Kunst · Wahrnehmung · Architektur

Correggio – Mariä Himmelfahrt, 1526–1530

Ein Wirbel aus Licht, Wolken und aufsteigenden Gestalten – die Kuppel scheint sich zum Himmel zu öffnen.

Ort

Parma, Dom

Technik

Kuppelfresko

Architektur

echte Kuppel

Merksatz

Der Himmel beginnt mitten im Kirchenraum

Was ist hier zu sehen?

Dieses Fresko gehört zu den eindrucksvollsten Kuppelbildern der Renaissance. Die Kreisform wird nicht versteckt, sondern gesteigert: Alles scheint in eine leuchtende Mitte gezogen zu werden.

Dadurch entsteht eine besonders starke Illusion von Weite und Höhe. Obwohl das Fresko natürlich an eine architektonische Kuppel gebunden ist, wirkt es fast grenzenlos. Der Betrachter erlebt eine Art Sog nach oben.

Vergleichsimpuls: Die Architektur ist hier nicht nur Träger der Malerei, sondern ihr Partner: Ohne die Kuppel wäre diese Himmelfahrtsvision viel weniger überzeugend.

Darauf solltest du achten

SpiraleLicht und WolkenAuflösung der Architekturgrenzenhimmlische Bewegung

Fragen für die Betrachtung

  • Wie erzeugt Correggio das Gefühl eines nach oben offenen Himmels?
  • Welche Wirkung hat die starke Spiralbewegung?
  • Was unterscheidet dieses Fresko von Mantegnas ruhigerem Oculus?

Mini-Aufgabe

Beschreibe in 5–7 Sätzen, wie dieses Fresko den Eindruck von Höhe, Bewegung und Öffnung erzeugt. Nutze dabei mindestens zwei der Begriffe Kuppel, Gewölbe, Illusion, Perspektive, Licht und Raumwirkung.