Eine Familie, die Fremde aufnahm
Salmon – Boas – Obed
Eine Familie, die Fremde aufnahm
Auf der Tafel stehen drei Männernamen. Doch hinter ihnen stehen ebenso Rahab, Rut und Noomi – drei Frauen, ohne die kein Weg zu David geführt hätte.
Kapelle
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Südwand
Salmon – Boas – Obed folgt auf Nahschon. Diese erhaltene Lünette an der Südwand besitzt zusätzlich eine erhaltene Stichkappe.
Großen Kapellenplan öffnenDie Familie
Von Jericho und Moab bis Bethlehem
Rahab stammt aus Jericho, Rut aus Moab. Beide werden Teil der direkten Linie zu David. Boas gibt Rut Schutz und Recht, und Obed verbindet Verlust mit neuer Zukunft.
Der Weg zum Königtum beginnt nicht im Palast. Er beginnt mit Fremdheit, Witwenschaft, Arbeit, Aufnahme und einem Kind in Bethlehem.
Vollständige Familiengeschichte lesenMichelangelos Bild
Keine Königsgeschichte – noch nicht
Links hält eine müde Mutter ein schlafendes Kind. Rechts sitzt ein alter Mann mit Stock. In der Stichkappe darüber steht ein größeres Kind bereits auf eigenen Beinen und hält sich dennoch fest.
Ausführliche Bildbetrachtung öffnenEine Generation wird alt. Eine neue schläft bereits. Darüber beginnt ein Kind, selbst zu stehen.
Musik
Salmon – Boas – Obed – Eine Familie, die Fremde aufnahm
Musik von Susanne
Das Lied zu dieser Station
Die Familiengeschichte und Michelangelos stilles Bild werden hier zu Musik.
MP3 direkt öffnenLyrics anzeigen
Salmon – Boas – Obed
[Intro – gesprochen]
Drei Namen auf der Tafel:
Salmon.
Boas.
Obed.
Doch hinter ihnen stehen auch:
Rahab.
Rut.
Und Noomi.
[Strophe 1]
Rahab kam aus Jericho,
fremd und doch ins Haus genommen.
Aus ihrer Linie wuchs Boas,
und die Zukunft hatte begonnen.
Rut kam mittellos aus Moab,
blieb bei Noomi, sammelte Brot.
Boas gab ihr Schutz und Würde,
wo Armut sie zu Boden zog.
[Refrain]
Eine Familie lebt nicht weiter,
weil sie alle Türen schließt.
Sie lebt weiter,
wenn ein Fremder
nicht mehr fremd bleiben muss.
Rahab, Rut und Noomi —
drei Frauen tragen Zeit.
Und aus einem Kind in Bethlehem
führt der Weg bis zu David weit.
[Strophe 2]
Boas sprach am Tor vor Zeugen,
handelte offen und nach Recht.
Rut gebar den kleinen Obed,
und Noomis Hoffnung wurde echt.
Sohn von Rut und Sohn von Boas,
Trost nach Hunger, Tod und Leid.
Vater Isais, Großvater Davids —
ein Kind verband die Zeit.
[Bridge – gesprochen]
Michelangelo malt
keinen König.
Eine müde Mutter
mit einem schlafenden Kind.
Einen alten Mann mit Stock.
Und darüber
ein Kind,
das sich noch festhält.
[Letzter Refrain]
Eine Familie lebt nicht weiter,
weil sie unverändert blieb.
Sie lebt weiter,
weil ein Mensch
einen anderen aufnahm und liebte.
Rahab, Rut und Noomi —
Fremdheit wurde Zugehörigkeit.
Und aus einem Kind in Bethlehem
ging der Weg zu David weit.
[Outro – gesprochen]
Die Königsgeschichte begann
nicht bei einem König.
Sie begann mit Brot.
Mit einem Feld.
Mit Aufnahme.
Und mit einem Kind
in den Armen seiner Mutter.