Kunst · Wahrnehmung · Architektur

Correggio – Himmelfahrt des Johannes, 1520–1524

Hier arbeitet die Malerei mit einer echten Kuppel. Licht, Wolken und kreisende Figuren ziehen den Blick nach oben.

Ort

Parma, San Giovanni Evangelista

Technik

Fresko in einer Kuppel

Architektur

echte Gewölbe-/Kuppelform

Merksatz

Die Architektur verstärkt die Aufwärtsbewegung

Was ist hier zu sehen?

Correggio nutzt die Kuppel so, dass der Raum fast in Bewegung gerät. Apostel, Wolken und himmlisches Licht bilden eine spiralförmige Dynamik. Der Blick des Betrachters steigt förmlich mit nach oben.

Im Unterschied zu Mantegna ist hier also nicht nur eine Decke bemalt, sondern ein realer, nach oben gewölbter Raum. Die Wölbung hilft der Darstellung: Himmelfahrt, Höhe und göttliches Licht wirken sofort plausibel.

Vergleichsimpuls: Hier lohnt sich der Vergleich mit Correggios Mariä Himmelfahrt: Beide Fresken arbeiten mit Wirbel, Licht und Aufwärtsdrang, aber die Figurenordnung ist unterschiedlich dicht und dramatisch.

Darauf solltest du achten

KreisbewegungHimmelsöffnungLichtzentrumechte Kuppel

Fragen für die Betrachtung

  • Welche Rolle spielt das Licht im Zentrum?
  • Wie führen die Figurenbewegungen deinen Blick?
  • Warum passt eine Kuppel besonders gut zu religiösen Aufstiegsszenen?

Mini-Aufgabe

Beschreibe in 5–7 Sätzen, wie dieses Fresko den Eindruck von Höhe, Bewegung und Öffnung erzeugt. Nutze dabei mindestens zwei der Begriffe Kuppel, Gewölbe, Illusion, Perspektive, Licht und Raumwirkung.