Idee, Blick und Entstehung

Über das Projekt

Diese Homepage möchte Michelangelos Familien vor Christus nicht nur dokumentieren, sondern als zusammenhängenden Bild- und Lebensraum sichtbar machen: im Rundgang, im Stammbaum, in den verlorenen Lünetten und in den einzelnen Familiengeschichten.

Warum diese Seite?

Die Familien am Rand der großen Bilder sind keine Randfiguren

Wer an die Decke der Sixtinischen Kapelle denkt, denkt meist an die großen Schöpfungsbilder, an Propheten, Sibyllen oder an Michelangelos monumentale Gestalten.

Die Familien vor Christus sitzen dagegen an den Rändern des Raumes: über den Fenstern, in Lünetten und Stichkappen, oft still, häuslich, rätselhaft und von vielen Besuchern leicht zu übersehen.

Gerade darin liegt ihre besondere Kraft. Sie zeigen keine Heldenreihe, sondern Menschen in Beziehungen, in Nähe, Müdigkeit, Erwartung, Sorge, Weitergabe und Geschichte.

Persönlicher Zugang

Ich hänge wirklich an diesem Thema

Diese Seite ist nicht nur aus kunsthistorischem Interesse entstanden. Sie ist auch aus einer persönlichen Beziehung zu diesen Bildern gewachsen: aus Staunen, Wiedererkennen und dem Wunsch, das Übersehene sichtbar zu machen.

Susanne Albers unter der Sixtinischen Kapelle
Susanne Albers unter der Sixtinischen Kapelle.
Erstes Bild des Michelangelo-Mobiles
Das Mobile als persönlicher Bezug zum Projekt.
Zweites Bild des Michelangelo-Mobiles
Ein zweites Bild des Mobiles.

Mich interessieren an Michelangelos Vorfahren Christi nicht zuerst die Namen als bloße Genealogie, sondern die Menschen, die Beziehungen und die Stimmungen, die in diesen Bildern spürbar werden.

Diese Figuren sitzen nicht wie feierliche Monumente vor uns. Sie ruhen, warten, tragen Kinder, wenden sich voneinander ab, sind miteinander beschäftigt oder ganz in sich versunken. Dadurch werden die Lünetten für mich zu Bildern gelebter Familiengeschichte.

Das Mobile, die Fotos und diese ganze Homepage zeigen deshalb auch, dass dieses Thema für mich nicht äußerlich ist. Es hängt nicht nur an der Wand oder im Browser. Es hängt tatsächlich an meinem Leben, an meiner Wahrnehmung und an meiner Freude, solche Zusammenhänge sichtbar zu machen.

Wie die Seite aufgebaut ist

Raum, Stammbaum, Bilder und Texte gehören zusammen

Die Homepage verbindet mehrere Zugänge, damit die Familien nicht nur einzeln, sondern als Ganzes verstanden werden können.

01

Der Rundgang

Die Panoramen der Nordwand und Südwand machen sichtbar, wo die Lünetten im Raum der Kapelle sitzen und wie sie sich architektonisch aufeinander beziehen.

02

Der Stammbaum

Der Stammbaum führt die Namen von Abraham bis Josef in ruhiger Folge zusammen und zeigt die genealogische Linie hinter den Bildern.

03

Die Familienseiten

Jede erhaltene Lünette bekommt ihre eigene Seite mit Bild, Namen, Einordnung und Verbindung zum größeren Zusammenhang.

04

Die verlorenen Lünetten

Die zerstörten Lünetten der Altarwand werden nicht übergangen, sondern durch historische Stiche und ausführliche Texte wieder in den Zyklus zurückgeholt.

Der Gedanke hinter allem

Zwischen gesicherter Angabe und poetischer Deutung

Diese Homepage unterscheidet bewusst zwischen dem, was historisch und textlich gesichert ist, und dem, was als behutsame Bildlesung oder poetische Deutung gedacht wird.

Denn Michelangelos Familienbilder sprechen nicht nur durch Namen, sondern auch durch Gesten, Nähe, Haltung, Raum und Schweigen. Wer sie betrachtet, sieht nicht bloß einen Stammbaum, sondern menschliche Wirklichkeit.

Diese Seite will zeigen, dass Geschichte nicht nur aus großen Taten besteht, sondern auch aus Familien, Übergängen, stillen Generationen und Menschen am Rand des großen Bildes.

Weiter durch das Projekt

Von hier aus zurück in den Raum

Wer diese Seite gelesen hat, kann den Rundgang, den Stammbaum oder die verlorenen Lünetten nun vielleicht mit einem noch persönlicheren Blick sehen.