„Warum redet ihr über sie – aber nie mit ihnen?“
Ihr plant ihren Tag,
ihr bestimmt, was wichtig ist,
ihr entscheidet,
wer sie sein sollen.
Und sie?
Hören zu.
Folgen.
Funktionieren.
Aber ein Kind ist kein Gefäß,
das ihr füllt.
Es ist ein Mensch,
der schon da ist –
mit Gedanken,
mit Gefühlen,
mit einem eigenen Blick auf die Welt.
Doch ihr fragt nicht.
Ihr erklärt.
Ihr verordnet.
Ihr wisst besser – immer.
Sag, Staatschef:
Was würde passieren,
wenn ihr zuhört –
statt nur zu lenken?
Wenn ein Kind mitentscheiden darf –
über seinen Weg,
seine Zeit,
sein Werden?
Wäre das Chaos – oder endlich echte Bildung?
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Arno Gruen weitergedacht · Folge 12
Mangelnde Einbindung von Kindern in Entscheidungsprozesse
Ein politischer Gedanke über Menschenbild, Macht und die Frage, was Systeme mit Menschen machen.
Einordnung: Der folgende Text ist keine historische Rede Arno Gruens und kein wörtliches Zitat. Susanne Albers führt seine Gedanken künstlerisch und politisch weiter.
„Die Kinder werden als passive Empfänger von Erziehung betrachtet, anstatt in den Entscheidungsprozess über ihre eigenen Bildungs- und Lebenswege einbezogen zu werden.“
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Drei politische Arbeitsfragen
1. Menschenbild
Welches Bild vom Menschen kritisiert dieser Text? Welche Bedürfnisse oder Fähigkeiten werden übersehen?
2. Politische Zuständigkeit
Welche Gesetze, Institutionen oder gesellschaftlichen Erwartungen wären von dieser Kritik konkret betroffen?
3. Gegenprüfung
Wo überzeugt die Zuspitzung? Wo ist sie zu pauschal? Formuliere eine begründete Gegenposition und eine mögliche Veränderung.