Vom Hirtenhaus zum Palast
Isai – David – Salomo
Vom Hirtenhaus zum Palast
Aus einem Haus in Bethlehem wächst eine Königsdynastie. Doch mit der Macht wachsen auch Schuld, Gewalt, Trauer und die Last, die andere für königlichen Glanz bezahlen müssen.
Kapelle
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Südwand
Isai – David – Salomo folgt auf Salmon – Boas – Obed. Diese erhaltene Lünette an der Südwand besitzt ebenfalls eine erhaltene Stichkappe.
Großen Kapellenplan öffnenDie Familie
Vom Haus in Bethlehem zur Dynastie
Isai übersieht zunächst den jüngsten Sohn. David wird Hirte, Musiker, Kämpfer und König – und missbraucht später seine Macht gegenüber Batseba und Urija.
Salomo bittet um ein hörendes Herz, baut den Tempel und schafft großen Glanz. Doch seine Herrschaft belastet das Volk schwer.
Vollständige Familiengeschichte lesenMichelangelos Bild
Keine Krone, kein Thron, kein Tempel
Michelangelo zeigt keine königlichen Zeichen. In der Stichkappe sitzt eine rätselhafte Frau frontal da; hinter ihr erscheinen ein Mann und ein Kind nur flüchtig im Dunkel.
Ausführliche Bildbetrachtung öffnenEin Mensch ist mehr als sein Ruhm. Eine Familie trägt auch das, was kein Denkmal zeigt.
Musik
Isai – David – Salomo – Vom Hirtenhaus zum Palast
Musik von Susanne
Das Lied zu dieser Station
Die Familiengeschichte und Michelangelos stilles Bild werden hier zu Musik.
MP3 direkt öffnenLyrics anzeigen
Isai – David – Salomo
[Intro – gesprochen]
Isai zeigte Samuel seine Söhne.
Nur David fehlte.
Der Jüngste war draußen
bei den Schafen.
[Strophe 1]
Aus Bethlehem kam ein Hirtenjunge,
mit Musik in seiner Hand.
Er wurde König über Israel
und machte Jerusalem zum Mittelpunkt des Lands.
Doch David nahm, was ihm nicht gehörte,
und Urija bezahlte mit dem Tod.
Ein großer König kann schuldig werden.
Eine Krone schützt das Herz nicht vor Not.
[Refrain]
Vom Hirtenhaus zum Palast —
doch Macht macht keinen Menschen heil.
David gewann ein Königreich
und verlor den Frieden in seinem Haus.
Salomo erbte Krone und Auftrag,
Weisheit, Tempel, Glanz.
Doch jede Größe hat einen Preis,
den oft ein anderer zahlen muss.
[Strophe 2]
Batseba verlor zuerst ein Kind,
dann kämpfte sie für Salomos Thron.
Er bat um ein hörendes Herz
und baute das Haus, das David nicht bauen konnte.
Doch Reichtum wurde schwere Last,
und Bündnisse zogen ihn fort.
So ging vom Vater auf den Sohn
nicht nur Weisheit, sondern Verantwortung.
[Bridge – gesprochen]
Michelangelo malt keine Krone.
Eine Frau sitzt reglos da.
Hinter ihr
ein Mann und ein Kind im Dunkel.
Ihr Blick geht hinaus —
aber niemand weiß,
was sie sieht.
[Letzter Refrain]
Vom Hirtenhaus zum Palast —
vom übersehenen Sohn zum König.
Isai.
David.
Salomo.
Drei Namen voller Glanz und Bruch.
Denn ein Mensch ist mehr
als sein Ruhm.
Und eine Familie trägt auch das,
was kein Denkmal zeigt.
[Outro – gesprochen]
Der Weg zum Königsthron
begann bei einem Jungen,
den man zunächst
nicht einmal gerufen hatte.