SMS · Susanne macht SchuleWissen darf lebendig sein.

Einstieg · Quellenkritik · Religionsvergleich

Wie viel Religion passt in einen Fragebogen?

Der historische Fragebogen ordnet Antworten einzelnen Religionen zu und berechnet daraus Prozentwerte. Wir verwenden diese Idee nicht als Diagnose, sondern als Material für kritisches Denken.

Die Frage lautet nicht: „Welche Religion bist du?“ Die Frage lautet: „Welche Antwort überzeugt dich – und warum?“

Sechs große Fragen

Wähle spontan. Nach jeder Wahl erscheint die entscheidende Einschränkung.

Deine Auswahl beschreibt eine momentane Zustimmung – keine Religionszugehörigkeit. Prüfe, ob dieselbe Antwort nicht in mehreren Religionen und Weltanschauungen vorkommen kann.
Deine Auswahl beschreibt eine momentane Zustimmung – keine Religionszugehörigkeit. Prüfe, ob dieselbe Antwort nicht in mehreren Religionen und Weltanschauungen vorkommen kann.
Deine Auswahl beschreibt eine momentane Zustimmung – keine Religionszugehörigkeit. Prüfe, ob dieselbe Antwort nicht in mehreren Religionen und Weltanschauungen vorkommen kann.
Deine Auswahl beschreibt eine momentane Zustimmung – keine Religionszugehörigkeit. Prüfe, ob dieselbe Antwort nicht in mehreren Religionen und Weltanschauungen vorkommen kann.
Deine Auswahl beschreibt eine momentane Zustimmung – keine Religionszugehörigkeit. Prüfe, ob dieselbe Antwort nicht in mehreren Religionen und Weltanschauungen vorkommen kann.
Deine Auswahl beschreibt eine momentane Zustimmung – keine Religionszugehörigkeit. Prüfe, ob dieselbe Antwort nicht in mehreren Religionen und Weltanschauungen vorkommen kann.

Dein Antwortbild

Was zieht sich durch deine Entscheidungen?

Die Auswertung nennt keine Religion und vergibt keine Punkte. Sie fasst nur zusammen, welche Denkbewegungen in deinen sechs Antworten besonders oft vorkommen.

Noch keine Auswertung.
Beantworte alle sechs Fragen und klicke anschließend auf „Meine Antworten auswerten“.
Und was wäre die „Lösung“ des alten Fragebogens?

Der historische Fragebogen ordnete jede einzelne Aussage einer bestimmten Religion zu und addierte daraus Prozentwerte. Unsere sechs Fragen sind bewusst überarbeitet und enthalten auch offene, humanistische und religionsübergreifende Antworten. Deshalb wäre eine Zuordnung wie „27 % Judentum“ hier unehrlich.

Die didaktische Lösung lautet: Antworten lassen sich vergleichen – Menschen und Religionen aber nicht zuverlässig aus sechs Klicks berechnen.

Was der alte Fragebogen kann

Er macht Unterschiede sichtbar

Er stellt Antworten zu Weltentstehung, Gottesbild, Lebenssinn, Handeln und Tod nebeneinander.

Er öffnet ein Gespräch

Antworten können verglichen, begründet, bestritten und auf Gemeinsamkeiten untersucht werden.

Was er nicht kann

Menschen berechnen

Ein Ergebnis wie „27 Prozent Judentum“ ist keine belastbare religiöse Identität.

Vielfalt abbilden

Innerhalb jeder Religion existieren Strömungen, Reformen, regionale Unterschiede und persönliche Auslegungen.

Praxis und Macht erklären

Lehrsätze sagen noch nicht, wie Institutionen handeln oder wie Gläubige ihren Glauben tatsächlich leben.

Arbeitsauftrag

  1. Wählt zwei Antworten, die verschiedenen Religionen zugeordnet werden könnten.
  2. Sucht Gründe, warum eine einzelne Antwort nie für Millionen Menschen sprechen kann.
  3. Formuliert eine bessere Vergleichsfrage, die Vielfalt innerhalb einer Religion zulässt.
  4. Unterscheidet: religiöse Lehre, persönliche Überzeugung, Institution und gelebte Praxis.

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