SMS · Susanne macht SchuleWissen darf lebendig sein.
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Arno Gruen weitergedacht · Folge 11

Geringe Wertschätzung von kreativem Denken

Ein politischer Gedanke über Menschenbild, Macht und die Frage, was Systeme mit Menschen machen.

Einordnung: Der folgende Text ist keine historische Rede Arno Gruens und kein wörtliches Zitat. Susanne Albers führt seine Gedanken künstlerisch und politisch weiter.

„Die Betonung von standardisierten Tests und starren Lehrplänen entwertet kreatives Denken und innovative Ansätze, die entscheidend für eine nachhaltige Entwicklung sind.“

„Was habt ihr gegen das Wilde im Kopf?“ Sie malen Drachen an den Rand des Heftes – und ihr sagt: „Bleib bei der Aufgabe.“ Sie stellen Fragen, die nicht ins Konzept passen – und ihr nennt das: „Unkonzentriert.“ Aber genau da beginnt das Denken. Da beginnt das Leben. Kreativität ist kein Fach. Sie ist eine Form von Freiheit. Sie ist Widerstand gegen das Starre. Ein Spiel mit der Welt. Ein Entwurf, der anders ist als die Norm. Und was macht ihr? Ihr belohnt das Reproduzieren – nicht das Erfinden. Ihr lobt das Funktionieren – nicht das Aufbrechen. Sag, Staatschef: Warum ist euch ein Kind lieber, das alles richtig macht – als eines, das etwas Neues wagt? Ist euch die Ordnung so viel wert, dass ihr dafür das Leuchten in ihren Köpfen löscht?

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Drei politische Arbeitsfragen

1. Menschenbild

Welches Bild vom Menschen kritisiert dieser Text? Welche Bedürfnisse oder Fähigkeiten werden übersehen?

2. Politische Zuständigkeit

Welche Gesetze, Institutionen oder gesellschaftlichen Erwartungen wären von dieser Kritik konkret betroffen?

3. Gegenprüfung

Wo überzeugt die Zuspitzung? Wo ist sie zu pauschal? Formuliere eine begründete Gegenposition und eine mögliche Veränderung.