Altes Testament · AT 25
Klagelieder
Schmerz in fünf Akkorden
Mystische musikalische Verdichtung von Susanne Albers. Keine vollständige Wiedergabe und kein theologischer Kommentar, sondern eine persönliche Lesart zum Hören, Lesen und Vergleichen.
Musikalische Verdichtung
Die vollständigen Lyrics werden im Video eingeblendet.
Susanne liest
Dieselbe mystische Verdichtung, schlicht vorgelesen von Susanne Albers.
Die mystische Verdichtung
[Intro – wie ein Atemzug nach dem Zusammenbruch:]
Klagelieder…
Du bist kein Buch,
du bist ein Weinen.
Nicht laut –
sondern durchdringend.
Jerusalem liegt in Trümmern,
doch aus den Trümmern
steigt ein Gebet:
„Herr, schau her –
ich bin gefallen.“
[Strophe 1:]
Du klagst nicht gegen Gott –
du klagst vor ihm.
Und genau darin
liegt deine Größe.
Dein Schmerz ist echt.
Dein Glaube ist echt.
Du sagst:
„Die Gnade des Herrn ist’s,
dass wir nicht gar aus sind.“
[Refrain:]
Wenn Sprache weint,
beginnt der Glaube zu atmen.
Gott braucht kein Heldentum –
er hört das gebrochene Herz.
Und mitten im Elend:
Sein Erbarmen hat kein Ende.
[Strophe 2:]
Du fragst:
Warum?
Wo warst du, Gott?
Und Gott antwortet nicht –
aber er bleibt.
Nicht mit Erklärung,
sondern mit Nähe.
Und das reicht.
[Refrain:]
Wenn Sprache weint,
beginnt der Glaube zu atmen.
Gott braucht kein Heldentum –
er hört das gebrochene Herz.
Und mitten im Elend:
Sein Erbarmen hat kein Ende.
[Bridge:]
Du gibst den Leidenden
eine Stimme –
nicht zum Schweigen,
sondern zum Durchhalten.
Zum Hoffen
ohne Illusion.
[Refrain – fast wie ein Wiegenlied:]
Neu ist seine Gnade –
jeden Morgen neu.
[Outro – Frage an den Hörer:]
Willst du glauben,
wenn alles zerbricht?
Willst du klagen –
und trotzdem hoffen?
4 · Mit dem Bibeltext vergleichen
Der zugehörige Bibeltext liegt auf susannealbers.de und öffnet sich in einem neuen Tab.
Arbeitsimpuls
Vergleicht Bibeltext, gelesene Verdichtung und musikalische Fassung: Was bleibt nah am biblischen Text? Wo beginnt Deutung? Was wird hervorgehoben, ausgelassen oder neu miteinander verbunden?