Legende und Herrschaftsanspruch
Die sogenannte Schenkung Roms zeigt Konstantin vor Papst Silvester. Überreicht wird die Stadt Rom in symbolischer Form – eine Szene, die später als Legende erkannt wurde, im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit jedoch enorme politische Wirkung entfaltete.
Gerade deshalb ist dieses Fresko für das Bildprogramm zentral. Es stützt die Vorstellung, dass der Papst nicht nur geistliche, sondern auch weltliche Autorität beanspruchen könne. Der Raum übersetzt diesen Anspruch in eine monumentale Bildsprache.
Auch architektonisch ist das Fresko bemerkenswert: Der Innenraum erinnert an Alt-St. Peter und bindet damit Geschichte, Legende und römische Sakraltopografie in einer einzigen Szene zusammen.