Südwand Station 07 von 16 Lünette und Stichkappe

Das geteilte Erbe

Rehabeam – Abija

Das geteilte Erbe

Rehabeam erbte Salomos Reich und verlor durch Härte den größten Teil davon. Abija erbte den Bruch und führte den Konflikt weiter.

Michelangelos Lünette Rehabeam und Abija in der Sixtinischen Kapelle
Michelangelo, Lünette „Rehabeam – Abija“. Südwand der Sixtinischen Kapelle · mit Stichkappe.
Michelangelos Stichkappe über der Lünette Rehabeam und Abija
Die erhaltene Stichkappe über dieser Lünette zeigt eine stille Familiengruppe im Schatten. Die Personen lassen sich nicht sicher benennen.
Altarwand
Nordwand
Sixtinische
Kapelle
Südwand 07
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Südwand

Rehabeam – Abija folgt auf Isai – David – Salomo. Diese erhaltene Lünette an der Südwand besitzt ebenfalls eine erhaltene Stichkappe.

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Die Familie

Vom vereinten Reich zum Bruch

Familienlinie Boas + Rut → Rehabeam + Maacha → Abija → Asa
Dynastie Rehabeam + Maacha → Abija → Asa
Kern Könige vererben nicht nur Kronen, sondern auch die Folgen ihrer Entscheidungen.

Rehabeam hört nicht auf die Älteren und verschärft die Lasten des Volkes. Zehn Stämme lösen sich daraufhin vom Haus David.

Abija folgt seinem Vater in ein bereits geteiltes Reich. Seine kurze Regierungszeit bleibt vom Konflikt mit dem Norden geprägt.

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Michelangelos Bild

Zukunft auf der einen Seite, Erschöpfung auf der anderen

Michelangelo zeigt keine Krone. Links sitzt eine schwangere Frau, rechts ein zusammengesunkener Mann. Hinter ihm greift ein Kind nach seiner Schulter.

Die nächste Generation ist längst anwesend und trägt bereits mit, was die Erwachsenen entschieden haben.

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Musik

Rehabeam – Abija – Das geteilte Erbe

hörbereit

Musik von Susanne

Das Lied zu dieser Station

Die Familiengeschichte und Michelangelos stilles Bild werden hier zu Musik.

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Lyrics anzeigen

Rehabeam – Abija

[Intro – gesprochen]

Salomo hinterließ ein Reich.

Rehabeam erbte es.

Doch ein Reich kann zerbrechen,
wenn ein König nicht zuhört.

[Strophe 1]

Das Volk bat:
Mach die Lasten leichter.

Die Alten sagten:
Hör ihnen zu.

Doch Rehabeam wählte Härte —
und zehn Stämme gingen fort.

Aus einem Reich
wurden zwei.

Aus Brüdern
wurden Gegner.

Und goldene Schilde
wurden Schilde aus Bronze.

[Refrain]

Rehabeam, Abija —
Vater und Sohn.

Der eine erbte das Reich,
der andere den Bruch.

Macht geht weiter,
doch Wunden gehen mit.

Und Kinder tragen,
was Könige hinterlassen.

[Strophe 2]

Abija war der erwählte Sohn,
in einem Haus voller Kinder.

Er regierte nur drei Jahre
und kämpfte gegen den Norden.

Die Bücher urteilen verschieden:

nicht treu genug —
und doch standhaft im Krieg.

Ein Mensch kann widersprüchlich sein,
auch wenn sein Name
in einer geraden Linie steht.

[Bridge – gesprochen]

Michelangelo malt keine Krone.

Eine Frau trägt ein Kind.

Ein Mann ist zusammengesunken.

Und hinter ihm
greift eine kleine Hand
nach seiner Schulter.

[Letzter Refrain]

Rehabeam, Abija —
Vater und Sohn.

Der eine teilte das Reich,
der andere erbte den Kampf.

Doch Zukunft wächst leise,
jenseits von Thron und Streit.

In einem ungeborenen Kind.

In einer Hand,
die einen Müden aufrichtet.

[Outro – gesprochen]

Könige vererben nicht nur Kronen.

Sie vererben auch
die Folgen ihrer Entscheidungen.