gibt kein Weiter wie früher,
wenn die Erde brennt.
Nur wer den Geist jetzt weckt,
entkommt dem Untergang am End.

26

Gandhi weitergedacht · Lied 26 von 26

Niemand tötet die Seele

Strophe 1

Wenn einer meinen Namen nimmt
und meint, er löscht mich aus,
dann sieht er nur den Körper fallen,
nicht das Licht im Haus.

Was durch die Wahrheit atmet,
stirbt nicht durch eine Hand.
Die Seele geht durch Türen,
die kein Messer jemals fand.

Strophe 2

Vergeltung baut kein Morgen,
sie nährt nur alte Nacht.
Wer Rache mit sich weiterträgt,
hat den Mörder groß gemacht.

Legt eure Feuer nieder,
lasst Hass nicht Sieger sein.
Wo einer fällt für Liebe,
darf nicht neuer Hass gedeihn.

Refrain

Niemand tötet die Seele,
niemand löscht das Licht.
Was in Wahrheit heimisch wurde,
fällt in den Schatten nicht.

Niemand tötet die Seele,
darum räche mich nicht.
Verbann die Rache aus dem Herzen,
und bewahre mein Gesicht.

Bridge

Nicht Blut soll Antwort geben,
nicht Zorn soll weitergehn.
Die größte Treue heißt:
im Frieden auferstehn.

Refrain

Niemand tötet die Seele,
niemand löscht das Licht.
Was in Wahrheit heimisch wurde,
fällt in den Schatten nicht.

Niemand tötet die Seele,
darum räche mich nicht.
Verbann die Rache aus dem Herzen,
und bewahre mein Gesicht.

Outro

Ich falle nicht ins Ende,
ich gehe nur voraus.
Wo ihr die Rache loslasst,
kommt meine Seele nach Haus.

Teil III abgeschlossen.

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