SMS · Susanne macht SchuleWissen darf lebendig sein.
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Arno Gruen weitergedacht · Folge 13

Übersehen der ökologischen Dimension

Ein politischer Gedanke über Menschenbild, Macht und die Frage, was Systeme mit Menschen machen.

Einordnung: Der folgende Text ist keine historische Rede Arno Gruens und kein wörtliches Zitat. Susanne Albers führt seine Gedanken künstlerisch und politisch weiter.

„Ihre Politik vernachlässigt die Verbindung zwischen psychischer Gesundheit und Umwelt. Kinder sollten ein Bewusstsein für ökologische Nachhaltigkeit entwickeln, um die Zukunft unserer Welt zu schützen.“

„Was nützt Bildung – wenn die Welt, in der sie wirkt, zerfällt?“ Ihr redet von Zukunft – aber denkt nur an Abschlüsse. Ihr fordert Leistung – aber lasst den Planeten verdursten. Ihr lehrt den Dreisatz – aber nicht das Mitgefühl für Bäume. Ihr drillt Fakten – aber vergesst das Staunen. Ein Kind, das nie barfuß durch Erde ging, lernt den Wert von Wachstum nur in Tabellen. Ein Kind, das nie einen Bach berührt hat, wird Wasser nie als Leben begreifen. Und trotzdem: Kein Stundenplan für Natur. Kein Lehrfach für Demut. Kein Platz für die Frage: „Wie lebt man so, dass auch andere leben können?“ Sag, Staatschef: Wollt ihr wirklich gebildete Kinder – oder nur anpassungsfähige Konsumenten? Wann beginnt Bildung, die nicht nur für den Markt taugt – sondern für das Leben auf diesem Planeten?

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Drei politische Arbeitsfragen

1. Menschenbild

Welches Bild vom Menschen kritisiert dieser Text? Welche Bedürfnisse oder Fähigkeiten werden übersehen?

2. Politische Zuständigkeit

Welche Gesetze, Institutionen oder gesellschaftlichen Erwartungen wären von dieser Kritik konkret betroffen?

3. Gegenprüfung

Wo überzeugt die Zuspitzung? Wo ist sie zu pauschal? Formuliere eine begründete Gegenposition und eine mögliche Veränderung.