Vasari + Zuccari – Jüngstes Gericht in der Domkuppel von Florenz, 1572–1579
Monumental, theologisch und räumlich überwältigend: ein echtes Kuppelfresko mit gewaltigem Bildprogramm.
Florenz, Santa Maria del Fiore
Kuppelfresko
riesige Domkuppel
Bild und Bauwerk verschmelzen zu einem Gesamtraum
Was ist hier zu sehen?
Die Kuppel des Florentiner Doms bietet eine enorme Bildfläche. Vasari und später Zuccari gliedern sie in Zonen, die das Jüngste Gericht, Engel, Heilige, Verdammte und Gerettete zeigen.
Hier lässt sich wunderbar beobachten, wie Malerei auf eine reale Gewölbestruktur reagiert. Die Kuppelflächen lenken den Aufbau des Bildes. Das Fresko ist daher nicht einfach „auf“ die Decke gesetzt, sondern eng mit der Architektur verwoben.
Darauf solltest du achten
ZonenordnungMonumentalitätArchitektur als Bildträgertheologisches Programm
Fragen für die Betrachtung
- Wie werden die Bildzonen in der Kuppel geordnet?
- Warum eignet sich ein Gewölbe für ein monumentales Weltgericht?
- Welche Wirkung hat das riesige Format auf die Betrachter?
Mini-Aufgabe
Beschreibe in 5–7 Sätzen, wie dieses Fresko den Eindruck von Höhe, Bewegung und Öffnung erzeugt. Nutze dabei mindestens zwei der Begriffe Kuppel, Gewölbe, Illusion, Perspektive, Licht und Raumwirkung.