SMS · Susanne macht SchuleWissen darf lebendig sein.

Lehrkraft

Kein Denkmalunterricht.

Die Einheit funktioniert am besten, wenn Shakespeare zunächst nicht als „großer Klassiker“ angekündigt wird. Der Name darf erst nach dem Kino-Rätsel fallen.

90-Minuten-Ablauf

0–12

Kino-Rätsel

Stofftitel nennen, aber zunächst keinen Autor. Leitfrage: Warum werden sehr alte Geschichten immer wieder neu erzählt?

12–25

Theater

Auflösung Shakespeare. Kurz klären, dass Theatertexte erst in Aufführung lebendig werden. Keine lange Biografie.

25–35

Sprache

„Sein oder nicht sein“ als Beispiel für eine Formulierung, die sich vom Werk gelöst hat. Optional Hamlets Konflikt hören.

35–60

Sonett XVIII: Chanson vs. Rap

Beide Fassungen hören. Nicht nach Genre-Vorliebe abstimmen lassen, bevor die Schüler konkrete Wirkungsbeobachtungen gesammelt haben.

60–72

154 Sonette

Die vollständigen Reihen nur als offene Weiterarbeit zeigen. Wer schneller ist, wählt ein zweites Sonett und vergleicht beide Fassungen.

72–82

Shakespeare × Turner

Zufallsexperiment: Bild oder Text. Schüler suchen eine plausible Verbindung – oder begründen, warum keine trägt.

82–90

Eigenes Urteil

„William, I love you“ zeigt Susannes persönliche Haltung. Wichtig: Die Schüler müssen diese Liebe nicht übernehmen. Schlussurteil frei, aber begründet.

Wichtig zur alten Verfilmungsliste: Die Zahlen im historischen Shakespeare-Rätsel sind ein damaliger Stand der Seite und werden hier bewusst nicht als aktuelle Filmstatistik ausgegeben. Didaktisch wird die Liste als Spur benutzt: Die Stoffe wurden immer wieder verfilmt.

Mögliche Lernziele

Literatur

Die Schüler erkennen Shakespeare als Dramatiker und Sonettdichter und können Wirkung nicht nur über Inhaltsangaben, sondern über Sprache beschreiben.

Medienbildung

Sie vergleichen, wie dasselbe Ausgangsmaterial in Theater, Film und Musik verändert wird.

Ästhetisches Urteil

Sie begründen, warum eine musikalische oder bildnerische Interpretation für sie trägt – oder nicht.

Material