Ein Raum zwischen Politik, Glaube und Bildmacht
Die Sala di Costantino wurde für feierliche Empfänge und offizielle Zeremonien genutzt. Ihr Bildprogramm kreist um Kaiser Konstantin, dessen Name bis heute den Raum bestimmt. Erzählt wird nicht einfach eine historische Biografie, sondern ein politisch aufgeladener Übergang: der Sieg des Christentums über das Heidentum, die Legitimation christlicher Herrschaft und die neue Rolle des Papsttums.
Raffael entwarf das Programm, starb jedoch 1520, bevor der Raum ausgeführt war. Die großen Wandbilder wurden deshalb von Schülern und Werkstattmitarbeitern vollendet. Gerade dadurch ist die Sala di Costantino auch ein Schlüsselraum für den Übergang von Raffaels eigener Handschrift zu der Kunst seiner Nachfolger.
Besonders markant ist außerdem die heutige Decke. Sie gehört nicht mehr zur ursprünglichen Ausstattung unter Leo X., sondern wurde erst später unter Gregor XIII. als Gewölbe angelegt und von Tommaso Laureti ausgemalt. So treffen in diesem Raum zwei Zeitschichten aufeinander: Raffaels letztes großes Projekt und eine spätere päpstliche Umgestaltung.
Die Hauptthemen des Raumes
Die Wände des Raumes entdecken
Klicke in der Animation auf ein Wandbild. Darunter stehen zusätzlich direkte Links bereit, damit alle Bereiche auch auf kleinen Bildschirmen zuverlässig erreichbar sind.
Die Sala innerhalb der vier Raffael-Räume