Sieg und Umbruch
Die Schlacht an der Milvischen Brücke gehört zu den berühmtesten Episoden der Konstantinslegende. Maxentius wird in der Darstellung in den Tiber gedrängt, während Konstantin als siegreicher Herrscher erscheint.
Das Fresko verbindet dramatische Bewegung mit topografischer Verankerung. Der Schauplatz ist nördlich von Rom angesiedelt; die Landschaft soll den historischen Ort nicht nur erinnern, sondern zugleich für die Gegenwart des Papsttums aktualisieren.
Im Gesamtzusammenhang des Raumes bedeutet dieser Sieg mehr als einen militärischen Erfolg. Er wird als Triumph des Christentums über die heidnische Welt gedeutet und macht die politische Botschaft der Sala di Costantino besonders deutlich.