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Der Adventskalender |
Liebe Besucher, ich wünsche Euch und Euren Familien eine besinnliche Adventszeit und frohe und gesegnete Weihnachtstage. |
Liebe Cornelia,
hier sind alle folgenden Türchen:
Falls Du Fragen hast, Tel. 0152 - 51311487
Liebe Grüße, Susanne
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1. Türchen:
Heute fangen wir mal etwas anders an.
Heute am 1. Dezember ist Weltaidstag. Ich denke, das sollten wir bei aller weihnachtlichen Vorfreude nicht vergessen.
Neil Young singt den Titelsong von Philadelphia:
http://www.youtube.com/watch?v=ijcrv37zU9E
Sometimes I think that I know
What love's all about
And when I see the light
I know I'll be all right.
I've got my friends in the world,
I had my friends
When we were boys and girls
And the secrets came unfurled.
City of brotherly love
Place I call home
Don't turn your back on me
I don't want to be alone
Love lasts forever.
Someone is talking to me,
Calling my name
Tell me I'm not to blame
I won't be ashamed of love.
Philadelphia,
City of brotherly love.
Brotherly love.
Sometimes I think that I know
What love's all about
And when I see the light
I know I'll be all right.
Philadelphia
Wichtige Fakten zum Thema Aids
AIDS tötet immer mehr Kinder: Rund vier Millionen Kinder unter 15 Jahren sind bereits an den Folgen von AIDS gestorben. Allein in den Jahren 2003 und 2004 starben mehr als eine Million Kinder an den Folgen der Immunschwäche. Die Hälfte aller HIV-infizierten Säuglinge stirbt vor dem zweiten Geburtstag.
Seit 1981 haben sich weltweit mehr als zwölf Millionen junge Menschen unter 24 Jahren mit dem HI-Virus angesteckt, darunter 2,2 Millionen Kinder unter 15 Jahren. Allein 2004 infizierten sich 640.000 Kinder unter 15 Jahren mit HIV.
Zwischen 2001 und 2004 wuchs die Zahl der Kinder, die einen oder beide Elternteile durch die Krankheit verloren haben, von 11,5 auf 15 Millionen. Die meisten dieser Waisen – mehr als 12 Millionen - leben in Afrika. Dort wird die Zahl der AIDS-Waisen bis 2010 voraussichtlich auf über 18 Millionen ansteigen.
Mehr als 23 Millionen Menschen sind seit 1981 an den Folgen von AIDS gestorben - das entspricht der Bevölkerungszahl ganz Skandinaviens. Weltweit sind 40 Millionen Menschen infiziert, die Hälfte davon sind Mädchen und Frauen.
6,5 Millionen AIDS-kranke Menschen brauchen Viren hemmende Medikamente, doch nur eine Million werden versorgt. Von den 660.000 AIDS-kranken Kindern bekommen nur 20.000 antiretrovirale Medikamente.
Mädchen sind besonders bedroht - auch weil sich viele aus Not prostituieren müssen oder Opfer - Gewalt werden. Schon jetzt sind im südlichen Afrika drei Viertel der neu infizierten jungen Leute unter 24 Jahren Mädchen.
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2. Türchen:
ein gedicht von clemens von brentano, ein puzzle und ein rezept:
Gedicht:
Wiegenlied
Hier unterm Turme
hier wehet kein Wind,
hier betet die Mutter
und wieget ihr Kind,
und hat von der Wiege
zur Krippe ein Band
von Glaube und Hoffnung
und Liebe gespannt.
Weit über die Meere
die Sehnsucht sie spinnt,
dort sitzet Maria
und wieget ihr Kind,
die Engel, die Hirten,
drei König und Stern
und Öchslein und Eslein
erkennen den Herrn.
Wohl über dem Monde
und Wolken und Wind
mit Zepter und Krone
steht Jungfrau und Kind.
Hier unten wards Kindlein
am Kreuz ausgespannt,
dort oben wiegts Himmel
und Erd auf der Hand.
Komm mit, lass uns fliegen
zu Maria geschwind,
kommt mit! und lern biegen
dein Knie vor dem Kind,
komm mit! schnür dein Bündlein,
schon führet die Hand
Maria dem Kindlein,
es segnet das Land.
Clemens von Brentano (1778 - 1842)
Puzzle:
http://www.xyz.de/weih/puzzle/puzzle3/puzzle.htm
Rezept:
Anisplätzchen
Zutaten:
4 Eier
195 g Zucker
190 g Puderzucker
500 g Mehl
1 kräftige Prise Hirschhornsalz
1/2 Teel. Anis
Zubereitung:
Die Eier und den Puderzucker mit dem Rührgerät zu einer hellen Creme schlagen. Den Anis und nach und nach das Mehl mit dem Hirschhornsalz zugeben. (Mindestens insgesamt 10 Minuten rühren!) Die Masse ist dann fast weiß und sehr zähflüssig, von honigähnlicher Konsistenz. Das soll der Bildung besagter "Füßchen" förderlich sein. Das Backblech mit Backpapier auslegen und dieses buttern und mit Mehl bestäuben.
Mit einem Teelöffel oder einer Spritztülle kleine Häufchen auf das Blech setzen. Sie sollen an der Oberfläche glattfließen, aber nicht auf dem Blech verlaufen. Bei Raumtemperatur über Nacht antrocknen lassen.
Die Plätzchen am nächsten Tag in den vorgeheizten Backofen bei 150°C etwa 15 Minuten backen. Im Idealfall haben die Plätzchen auf einem gedrungenen "Fuß" eine schaumig-weiße Haube.
http://www.weihnachtsbuero.de/Anisplaetzchen.311.0.html?PHPSESSID=b7ac0ec57292efaf9aa86c3ef27f27ad
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3. Türchen:
Ein Weihnachtslied:
Georg Friedrich Händel - Tochter Zion
Gespielt in der St. Ignaz Kirche zu Mainz von Maria-Theresia Petersen (Orgel) und Cornelia Ebling-Stöffler (Sopran)
http://www.youtube.com/watch?v=CGr-lzlqN4c
1. Tochter Zion, freue dich !
Jauchze laut, Jerusalem !
Sieh, dein König kommt zu dir !
Ja, er kommt, der Friedenfürst.
Tochter Zion, freue dich !
Jauchze laut, Jerusalem !
2. Hosianna, Davids Sohn,
sei gesegnet deinem Volk !
Gründe nun dein ew'ges Reich.
Hosianna in der Höh'.
Hosianna, Davids Sohn,
sei gesegnet deinem Volk !
3. Hosianna, Davids Sohn !
Sei gegrüßet, König mild !
Ewig steht dein Friedensthron,
du, des ew'gen Vaters Kind.
Hosianna, Davids Sohn!
Sei gegrüßet, König mild !
Ein Gedicht:
Weihnachtszeit
O schöne, herrliche Weihnachtszeit!
Was bringst du Lust und Fröhlichkeit!
Wenn der heilige Christ in jedem Haus
teilt seine lieben Gaben aus.
Und ist das Häuschen noch so klein,
so kommt der heilige Christ hinein,
und alle sind ihm lieb wie die Seinen,
die Armen und Reichen, die Grossen und Kleinen.
Der heilige Christ an alle denkt,
ein jedes wird von ihm beschenkt.
Drum lasst uns freuen und dankbar sein!
Er denkt auch unser, mein und dein!
Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)
und ein Krippenbild Puzzle mit einem Bild von Agnolo Bronzino:
http://www.xyz.de/weih/puzzle/puzzle7/puzzle.htm
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4. Türchen:
Das 4. Türchen ist heute mal ein wenig anders:
Promotion 1984 bitte zuerst hören http://www.youtube.com/watch?v=xtVbvoSpvXo
Lied Live Aid 1985 http://www.youtube.com/watch?v=yCIL4nLMj5w
Text:
Nackt im Wind - Band für Afrika 1985
Nur ein paar Breitengrade tiefer
Paar Längengrade, dann nach links
Stößt unsere Phantasie an Grenzen
Dort, wo die stummsten Schreie sind
In Labyrinthen, unvorstellbar
Eiskalter Höllenlavastrom
Der keine Gnade kennt, nur zuschlägt
Der selten zögert, nie verschont
Hier fordern Sünden unserer Ahnen
Unsere Stumpfheit ihr Tribut
"Keine Gefangenen!" die Parole
Hier wird bezahlt mit Fleisch und Blut
Nackt im Wind, der brüllt und wütet
Im Orkan, der Menschen frißt
Nackt im Wind, der planlos tötet
Weil er weiß, daß man ihn schnell vergißt
Gebete an Dämonen, Götter
Anscheinend interessiert die nicht
Daß unsere Abendbrotkulisse
Auf Karten hofft, die neu gemischt
Wir werfen Münzen hoch und warten
Daß weder Zahl, noch Krone kommt
Damit auch diesmal keiner Schuld hat
Und jeder sein Gewissen schont
Nur ein paar Breitengrade südlich
Und dann nach Osten weint ein Kind
Noch ehe dieses Lied hier ausklingt
Verhungert es, stirbt nackt im Wind
Nackt im Wind, der brüllt und wütet
Im Orkan, der Menschen frißt
Nackt im Wind, der planlos tötet
Weil er weiß, daß man ihn schnell vergißt
Das ist die Realität
http://www.youtube.com/watch?v=Sp6eYoICLKU
Wenn wir die ganze Menschheit auf ein Dorf von 100 Einwohnern reduzieren würden, aber auf die Proportionen aller bestehenden Völker achten würden, wäre dieses Dorf so zusammengestellt:
57 Asiaten, 21 Europäer, 14 Amerikaner (nord u. süd), 8 Afrikaner, 52 wären Frauen, 48 wären Männer.
70 nicht - weiße, 30 weiße, 70 nicht Christen, 30 Christen, 89 heterosexuelle, 11 homosexuelle.
6 Personen würden 59% des gesamten Weltreichtums besitzen und alle 6 Personen kämen aus der USA.
80 hätten keine ausreichenden Wohnverhältnisse 70 wären Analphabeten 50 wären unterernährt.
1 würde sterben 2 würden geboren.
1 hätte einen PC, 1 (nur einer) hätte einen akademischen Abschluss.
Wenn man die Welt aus dieser Sicht betrachtet, wird jedem klar, dass das Bedürfnis nach Zusammengehörigkeit, Verständnis, Akzeptanz und Bildung selbstverständlich - und vorhanden ist.
Denk auch darüber nach:
Falls Du heute Morgen gesund und nicht krank aufgewacht bist, bist Du glücklicher als 1 Million Menschen, welche die nächste Woche nicht erleben werden.
Falls Du nie einen Kampf des Krieges erlebt hast, nie die Einsamkeit durch Gefangenschaft, die Agonie des Gequälten, oder Hunger gespürt hast, dann bist Du glücklicher als 500 Millionen Menschen der Welt.
Falls Du in die Kirche gehen kannst, ohne die Angst, dass Dir gedroht wird, dass man Dich verhaftet oder Dich umbringt, bist Du glücklicher als 3 Milliarden Menschen der Welt.
Falls sich in Deinem Kühlschrank Essen befindet, Du angezogen bist, ein Dach über dem Kopf hast und ein Bett zum hinlegen, bist Du reicher als 75% der Einwohner dieser Welt.
Falls Du ein Konto bei der Bank hast, etwas Geld im Portemonnaie und etwas Kleingeld in einer kleinen Schachtel, gehörst Du zu 8% der wohlhabenden Menschen auf dieser Welt.
Falls Du diesen Text liest, bist Du doppelt gesegnet worden, denn:
1. Du bist bereit über dich nachzudenken
2. Du gehörst nicht zu den 2 Milliarden Menschen die nicht lesen können.
Und... Du hast einen PC!
Einer hat irgendwann mal gesagt: Arbeitet, als würdet ihr kein Geld brauchen, Liebt, als hätte euch noch nie jemand verletzt, Tanzt, als würde keiner hinschauen, Singt, als würde keiner zuhören, Lebt, als wäre das Paradies auf der Erde.
Quelle: Dr. Philip Harter von der Medizinischen Fakultät der Stanford-Universität
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5. Türchen:
http://www.youtube.com/watch?v=KRvS8X4Shhk
Jauchzet, Frohlocket, auf, preiset die Tag
Weihnachtsoratorium BWV 248 Bach
dazu Krippenbilder aus der Renaissance
Liedtext:
Jauchzet, frohlocket! auf, preiset die Tage,
Rühmet, was heute der Höchste getan!
Lasset das Zagen, verbannet die Klage,
Stimmet voll Jauchzen und Fröhlichkeit an!
Dienet dem Höchsten mit herrlichen Chören,
Laßt uns den Namen des Herrschers verehren!
Die verwendeten Krippenbilder in chronologischer Reihenfolge:
1379-meistertrebonaltar.jpg
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Liebe Grüße, Susanne
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6. Türchen:
Heute am Nikolaustag darf das bekannte Gedicht von Theodor Storm nicht fehlen:
Knecht Rupprecht
Von drauß vom Walde komm' ich her;
Ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
Sah ich goldene Lichtlein sitzen;
Und droben aus dem Himmelstor
Sah mit großen Augen das Christkind hervor,
Und wie ich so strolcht' durch den finstern Tann,
Da rief's mich mit heller Stimme an:
"Knecht Ruprecht", rief es, "alter Gesell,
Hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
Das Himmelstor ist aufgetan,
Alt' und Junge sollen nun
Von der Jagd des Lebens ruhn;
Und morgen flieg' ich hinab zur Erden,
Denn es soll wieder Weihnachten werden!"
Ich sprach: "O lieber Herre Christ,
Meine Reise fast zu Ende ist;
Ich soll nur noch in diese Stadt,
Wo's eitel gute Kinder hat." -
"Hast denn das Säcklein auch bei dir?"
Ich sprach: "Das Säcklein, das ist hier;
Denn Äpfel, Nuß und Mandelkern
Essen fromme Kinder gern." -
"Hast denn die Rute auch bei dir?"
Ich sprach: "Die Rute, die ist hier;
Doch für die Kinder nur, die schlechten,
Die trifft sie auf den Teil, den rechten."
Christkindlein sprach: "So ist es recht;
So geh mit Gott, mein treuer Knecht!"
Von drauß vom Walde komm' ich her;
Ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie ich's hierinnen find'!
Sind's gute Kind, sind's böse Kind?
Weiterhin gäbe es ein Krippenbildpuzzle von Raffael (Detail aus Leo X.):
https://www.susannealbers.de/weih/puzzle/puzzle11/puzzle.htm
Und ein bißchen Musik darf nicht fehlen:
Schneeflöckchen Weißröckchen
http://www.youtube.com/watch?v=rdA6RgRalso
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7. Türchen:
Heute wollen wir alle mal ein bißchen kreativ sein, und sehen, ob wir mit der Maus ein Strichmännchen malen können:
http://www.drawastickman.com/
Verse zum Advent
Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,
Aber als Knecht Ruprecht schon
Kommt der Winter hergeschritten,
Und alsbald aus Schnees Mitten
Klingt des Schlittenglöckleins Ton.
Und was jüngst noch, fern und nah,
Bunt auf uns herniedersah,
Weiß sind Türme, Dächer, Zweige,
Und das Jahr geht auf die Neige,
Und das schönste Fest ist da.
Tag du der Geburt des Herrn,
Heute bist du uns noch fern,
Aber Tannen, Engel, Fahnen
Lassen uns den Tag schon ahnen,
Und wir sehen schon den Stern.
Theodor Fontane 1819-1898
Und dann gäbe es noch ein Krippenbildpuzzle von Botticelli
https://www.susannealbers.de/weih/puzzle/puzzle12/puzzle.htm
Und ein bißchen Musik darf nicht fehlen:
Doris Day singt Silver Bells:
http://www.youtube.com/watch?v=GvLgIzFLajo
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8. Türchen:
Heute wollen wir mal an all die Seemänner und Frauen denken. Viele von ihnen werden Weihnachten nicht bei ihren Familien sein, sondern weit weg auf dem großen Ozean. Wir schauen mal am Panama Kanal durch die Webcam, ob wir die lieben Verwandten entdecken:
Wo fahren sie hin? Wie beschwerlich und stürmisch wird ihre Reise sein?
Kommen sie überhaupt an?
So ein Tanker, der uns unermeßlich groß vorkommt, wenn er im Hafen am Kai liegt, ist auf einem Ozean mit 15 m hohen Wellen doch nur eine Nußschale - das dürfen wir niemals vergessen - und auch wenn es mittlerweile Satellitentelefone gibt, werden die Sorgen niemals weniger werden. Erst wenn sie in weiter Ferne festmachen, können wir sicher sein, daß sie es auch wirklich geschafft haben. Und dann kommen sie zurück und erzählen uns von der weiten Welt - wie es war - welchen Menschen und Kulturen sie begegnet sind - vielleicht bleibt auch der eine oder andere von ihnen in der Ferne, weil es ihr oder ihm dort viel besser gefällt, als hier... wer weiß das schon?
http://www.pancanal.com/eng/photo/camera-java.html
Zusätzlich schauen wir zur Schiffsbegrüßungsanlage Willkomm Höft in Wedel bei Hamburg durch die Webcam und begrüßen diejenigen, die es doch noch nach Hause geschafft haben. Oder wir verabschieden diejenigen, die uns gerade verlassen:
https://www.susannealbers.de/06wissen-webcam-hamburg.html
Und für sie hören wir uns vom NDR das Lied des Nordens - La Paloma an:
http://www.youtube.com/watch?v=9WiLcJ84bII
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9. Türchen:
Ich wünsch mir was!
Ich wünsch mir was!
Was ist denn das?
Das ist ein Schloss aus Marzipan
Mit Türmen aus Rosinen dran
Und Mandeln an den Ecken,
Ganz zuckersüss und braungebrannt
Und jede Wand aus Zuckerkand:
Da kann man tüchtig schlecken!
Und Diener laufen hin und her
Mit Saft und Marmelade,
Und drinnen, in dem Schlosse drin,
Sitzt meine Frau, die Königin,
Die ist aus Schokolade!
als Lied heute Annie Lennox 'Winter Wonderland '
http://www.youtube.com/watch?v=W6wuFLDkVQg
und ein Krippenbildpuzzle von Pietro Perugino:
https://www.susannealbers.de/weih/puzzle/puzzle14/puzzle.htm
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10. Türchen:
Heute nehmen wir uns 8 Minuten Zeit und hören von Vivaldi aus den 4 Jahreszeiten den Winter:
http://www.youtube.com/watch?v=nGdFHJXciAQ
danach lösen wir das Krippenbildpuzzle von Filippino Lippi:
https://www.susannealbers.de/weih/puzzle/puzzle15/puzzle.htm
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11. Türchen zum 3. Advent:
Zunächst ein Gedicht von Wilhelm Busch:
Der Stern
Hätt einer auch fast mehr Verstand
als wie die drei Weisen aus Morgenland
und ließe sich dünken, er wär wohl nie
dem Sternlein nachgereist wie sie
dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest
seine Lichtlein wonniglich scheinen läßt,
fällt auch auf sein verständig Gesicht,
er mag es merken oder nicht,
ein freundlicher Strahl
Des Wundersternes von dazumal.
heute hören wir von Elvis Presley - Here Comes Santa Claus
http://www.youtube.com/watch?v=34MvJY-d_CY
dazu puzzlen wir von Hugo van den Goes das Krippenbildpuzzle:
https://www.susannealbers.de/weih/puzzle/puzzle16/puzzle.htm
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12. Türchen:
Heute sollten wir mal ein wenig backen. Wie wäre es mit Christstollen:
http://www.chefkoch.de/rezepte/204571086163364/Christstollen.html
und während wir am Backen sind, hören wir Let it Snow:
http://www.youtube.com/watch?v=dYzBzXi-kdE
Unsere Kinder lassen wir von Lorenzo di Credi ein Krippenbild puzzlen:
https://www.susannealbers.de/weih/puzzle/puzzle17/puzzle.htm
Heute noch ein Märchen:
Die Pelzchen der Swabeedoo Dans
Ein irisches Märchen
Vor langer, langer Zeit lebten kleine Leute auf der Erde. Die meisten lebten in dem kleinen Dorf Swabeedoo und nannten sich Swabeedoo- Dans. Sie waren sehr glücklich und liefen herum mit einem Lächeln bis hinter die Ohren und grüßten jedermann.
Was die Swabeedoo- Dans am meisten liebten, war, einander warme, weiche Pelzchen zu schenken. Jeder trug über die Schulter einen Beutel, und der Beutel war gefüllt mit weichen Pelzchen.
Nun ist es besonders schön, jemandem ein warmes, weiches Pelzchen zu geben. Er sagt dem Anderen, er sei etwas Besonderes. Es ist eine Art zu sagen: Ich mag Dich!
Und selbstverständlich ist es sehr erfreulich, ein solches Pelzchen zu bekommen. Wenn man ein Pelzchen anbietet, wenn du es nimmst und fühlst, wie warm und flauschig es an deiner Wange ist, und du es sanft und leicht in deinen Pelzchen- Beutel zu den anderen legst, dann ist es wundervoll. Du fühlst dich anerkannt und geschätzt, wenn dir jemand ein Pelzchen gibt, und du ebenfalls etwas schönes für ihn tun möchtest.
Die kleinen Leute von Swabeedoo gaben gern weiche Pelzchen, und ihr Leben war ohne Zweifel sehr glücklich und froh.
Außerhalb des Dorfes, in einer sehr dunklen, kalten Höhle wohnte damals ein großer, grüner Kobold. Eigentlich wollte er gar nicht alleine wohnen, und manchmal fühlte er sich sehr einsam. Aber er schien mit niemandem gut auszukommen und irgendwie mochte er es nicht, warme, weiche Pelzchen zu tauschen. Er hielt es für einen sehr großen Unsinn.
Eines Tages ging der Kobold in das Dorf und traf einen kleinen freundlichen Swabeedoo- Dan. "War heute nicht ein sehr schöner Swabeedoo- Dan Tag?" sagte die kleine lächelnde Person. "Hier, nimm ein warmes, weiches Pelzchen: dies ist ein besonderes. ich habe es extra für dich aufbewahrt, weil ich dich so selten sehe."
Der Kobold schaute sich um, ob jemand anderer ihn hörte. Dann flüsterte er dem kleinen Swabeedoo- Dan ins Ohr: "Hör mal! Weißt du denn nicht, daß dir die Pelzchen eines Tages ausgehen werden, wenn du sie einfach alle so weggibst?"
Er bemerkte plötzlich einen erstaunten Blick und Furcht im Gesicht des kleinen Mannes, und während der Kobold in den Pelzchen- Beutel hinein schaute, fügte er hinzu: "Jetzt hast du kaum mehr als 217 weiche Pelzchen übrig. Sei lieber vorsichtig beim Verschenken." Dann tappte der Kobold auf seinen großen grünen Füßen davon und ließ einen verwirrten, unglücklichen Swabeedoo- Dan zurück.
Es dauerte nicht lange, da kam einer vorbei und grüßte den kleinen Swabeedoo- Dan freundlich. Es war ein guter Freund von ihm, mit dem er schon viele weiche Pelzchen getauscht hatte. Mit Überraschung stellte er fest, daß er nur einen befremdeten Blick erhielt, als er seinem Freund ein Pelzchen gab.
Dann wurde ihm geraten, auf seine abnehmenden Pelzchen zu achte und sein Freund verschwand schnell.
Noch am selben Abend soll jeder Swabeedoo- Dan anderen gesagt haben: "Sei vorsichtig beim Verschenken, sonst werden dir die Pelzchen eines Tages ausgehen. Wir sollten mehr auf unsere Pelzchen achten."
Von diesem Tag an war das Pelzchen- schenken in Swabeedoo eine Seltenheit. Man schenkte zwar immer noch welche, aber sehr, sehr vorsichtig.
"Unterscheide!" sagten die kleinen Leute.
Die Swabeedoo- Dans begannen einander mißtrauisch zu beobachten und verbargen ihre Beutel mit den Pelzchen während der Nacht vorsichtigerweise unter dem Bett.
Es brachen Streitigkeiten darüber aus, wer die meisten Pelzchen habe, und schon begannen die Leute weiche Pelzchen für Sachen einzutauschen, statt sie einfach zu verschenken.
Der Bürgermeister von Swabeedoo stellte offiziell fest, daß die Zahl der Pelzchen beschränkt sei und erklärte die Pelze zu Tauschmitteln.
Schon bald zankten sich die Leute darüber, wieviel ein Abendessen oder eine Übernachtung kosten sollte. Es gab sogar einige Fälle von Raub wegen der Pelzchen.
An manchen dämmrigen Abenden war man draußen nicht mehr sicher, an Abenden, an denen die Swabeedoo- Dans früher gerne spazieren gingen und einander grüßten, um sich gegenseitig warme, weiche Pelzchen zu schenken.
Das Schlimmste von allem:
An der Gesundheit der Leute begann sich etwas zu ändern.
Viele klagten über Schmerzen in den Schultern und im Rücken, und mehr und mehr Swabeedoo- Dans befiel eine Urkrankheit, bekannt als Rückgraderweichung.
Sie liefen gebückt umher, in schlimmen Fällen bis zum Boden gebeugt. Ihre Pelzchen- Beutel schleiften bis zum Boden.
Viele Leute im Dorf begannen zu glauben, daß das Gewicht des Beutels die Ursache der Krankheit sei, und es besser sei, sie zu Hause sicher einzuschließen.
Binnen kurzem konnte man kaum noch einen Swabeedoo- Dan mit einem Beutel antreffen. Der Kobold war mit dem Ergebnis seiner Lüge zunächst ganz zufrieden. Er hatte herausfinden wollen, ob die kleinen Leute auch so fühlen und handeln konnte, wie er in seinen selbstsüchtigen Gedanken, und er fühlte sich bestätigt, so wie die Dinge liefen. Wenn er nun ins Dorf kam, grüßte man ihn nicht mehr mit einem Lächeln bis hinter beide Ohren und bot ihm keine weichen Pelzchen mehr an.
Statt dessen schauten die Leute ihn mißtrauisch an, genauso, wie sie auch einander anstarrten. Für ihn bedeutete dieses: "Der Wirklichkeit ins Auge sehen!" oder "So ist die Welt!" pflegte er zu sagen.
Mit der Zeit ereigneten sich aber noch schlimmere Dinge. Vielleicht wegen der Rückgraderweichung, vielleicht auch deshalb, weil ihnen niemals jemand ein weiches, warmes Pelzchen schenkte. Man denke: Es starben sogar einige der kleinen Leute.
Nun war alles Glück aus dem Dorf verschwunden, und alle waren todtraurig.
Als der Kobold davon hörte, sagte er zu sich selbst: "Mein Gott, ich wollte ihnen doch nur zeigen, wie die Welt wirklich ist. Den Tod habe ich ihnen nicht gewünscht." Er überlegte, was man jetzt machen könnte und erdachte einen Plan.
Tief in seiner Höhle hatte der Kobold eine verborgene Mine von kaltem stacheligem Gestein entdeckt. Viele Jahre hatte er damit verbracht, die stacheligen Steine aus dem Berg zu graben, denn er liebte deren kaltes, prickelndes Gefühl. Er entschloß sich, die Steine mit den kleinen Swabeedoo- Dans zu teilen.
So füllte er hunderte von Säckchen mit den kalten Steinen und nahm sie mit ins Dorf. Als die Leute die Steine sahen, waren sie sehr froh und nahmen sie dankbar an. Nun hatten sie etwas, das sie sich schenken konnten. Das Unangenehme war nur, daß es nicht so viel Spaß machte, kalte, stachelige Steine zu verschenken, wie warme, weiche Pelzchen. Und einen stacheligen Stein geschenkt bekommen, das war sicher mit einem Eigenartigen Gefühl verbunden. Man war nie ganz sicher, was der Geber meinte, denn schließlich waren die Steine stachelig und kalt. Es war zwar netter, überhaupt etwas geschenkt zu bekommen von einem, aber im Grunde blieb man verwirrt und oft mit zerstochenen Fingern zurück.
So begannen die Leute wieder, einander warme, weiche Pelzchen zu schenken, und jedesmal, wenn ein Pelzchen geschenkt wurde, machte es den Schenkenden und den beschenkten sehr glücklich. Aber das Schenken von Pelzchen wurde nie mehr allgemeiner Brauch in Swabeedoo.
Nur wenige merkten, daß sie keineswegs ärmer wurden, daß die Vorräte durchaus nicht ausgingen, wenn sie einander warme, weiche Pelzchen schenkte. Den meisten Leuten steckte aber ein tiefes Mißtrauen in den Knochen. Aus vielen Bemerkungen konnte man es heraus hören:
"Weiche Pelzchen? Was steckt dahinter?"
"Ich weiß nie, ob mein Pelzchen auch geschätzt wird!"
"Ich habe ein weiches Pelzchen geschenkt und bekam einen stachelige Stein zurück. So dumm bin ich nie wieder!"
"Man weiß nie genau, woran man ist: Jetzt einen stacheligen Stein, dann ein Pelzchen!"
"Gibst du mir keinen stacheligen Stein, gebe ich dir auch keinen!"
"Ich möchte meinem Jungen wohl ein warmes, weiches Pelzchen schenken, aber er hat es nicht verdient!"
"Machmal frage ich mich, ob Großvater wohl noch Pelzchen auf der Bank hat!"
Wahrscheinlich wäre jeder Swabeedoo- Dan gerne zurückgekehrt zu jenen früheren Tagen, als das Schenken und geschenkt bekommen von Pelzchen noch üblich war.
Manch einer träumte davon ,wie schön es wäre, wenn ..........,
aber irgendetwas hielt ihn davon ab.
Vielleicht der Gedanke:
"wie die Welt wirklich ist und was die Anderen sagen würden, wenn er.............."
ENDE
Wie ich zu diesem Märchen komme:
bei mir war es als ich ca. 16 Jahre alt war. Ich bekam von meiner Freundin Christiane das Märchen handschiftlich angeschrieben in so einem schwarz roten China Buch, mit einen weich gestrickten Stück roten Wollstoff.
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13. Türchen:
Zunächst ein Gedicht von Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)
Weihnachtszeit
O schöne, herrliche Weihnachtszeit!
Was bringst du Lust und Fröhlichkeit!
Wenn der heilige Christ in jedem Haus
teilt seine lieben Gaben aus.
Und ist das Häuschen noch so klein,
so kommt der heilige Christ hinein,
und alle sind ihm lieb wie die Seinen,
die Armen und Reichen, die Grossen und Kleinen.
Der heilige Christ an alle denkt,
ein jedes wird von ihm beschenkt.
Drum lasst uns freuen und dankbar sein!
Er denkt auch unser, mein und dein!
als Lied von Vicky Leandros - Süßer die Glocken nie klingen
http://www.youtube.com/watch?v=HiSOZQjqIgE
ein Krippenbildpuzzle von 1482-85 Domenico Ghirlandaio:
https://www.susannealbers.de/weih/puzzle/puzzle18/puzzle.htm
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14. Türchen:
als Lied von Bing Crosby - Silent Night
http://www.youtube.com/watch?v=4ozJfG19m9Q
und einen witzigen Text:
Dragomer Csaba: Die Quantenmechanik rettet den Weihnachtsmann.
These 1: Es gibt 2 Milliarden Kinder (Personen unter 18 Jahren) auf der Welt, aber weil der Weihnachtsmann (wahrscheinlich) die Kinder anderer Religionen als der christlichen ausläßt, bleiben davon etwa l7% über. Das macht 378 Millionen. Bei weltweit etwa 3,5 Kinder pro Haushalt bleiben also etwa 108 Millionen Haushalte, die er zu besuchen hat, bei der Annahme daß unter 3,5 Kindern mind. 1 braves dabei ist.
These 2: Der Weihnachtsmann hat 31 Std. zur Verfügung, in denen Weihnachten ist. Diese Zahl entsteht aus den verschiedenen Zeitzonen und der Erdrotation, unter der Annahme, daß er von Ost nach West unterwegs ist. Dies ergibt etwa 822,6 Besuche pro Sekunde. Der Weihnachtsmann hat also für jedes brave Kind im Haushalt etwa 0,001 Sekunden Zeit zu bremsen, parken, aus dem Schlitten zu hüpfen, den Rauchfang runter zu rutschen, die Geschenke zu plazieren, ein paar Kekse zu schnabulieren, den Kamin wieder rauf zu klettern, in den Schlitten zu steigen und zum nächsten Haus weiter zu fliegen. Unter der Annahme, daß alle diese 108 Mio. Haushalte quer über den Planeten verteilt sind, kommt es zu einer durchschnittlichen Strecke von 0,78 km zwischen zwei Haushalten, nicht eingerechnet eventuelle Pausen, um das zu tun, was jeder von uns mal tun muß, wenn er 31 Std. unterwegs ist (von Rauchpausen mal überhaupt abgesehen). Nicht eingerechnet auch die Zeit zum Füttern der Tiere, Warten der Kufen, Schmieren der Radlager, etc. Daraus folgt: Der Weihnachtsmann muß also mit einer Geschwindigkeit von etwa 900 km pro Sekunde, also etwa 3.000 facher Schallgeschwindigkeit, unterwegs sein.
These 3: Das Gewicht des Schlittens ist das nächste interessante Element. Angenommen, jedes der Kinder bekommt nur ein mittel großes LEGO - Set (ca. 1 kg) geschenkt, hat der Schlitten ein Ladungsgewicht von 321.300 t, den Weihnachtsmann selbst nicht eingerechnet, obwohl sein Bild von einer gewissen Beleibtheit zeugt. Ein normales Rentier kann ca. 150 kg sperrigen Gutes über Land ziehen. Wenn man nun annimmt daß ein fliegendes Rentier (weil magisch) das Zehnfache in der Luft transportieren kann, so kann man diese Last noch immer nicht mit 8-9 Rentieren bewältigen, sondern man benötigt mind. 214.200 Tiere. Das erhöht das Gesamtgewicht auf 353.430 t.
These 4: 353.430 t, die sich mit 900 km in der Sekunde bewegen, erzeugen einen Luftwiderstand, der eine Erhitzung zur Folge hätte, die dem Wiedereintritt eines Raumschiffes in die Erdatmosphäre zur Folge gleichkäme. Das führende Rentierpaar des Schlittens absorbiert eine Energie von 14,3 Quintillionen Joule pro Sekunde. Jedes. Kurz: Das Vieh wird nahezu sofort in Flammen aufgehen und verdampfen, was einen Vakuum-Effekt zur Folge hätte und so auf das nächste Tier übergriffe. Die gesamte Tierschaft würde innerhalb von 0,00426 Sekunden pulverisiert und zu Asche zerfallen sein. In dieser Zeit erfährt der Weihnachtsmann Zentrifugalkräfte, die 17.500,6 mal höher sind als die Erdanziehung. Ein 125 kg schwerer Weihnachtsmann (was eigentlich niedrig geschätzt ist!) wird mit 2.107.507,5 kg in seinen Schlitten gepresst.
Conclusio: Falls der Weihnachtsmann jemals Geschenke am Weihnachtsabend ausgeteilt hatte, ist er jetzt tot!
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15. Türchen:
zunächst mal etwas Lustiges, bekannt als Tassen Talk:
http://www.youtube.com/watch?v=Hh0BcAlUjZw
Dann ein Text über die Weihnachtsgans:
http://www.daskochrezept.de/weihnachtsgans/
Und ein Krippenbildpuzzle:
1500-20 Unbekannte flaemische Meister
https://www.susannealbers.de/weih/puzzle/puzzle20/puzzle.htm
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16. Türchen:
ein Text zum Glühwein:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%BChwein
Glühwein ist ein alkoholhaltiges Heißgetränk, das in Mitteleuropa traditionell in der Adventszeit, häufig auf Weihnachtsmärkten, getrunken wird.
Ähnliche Getränke sind Glögg, Punsch und Feuerzangenbowle.
Der Vorläufer des Glühweins ist das Conditum Paradoxum aus der Antike. Im Mittelalter waren kalt getrunkene Würzweine beliebt, wie der Hypocras, die in den Gewürzzutaten und im Geschmack ähnlich dem heutigen Glühwein waren.
Zur Herstellung von Glühwein wird roter oder weißer Wein mit verschiedenen Gewürzen (üblicherweise Zimt, Gewürznelken, Zitronenschale, Sternanis) erhitzt und nach Geschmack gesüßt. Bei der Zubereitung sollte der Glühwein keinesfalls über 80 °C erhitzt werden, da der im Glühwein enthaltene Alkohol ab 78 °C verdampft, die Gewürze ihren Geschmack nachteilig verändern und das Zuckerabbauprodukt Hydroxymethylfurfural entsteht, das unter dem Verdacht steht, krebserregend zu sein.[1] Der Mindestalkoholgehalt des im Einzelhandel erhältlichen Glühweins ist gesetzlich auf 7 % Vol. festgelegt.
Industriell produzierter Glühwein wird häufig aus Massenweinen niederer Qualität hergestellt und dann sehr stark gesüßt, um den Gütemangel des verwendeten Weins zu kaschieren. Dieser Glühwein wird häufig in großen Flaschen oder Getränkekartons billig angeboten. Bessere Qualitäten erhält man, wenn man schweren Südwein (spanischen Fasswein oder Rhône-Weine gehobener Qualität) entsprechend würzt und dann nur wenig süßt.
Je nach Region werden unterschiedliche Weine verwendet. In Deutschland wird im Allgemeinen Rotwein gewählt, im nördlichen Italien oft Weißwein, in Österreich kommt beides vor. Aus Hessen und Unterfranken kommt eine Spielart, die mit Apfelwein hergestellt wird. In Nürnberg wird ebenfalls ein Glühwein aus Weißwein produziert, der in Franken weit verbreitet ist.
Bei den branntweinhaltigen Varianten mit Rum, Weinbrand oder Likören wie Amaretto handelt es sich genau genommen nicht um Glühwein, sondern um Punsch:
„Das Erzeugnis Glühwein ist definiert als aromatisiertes Getränk, welches ausschließlich aus Rotwein oder Weißwein hergestellt und hauptsächlich mit Zimt und/oder Gewürznelken gewürzt wird. Der Mindestalkoholgehalt des Getränkes beträgt 7 % (Vol%).“
und der kleinste Adventskalender der Welt:
https://www.susannealbers.de/13persoenlich-weih16.html
Und ein Krippenbildpuzzle von Sandro Botticelli 1501:
https://www.susannealbers.de/weih/puzzle/puzzle21/puzzle.htm
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17. Türchen:
The Holly And The Ivy vom King's College Cambridge:
http://www.youtube.com/watch?v=l7eHtDtZ7hs
ein Krippenbildpuzzle von Albertinelli 1503:
https://www.susannealbers.de/weih/puzzle/puzzle22/puzzle.htm
ein Gedicht von Joseph von Eichendorff (1788 - 1857)
Weihnachten
Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.
An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.
Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heilges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!
Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigts wie wunderbares Singen -
O du gnadenreiche Zeit!
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18. Türchen
Heute wollen wir mal richtig was zu lachen haben:
Weihnachtsgrüße mit Loriot "Weihnachten bei Hoppenstedts"
http://www.youtube.com/watch?v=jHUDqgeq10w
Loriot Advent
http://www.youtube.com/watch?v=gwduN7jpt1E
Verse zum Advent von Theodor Fontane
Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,
Aber als Knecht Ruprecht schon
Kommt der Winter hergeschritten,
Und alsbald aus Schnees Mitten
Klingt des Schlittenglöckleins Ton.
Und was jüngst noch, fern und nah,
Bunt auf uns hernieder sah,
Weiß sind Türme, Dächer, Zweige,
Und das Jahr geht auf die Neige,
Und das schönste Fest ist da.
Tag du der Geburt des Herrn,
Heute bist du uns noch fern,
Aber Tannen, Engel, Fahnen
Lassen uns den Tag schon ahnen,
Und wir sehen schon den Stern.
Krippenbildpuzzle von Hugo van den Goes:
https://www.susannealbers.de/weih/puzzle/puzzle16/puzzle.htm
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19. Türchen:
Heute feiert Frank Zander ein Weihnachtsessen und Obdachlosenfest in Berlin im Estrel Hotel.
Schaut mal auf die Homepage:
http://www.obdachlosenfest.de/
Im vergangenen Jahr wurde dazu ein Video aufgenommen:
http://www.youtube.com/watch?v=DxdfbUW1RaM
Zum 17. veranstaltete Frank Zander am 19.12.2011 mit seiner Familie und vielen Freunden und Sponsoren ein Weihnachtsfest für ca. 3.000 Obdachlose und sozial schwache Menschen im Berliner Estrel Hotel.
Und für uns hätte ich heute ein Märchen:
Gebrüder Grimm - Hase und Igel
Es war an einem Sonntagmorgen in der Herbstzeit, just als der Buchweizen blühte: die Sonne war golden am Himmel aufgegangen, der Morgenwind ging warm über die Stoppeln, die Lerchen sangen in der Luft, die Bienen summten in dem Buchweizen, und die Leute gingen in ihrem Sonntagsstaat in die Kirche. Kurz, alle Geschöpfe waren vergnügt und der Swinegel auch. Der Swinegel aber stand vor seiner Tür, hatte die Arme übereinander geschlagen, guckte dabei in den Morgenwind hinaus und trällerte ein Liedchen vor sich hin, so gut und so schlecht, als nun eben am lieben Sonntagmorgen ein Swinegel zu singen pflegt. Indem er nun noch so halbleise vor sich hin sang, fiel ihm auf einmal ein, er könne wohl, während seine Frau die Kinder wüsche und anzöge, ein bißchen im Felde spazieren und zusehen, wie seine Steckrüben ständen.
Die Steckrüben waren aber das Nächste bei seinem Hause und er pflegte mit seiner Familie davon zu essen. Deshalb sah er sie als die seinigen an. Der Swinegel machte die Haustür hinter sich zu und schlug den Weg nach dem Felde ein. Er war noch nicht sehr weit vom Hause und wollte just um den Schlehenbusch, der da vor dem Felde liegt, nach dem Steckrübenacker hinauf schlendern, als ihm der Hase begegnete, der in ähnlichen Geschäften ausgegangen war, nämlich um seinen Kohl zu besehen. Als der Swinegel des Hasen ansichtig wurde, bot er ihm einen freundlichen guten Morgen. Der Hase aber, der nach seiner Weise ein vornehmer Herr war und grausam hochfahrig dazu, antwortete nichts auf des Swinegels Gruß, sondern sagte zum Swinegel, wobei er eine gewaltig höhnische Miene annahm: ,,Wie kommt es denn, daß du schon bei so frühem Morgen im Felde ,rumläufst?" ,,Ich gehe spazieren", sagte der Swinegel. ,,Spazieren?" lachte der Hase, ,,mich deucht, du könntest deine Beine auch wohl zu besseren Dingen gebrauchen."
Diese Antwort verdroß den Swinegcl ungeheuer, denn alles kann er vertragen, aber auf seine Beine läßt er nichts kommen, eben weil sie von Natur schief sind. ,,Du bildest dir wohl ein", sagte nun der Swinegel zum Hasen, ,,daß du mit deinen Beinen mehr ausrichten kannst?" ,,Das denk' ich", sagte der Hase. ,,Das kommt auf einen Versuch an", meinte der Swinegel' ,,ich wette, wenn wir wettlaufen, ich laufe an dir vorbei." ,,Das ist zum Lachen, du mit deinen schiefen Beinen'." sagte der Hase, ,,aber meinetwegen mag's sein, wenn du so übergroße Lust hast. Was gilt die Wette?" ,,Einen Golddukaten und eine Flasche Schnaps", sagte der Swinegel. ,,Angenommen", sprach der Hase, ,,schlag' ein, und dann kanns gleich losgehen."
,,Nein, so große Eile hat es nicht", meinte der Swinegel, ,,ich bin noch ganz nüchtern. Erst will ich nach Hause gehen und ein bißchen frühstücken. In einer halben Stunde bin ich wieder hier auf dem Platze." Darauf ging der Swinegel, denn der Hase war es zufrieden. Unterwegs dachte der Swinegel bei sich: ,,Der Hase verläßt sich auf seine langen Beine, aber ich will ihn schon kriegen. Er ist zwar ein vornehmer Herr, aber doch nur ein dummer Kerl und bezahlen soll er doch.
"Als nun der Swinegel zu Hause ankam, sagte er zu seiner Frau: ,,Frau, zieh' dich schnell an, du mußt mit mir ins Feld hinaus." - ,,Was gibt es denn?" fragte die Frau. - ,,Ich habe mit dem Hasen um einen Golddukaten und eine Flasche Schnaps gewettet. Ich will mit ihm um die Wette laufen, und da sollst du dabei sein." - ,,0 mein Gott, Mann", schrie dem Swinegel seine Frau, ,,bist du nicht klug, hast du denn ganz den Verstand verloren? Wie kannst du mit dem Hasen um die Wette laufen wollen?" - ,,Halt's Maul, Weib", sagte der Swinegel' ,,das ist meine Sache. Schwatz nicht in Männergeschäfte. Marsch, zieh' dich an, und dann komm' mit." Was sollte dem Swinegel seine Frau machen? Sie mußte wohl folgen, sie mochte wollen oder nicht.
Als sie nun miteinander unterwegs waren, sprach der Swinegel zu seiner Frau: ,,Nun pass' auf, was ich dir sagen werde. Sieh', auf dem langen Acker dort wollen wir unsern Wettlauf machen. Der Hase läuft nämlich in der einen Furche und ich in der andern, und von oben fangen wir an zu laufen. Nun hast du weiter nichts zu tun: du stellst dich hier unten in die Furche und wenn der Hase auf der andern Seite ankommt, so rufst du ihm entgegen: Ich bin schon hier!"
Damit waren sie bei dem Acker angelangt, der Swinegel wies seiner Frau ihren Platz an und ging nun den Acker hinauf. Als er oben ankam, war der Hase schon da. ,,Kann es losgehen?" fragte der Hase. - ,,Jawohl", erwiderte der Swinegel.-,,Dann nur zu!" Und damit stellte sich jeder in seine Furche. Der Hase zählte: ,,Eins, zwei, drei!" und los ging er wie ein Sturmwind den Acker hinunter. Der Swinegel aber lief nur ungefähr drei Schritte, dann duckte er sich in die Furche nieder und blieb ruhig sitzen. Als nun der Hase im vollen Laufe unten am Acker ankam, rief ihm dem Swinegel seine Frau entgegen: ,,Ich bin schon hier!" Der Hase stutzte und verwunderte sich nicht wenig. Er meinte nicht anders, als es wäre der Swinegel selbst, der ihm das zurufe. Denn bekanntlich sieht dem Swinegel seine Frau geradeso aus wie ihr Mann.
Der Hase aber meinte: ,,Das geht nicht mit rechten Dingen zu." Er rief: ,,Noch einmal gelaufen, wieder herum!" Und fort ging es wieder wie ein Sturmwind, so daß ihm die Ohren am Kopfe flogen. Dem Swinegel seine Frau aber blieb ruhig auf ihrem Platze. Als nun der Hase oben ankam, rief ihm der Swinegel entgegen: ,,Ich bin schon hier!" Der Hase aber, ganz außer sich vor Ärger, schrie: ,,Nochmal gelaufen, wieder herum!" - ,,Mir recht", antwortete der Swinegel, ,,meinetwegen so oft, als du Lust hast." So lief der Hase dreiundsiebzigmal, und der Swinegel hielt es immer mit ihm aus. Jedesmal, wenn der Hase unten oder oben ankam, sagte der Swinegel oder seine Frau: ,,Ich bin schon hier,"
Zum vierundsiebzigstenmal aber kam der Hase nicht mehr zu Ende. Mitten auf dem Acker stürzte er zur Erde, das Blut floß ihm aus dem Halse und er blieb tot auf dem Platze. Der Swinegel aber nahm seinen gewonnenen Golddukaten und die Flasche Branntwein, rief seine Frau aus der Furche ab und beide gingen vergnügt nach Hause. Und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie noch.
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20. Türchen:
als Weihnachtslied heute Alle Jahre wieder:
http://www.youtube.com/watch?v=zOuRLRszIcc
Gedicht: Vom Christkind
Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!
Es kam aus dem Walde, das Mützchen voll Schnee,
mit rotgefrorenem Näschen.
Die kleinen Hände taten ihm weh,
denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
schleppte und polterte hinter ihm her.
Was drin war, möchtet ihr wissen?
Ihre Naseweise,ihr Schelmenpack -
denkt ihr, er wäre offen der Sack?
Zugebunden bis oben hin!
Doch war gewiss etwas Schönes drin!
Es roch so nach Ãpfeln und Nüssen!
Anna Ritter (1865-1921)
Krippenbildpuzzle von unbekannten flämischen Meistern (1513-20):
https://www.susannealbers.de/weih/puzzle/puzzle4/puzzle.htm
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21. Türchen:
Heute sollten wir mal etwas unternehmen. Wir ziehen uns warm an und gehen in den nächsten Blumenladen. Dort kaufen wir einen Weihnachtsstern (Christstern) und bringen ihn in das nächste Altenheim und stellen ihn dort in den Aufenthaltsraum im Schwesternzimmer.
Weihnachtslied:
Kling Glöckchen Klingeling
http://www.youtube.com/watch?v=Ow5Xajl7Fko
Gedicht:
Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!
Es kam aus dem Walde, das Mützchen voll Schnee,
mit rotgefrorenem Näschen.
Die kleinen Hände taten ihm weh,
denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
schleppte und polterte hinter ihm her.
Was drin war, möchtet ihr wissen?
Ihre Naseweise,ihr Schelmenpack -
denkt ihr, er wäre offen der Sack?
Zugebunden bis oben hin!
Doch war gewiss etwas Schönes drin!
Es roch so nach Ãpfeln und Nüssen!
Anna Ritter (1865-1921)
Krippenbildpuzzle:
https://www.susannealbers.de/weih/puzzle/puzzle22/puzzle.htm
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22. Türchen:
Als Weihnachtslied heute Gloria in excelsis deo
http://www.youtube.com/watch?v=_tKbZ2r1n0s
Ein Krippenbildpuzzle von Tintoretto 1582
https://www.susannealbers.de/weih/puzzle/puzzle9/puzzle.htm
Und schließlich h eute mal ein Märchen:
Aschenputtel
Einem reichen Manne, dem wurde seine Frau krank, und als sie fühlte, daß ihr Ende herankam, rief sie ihr einziges Töchterlein zu sich ans Bett und sprach: »Liebes Kind, bleib fromm und gut, so wird dir der liebe Gott immer beistehen, und ich will vom Himmel auf dich herabblicken und will um dich sein.« Darauf tat sie die Augen zu und verschied. Das Mädchen ging jeden Tag hinaus zu dem Grabe der Mutter und weinte und blieb fromm und gut. Als der Winter kam, deckte der Schnee ein weißes Tüchlein auf das Grab, und als die Sonne im Frühjahr es wieder herabgczogen hatte, nahm sich der Mann eine andere Frau.Die Frau hatte zwei Töchter mit ins Haus gebracht, die schön und weiß von Angesicht waren, aber garstig und schwarz von Herzen. Da ging eine schlimme Zeit für das arme Stiefkind an. »Soll die dumme Gans bei uns in der Stube sitzen !« sprachen sie. »Wer Brot essen will, muß es verdienen : hinaus mit der Küchenmagd.« Sie nahmen ihm seine schönen Kleider weg, zogen ihm einen grauen alten Kittel an und gaben ihm hölzerne Schuhe. »Seht einmal die stolze Prinzessin, wie sie geputzt ist!« riefen sie, lachten und führten es in die Küche. Da mußte es von Morgen bis Abend schwere Arbeit tun, früh vor Tag aufstehn, Wasser tragen, Feuer anmachen, kochen und waschen. Obendrein taten ihm die Schwestern alles ersinnliche Herzeleid an, verspotteten es und schütteten ihm die Erbsen und Linsen in die Asche, so daß es sitzen und sie wieder auslesen mußte. Abends, wenn es sich müde gearbeitet hatte, kam es in kein Bett, sondern mußte sich neben den Herd in die Asche legen. Und weil es darum immer staubig und schmutzig aussah, nannten sie es Aschenputtel.Es trug sich zu, daß der Vater einmal in die Messe ziehen wollte, da fragte er die beiden Stieftöchter, was er ihnen mitbringen sollte. »Schöne Kleider«, sagte die eine, »Perlen und Edelsteine« die zwe.ite. »Aber du, Aschenputtel«, sprach er »was willst du haben?« »Vater, das erste Reis, das Euch auf Eurem Heimweg an den Hut stößt, das brecht für mich ab.« Er kaufte nun für die beiden Stiefschwestern schöne Kleider, Perlen und Edelsteine, und auf dem Rückweg, als er durch einen grünen Busch ritt, streifte ihn ein Haselreis und stieß ihm den Hut ab. Da brach er das Reis ab und nahm es mit. Als er nach Haus kam, gab er den Stieftöchtern, was sie sich gewünscht hatten, und dem Aschenputtel gab er das Reis von dem Haselbusch. Aschenputtel dankte ihm, ging zu seiner Mutter Grab und pflanzte das Reis darauf und weinte so sehr, daß die Tränen darauf niederfielen und es begossen. Es wuchs aber und ward ein schöner Baum. Aschenputtel ging alle Tage dreimal darunter, weinte und betete, und allemal kam ein weißes Vöglein auf den Baum, und wenn es einen Wunsch aussprach, so warf ihm das Vöglein herab, was es sich gewünscht hatte. Es begab sich aber, daß der König ein Fest anstellte, das drei Tage dauern sollte und wozu alle schönen Jungfrauen im Lande eingeladen wurden, damit sich sein Sohn eine Braut aussuchen möchte. Die zwei Stiefschwestern, als sie hörten, daß sie auch dabei erscheinen sollten, waren guter Dinge, riefen Aschenputtel und sprachen: »Kämm uns die Haare, bürste uns die Schuhe und mache uns die Schnallen fest, wir gehen zur Hochzeit,auf des Königs Schloß.« Aschenputtel gehorchte, weinte aber, weil es auch gern zum Tanz mitgegangen wäre, und bat die Stiefmutter, sie möchte es ihm erlauben. »Du, Aschenputtel«, sprach sie, »bist voll Staub und Schmutz und willst zur Hochzeit? Du hast keine Kleider und Schuhe und willst tanzen!« Als es aber mit Bitten anhielt, sprach sie endlich: »Da habe ich dir eine Schüssel Linsen in die Asche geschüttet, wenn du die Linsen in zwei Stunden wieder ausgelesen hast, so sollst du mitgehen.« Das Mädchen ging durch die Hintertüre nach dem Garten und rief: »Ihr zahmen Täubchen, ihr Turteltäubchen, all ihr Vöglein unter dem Himmel, kommt und helft mir lesen,
die guten ins Töpfchen,
die schlechten ins Kröpfchen.«
Da kamen zum Küchenfenster zwei weiße Täubchen herein und danach die Turteltäubchen, und endlich schwirrten und schwärmten alle Vöglein unter dem Himmel herein und ließen sich um die Asche nieder. Und,die Täubchen nickten mit den Köpfchen und fingen an pick, pick, pick, pick, und da fingen die übrigen auch an pick, pick, pick, pick und lasen alle guten Körnlein in die Schüssel. Kaum war eine Stunde herum, so waren sie schon fertig und flogen alle wieder hinaus. Da brachte das Mädchen die Schüssel der Stiefmutter, freute sich und glaubte, es dürfte nun mit auf die Hochzeit gehen. Aber sie sprach: »Nein, Aschenputtel, du hast keine Kleider und kannst nicht tanzen: du wirst nur ausgelacht.« Als es nun weinte, sprach sie : »Wenn du mir zwei Schüsseln voll Linsen in einer Stunde aus der Asche rein lesen kannst, so sollst du mitgehen«, und dachte: »Das kann es ja nimmermehr.« Als sie die zwei Schüsseln Linsen in die Asche geschüttet hatte, ging das Mädchen durch die Hintertüre nach dem Garten und rief: »Ihr zahmen Täubchen, ihr Turteltäubchen, all ihr Vöglein unter dem Himmel, komrnt und helft mir lesen,
die guten ins Töpfchen,
die schlechten ins Kröpfchen.«
Da kamen zum Küchenfenster zwei weiße Täubchen herein und danach die Turteltäubchen, und endlich schwirrten und schwärmten alle Vöglein unter dem Himmel herein und ließen sich um die Asche nieder. Und die Täubchen nickten mit ihren Köpfchen und fingen an pick, pick, pick, pick, und da fingen die übrigen auch an pick, pick, pick, pick und lasen alle guten Körner in die Schüsseln. Und eh eine halbe Stunde herum war, waren sie schon fertig und flogen alle wieder hinaus. Da trug das Mädchen die Schüsseln zu der Stiefmutter, freute sich und glaubte, nun dürfte cs mit auf die Hochzeit gehen. Aber sie sprach: »Es.hilft dir alles nichts: du kommst nicht mit, denn du hast keine Kleider und kannst nicht tanzen; wir müßten uns deiner schämen.« Darauf kehrte sie ihm den Rücken zu und eilte mit ihren zwei stolzen Töchtern fort.Als nun niemand mehr daheim war, ging Aschenputtel zu seiner Mutter Grab unter den Haselbaum und rief:
»Bäumchen, rüttel dich und schüttel dich,
wirf Gold und Silber über mich.«
Da warf ihm der Vogel ein golden und silbern Kleid herunter und mit Seide und Silber ausgestickte Pantoffeln. In aller Eile zog es das Kleid an und ging zur Hochzeit. Seine Schwestern aber und die Stiefmutter kannten es nicht und meinten, es müßte eine fremde Königstochter sein, so schön sah es in dem goldenen Kleide aus. An Aschenputtel dachten sie gar nicht und dachten, es säße daheim im Schmutz und suchte die Linsen aus der Asche. Der Königssohn kam ihm entgegen, nahm es bei der Hand und tanzte mit ihm. Er wollte auch mit sonst niemand tanzen, also daß er ihm die Hand nicht losließ, und wenn ein anderer kam, es aufzufordern, sprach er: »Das ist meine Tänzerin.«Es tanzte, bis es Abend war, da wollte es nach Haus gehen. Der Königssohn aber sprach: »Ich gehe mit und begleite dich«, denn er wollte sehen, wem das schöne Mädchen angehörte. Sie entwischte ihm aber und sprang in das Taubenhaus. Nun wartete der Königssohn, bis der Vater kam, und sagte ihm, das fremde Mädchen wär' in das Taubenhaus gesprungen. Der Alte dachte: »Sollte es Aschenputtel sein«, und sie mußten ihm Axt und Hacken bringen, damit er das Taubenhaus entzweischlagen konnte; aber es war niemand darin. Und als sie ins Haus kamen, lag Aschenputtel in seinen schmutzigen Kleidern in der Asche, und ein trübes Öllämpchen brannte im Schornstein; denn Aschenputtel war geschwind aus dem Taubenhaus hinten herabgesprungen und war zu dem Haselbäumchen gelaufen: da hatte es die schönen Kleider abgezogen und aufs Grab gelegt, und der Vogel hatte sie wieder weggenommen, und dann hatte es sich in seinem grauen Kittelchen in die Küche zur Asche gesetzt.Am andern Tag, als das Fest von neuem anhub und die Eltern und Stiefschwestern wieder fort waren, ging Aschenputtel zu dem Haselbaum und sprach:
»Bäumchen, rüttel dich und schüttel dich
wirf Gold und Silber über mich.«
Da warf der Vogel ein noch viel stolzeres Kleid herab als am vorigen Tag. Und als es mit diesem Kleide auf der Hochzeit erschien, erstaunte jedermann über seine Schönheit. Der Königssohn aber hatte gewartet, bis es kam, nahm es gleich bei der Hand und tanzte nur allein mit ihm. Wenn die andern kamen und es aufforderten, sprach er: »Das ist meine Tänzerin.« Als es nun Abend war, wollte es fort, und der Königssohn ging ihm nach und wollte sehen, in welches Haus es ging: aber es sprang ihm fort und in den Garten hinter dem Haus. Darin stand ein schöner großer Baum, an dem die herrlichsten Birnen hingen, es kletterte so behend wie ein Eichhörnchen zwischen die Äste, und der Königssohn wußte nicht, wo es hingekommen war. Er wartete aber, bis der Vater kam, und sprach zu ihm : »Das fremde Mädchen ist mir entwischt, und ich glaube, es ist auf den Birnbaum gesprungen.« Der Vater dachte: »Sollte es Aschenputtel sein«, ließ sich die Axt holen und hieb den Baum um, aber es war niemand darauf. Und als sie in die Küche kamen, lag Aschenputtel da in der Asche, wie sonst auch, denn es war auf der andern Seite vom Baum herabgesprungen, hatte dem Vogel auf dem Haselbäumchen die schönen Kleider wieder gebracht und sein graues Kittelchen angezogen.Am dritten Tag, als die Eltern und Schwestern fort waren, ging Aschenputtel wieder zu seiner Mutter Grab und sprach zu dem Bäumchen:
»Bäumchen, rüttel dich und schüttel dich,
wirf Gold und Silber über mich.«
Nun warf ihm der Vogel ein Kleid herab, das war so prächtig und glänzend, wie es noch keins gehabt hatte, und die Pantoffeln waren ganz golden. Als es in dem Kleid zu der Hochzeit kam, wußten sie alle nicht, was sie vor Verwunderung sagen sollten. Der Königssohn tanzte ganz allein mit ihm, und wenn es einer aufforderte, sprach er: »Das ist meine Tänzerin.«Als es nun Abend war, wollte Aschenputtel fort, und der Königssohn wollte es begleiten, aber es entsprang ihm so geschwind, daß er nicht folgen konnte. Der Königssohn hatte aber eine List gebraucht und hatte die ganze Treppe mit Pech bestreichen lassen: da war, als es hinabsprang, der linke Pantoffel des Mädchens hängengeblieben. Der Königssohn hob ihn auf, und er war klein und zierlich und ganz golden. Am nächsten Morgen ging er damit zu dem Mann und sagte zu ihm: »Keine andere soll meine Gemahlin werden als die, an deren Fuß dieser goldene Schuh paßt.« Da freuten sich die beiden Schwestern, denn sie hatten schöne Füße. Die Älteste ging mit dem Schuh in die Kammer und wollte ihn anprobieren, und die Mutter stand dabei. Aber sie konnte mit der großen Zehe nicht hineinkommen, und der Schuh war ihr zu klein, da reichte ihr die Mutter ein Messer und sprach: »Hau die Zehe ab: wann du Königin bist, so brauchst du nicht mehr zu Fuß zu gehen.« Das Mädchen hieb die Zehe ab, zwängte den Fuß in den Schuh, verbiß den Schmerz und ging heraus zum Königssohn. Da nahm er sie als seine Braut aufs Pferd und ritt mit ihr fort. Sie mußten aber an dem Grabe vorbei, da saßen die zwei Täubchen auf dem Haselbäumchen und riefen:
»Rucke di guck, rucke di guck,
Blut ist im Schuck (Schuh):
der Schuck ist zu klein,
die rechte Braut sitzt noch daheim.«
Da blickte er auf ihren Fuß und sah, wie das Blut herausquoll. Er wendete sein Pferd um, brachte die falsche Braut wieder nach Haus und sagte, das wäre nicht die rechte, die andere Schwester sollte den Schuh anziehen. Da ging diese in die Kammer und kam mit den Zehen glüeklich in den Schuh, aber die Ferse war zu groß. Da reichte ihr die Mutter ein Messer und sprach: »Hau ein Stück von der Ferse ab: wann du Königin bist, brauchst du nicht mehr zu Fuß zu gehen.« Das Mädchen hieb ein Stück von der Ferse ab, zwängte den Fuß in den Schuh, verbiß den Schmerz und ging heraus zum Königssohn. Da nahm er sie als seine Braut aufs Pferd und ritt mit ihr fort. Als sie an dem Haselbäumchen vorbeikamen, saßen die zwei Täubchen darauf und riefen :
»Rucke di guck, rucke di guck,
Blut ist im Schuck:
der Schuck ist zu klein,
die rechte Braut sitzt noch daheim.
Er blickte nieder auf ihren Fuß und sah, wie das Blut aus dem Schuh quoll und an den weißen Strümpfen ganz rot heraufgestiegen war. Da wendete er sein Pferd und brachte die falsche Braut wieder nach Haus. »Das ist auch nicht die rechte«, sprach er, »habt Ihr keine andere Tochter?« »Nein«, sagte der Mann, »nur von meiner verstorbenen Frau ist noch ein kleines verbuttetes Aschenputtel da: das kann unrnöglich die Braut sein.« Der Königssohn sprach, er sollte es heraufschicken, die Mutter aber antwortete: »Ach nein, das ist viel zu schmutzig, das darf sich nicht sehen lassen.« Er wollte es aber durchaus haben, und Aschenputtel mußte gerufen werden. Da wusch es sich erst Hände und Angesicht rein, ging dann hin und neigte sich vor dem Königssohn, der ihm den goldenen Schuh reichte. Dann setzte es sich auf einen Schemel, zog den Fuß aus dem schweren Holzschuh und steckte ihn in den Pantoffel, der war wie angegossen. Und als es sich in die Höhe richtete und der König ihm ins Gesicht sah, so erkannte er das schöne Mädchen, das mit ihm getanzt hatte, und rief: »Das ist die rechte Braut!« Die Stiefmutter und die beiden Schwestern erschraken und wurden bleich vor Ärger: er aber nahm Aschenputtel aufs Pferd und ritt mit ihm fort. Als sie an dem Haselbäumchen vorbeikamen, riefen die zwei weißen Täubchen :
»Rucke di guck, rucke di guck,
kein Blut im Schuck:
der Schuck ist nicht zu klein,
die rechte Braut, die führt er heim.«
Und als sie das gerufen hatten, kamen sie beide herabgeflogen und setzten sich dem Aschenputtel auf die Schultern, eine rechts, die andere links, und blieben da sitzen.
Als die Hochzeit mit dem Königssohn sollte gehalten werden, kamen die falschen Schwestern, wollten sich einschmeicheln und teil an seinem Glück nehmen. Als die Brautleute nun zur Kirche gingen, war die Älteste zur rechten, die Jüngste zur linken Seite: da pickten die Tauben einer jeden das eine Auge aus. Hernach, als sie herausgingen, war die Älteste zur linken und die Jüngste zur rechten : da pickten die Tauben einer jeden das andere Auge aus. Und waren sie also für ihre Bosheit und Falschheit mit Blindheit auf ihr Lebtag gestraft.
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23. Türchen:
Als Lied heute Sleigh Ride von Amy Grant
http://www.youtube.com/watch?v=XhMhDFV6WpM
Ach Kindlein
Ach Kindlein,
mach uns alle
hier
deines Heils gewiß,
denn draußen
vor dem Stalle
ist lauter
Finsternis.
Nimm alles,
was wir haben,
nimm unsre Schuld,
laß unser Herz
sich laben
an deiner
Gotteshuld
Heinrich Vogel (1902 - 1989)
Krippenbildpuzzle von Giorgione 1505-10
https://www.susannealbers.de/weih/puzzle/puzzle1/puzzle.htm
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24. Türchen:
Heute ist Heiliger Abend. Da hören wir die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium:
https://www.susannealbers.de/13persoenlich-weih15.html
Schätzung* war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. 2,3 Und jedermann ging, daß er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt. 2,4 Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, 2,5 damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe;* die war schwanger. *Siehe Sach- und Worterklärungen zu «Verlobung». 2,6 Und als sie dort waren, kam die Zeit, daß sie gebären sollte. 2,7 Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.
_2,8 Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. 2,9 Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. 2,10 Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; 2,11 denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. 2,12 Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. 2,13 Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: 2,14 Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.*
_2,15 Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Laßt uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. 2,16 Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. 2,17 Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. 2,18 Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten. 2,19 Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. 2,20 Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.
_2,21 Und als acht Tage um waren und man das Kind beschneiden mußte, gab man ihm den Namen Jesus, wie er genannt war von dem Engel, ehe er im Mutterleib empfangen war.
Lied - Regensburger Domspatzen - Oh du Fröhliche
http://www.youtube.com/watch?v=-nKjUEfDSXQ
Heut ist Heiliger Abend - Worum gehts?
Hier eine kleine Zusammenfassung
Das Christfest ist das jüngste Fest der christlichen Kirche und wurde zunächst am 6. Januar gefeiert (=> Epiphanias).
Im Volksmund hat sich für dieses Fest der Name "Weihnachten" durchgesetzt, obgleich dieser heidnischen Ursprungs ist und Bezug nimmt auf die "Raunächte", die 12 Nächte, die mit der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember beginnen und in denen damals die germanischen Priester, die Druiden, Weihehandlungen vornahmen, um die Menschen vor dem Zugriff der Finsternis, dem Lebensbereich der Dämonen, zu schützen. Die Germanen feierten ihr Mittwinterfest oder Julfest, zugleich ein Toten- und Fruchtbarkeitsfest. Das Wort "Weihnachten" soll nun christlich die durch die Geburt Jesu geweihte Nacht bezeichnen.
Im vorderasiatischen Mithraskult wurde an diesem Tag die Geburt des indischen Lichtgottes gefeiert. Bei den Ägyptern wurde mit dem Isiskult die Geburt des Horus auf diesen Tag gelegt. Die Römer begingen ihre feierlichen "Saturnalien" zu Ehren des Gottes Saturn, des unbesiegbaren Sonnengottes, an diesem Tag. - im julianischem Kalender fiel die Wintersonnenwende auf den 25. Dezember. Kaiser Aurelian (270 - 275) hatte den 25. Dezember als Geburtstag des "Sol Invictus", des "Unbesiegten Sonnengott" feiern lassen. In der Zeit der längsten Nächste des Jahres hatten die Menschen das Gefühl, den dämonischen Mächten besonders ausgesetzt zu sein; deshalb wurde die Zeit nach der Wintersonnenwende, wenn die Tage wieder länger werden, zur besonderen Festzeit, in der der Sieg der Sonne des Lichtes über die Finsternis gefeiert wurde. Schon Gegenpapst Hippolyt versuchte ums Jahr 217, all diese Kulte damit zu beseitigen, dass er das Fest der Geburt Christi auf den 25. Dezember verlegte. Durchsetzen konnte dies aber erst Papst Liberius im Jahr 354. Die Christenheit, die Jesus als "das Licht der Welt" (Johannesevangelium 8, 12) verkündigt, hat so die römische Tradition übernommen.
Von Rom aus hat sich die Tradition schnell ausgebreitet: Bereits 360 bereits wurde das Fest der Geburt Jesu in Nordafrika, um 370 in Oberitalien, ab 375 im Orient, nach 380 in Spanien gefeiert. Zum Dogma wurde der Termin als Geburtstag Christi im Jahr 381 auf dem 1. Konzil von Konstantinopel erklärt. Im 7./8. Jahrhundert setzte sich dieser Festtag auch in Deutschland durch, die Synode von Mainz erklärte 813 diesen Tag offiziell zum "festum nativitas Christi". Mit ihm begann damals das Kalenderjahr; der 1. Januar wurde erst mit Einführung des Gregorianischen Kalenders im 16. Jahrhundert zum Jahresbeginn. Der 25. Dezember blieb der Tag der Feier der Geburt Christi, obwohl seit Einführung des gregorianischen Kalenders die Wintersonnenwende am 21. Dezember ist.
Seit dem 4. Jahrhundert gab es in Katakomben Malereien mit dem Kind zwischen Ochs und Esel, teilweise auch mit Hirten. Erst später kamen Bilder, auf denen auch Maria und die Weisen zu sehen waren.
Das Lukasevangelium erzählt, dass Maria ihren ersten Sohn gebar "und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil sie in der Herberge keinen Platz fanden" (2, 7). Im 7. Jahrhundert wurde in der Kirche Santa Maria Maggiore in Rom eine Holzkrippe aufgestellt, in Italien waren Krippen um 1478 weit verbreitet, nach Deutschland kamen Krippen Mitte des 16. Jahrhundert durch den Jesuitenorden. 1537 sind Krippen zum Weihnachtsfest nachgewiesen in Brügge in Belgien, 1562 in Böhmen, 1595 in Japan, 1599 in Ostindien, 1601 in Altötting Deutschland, 1607 in München.
Die Sitte, grüne Tannenzweige ins Haus zu stellen, tauchte erstmals 1494 in Sebastian Brants "Narrenschiff" auf. Aus dem Jahr 1535 ist überliefert, dass in Straßburg kleine Eiben, Stechpalmen und Buchsbäumchen verkauft wurden, die in den Stuben aufgehängt wurden; 1605 soll es einen mit Äpfeln geschmückten, aber noch kerzenlosen Weihnachtsbaum in Straßburg gegeben haben. 1597 schmückte die Handwerkerzunft von Bremen erstmals einen Christbaum zur Weihnachtszeit. 1611 soll in Schlesien der erste kerzengeschmückte Tannenbaum im Schloss der Herzogin Dorothea Sybille von Schlesien gestanden haben. Im 18. Jahrhundert verbreitete sich die Sitte, einen Tannenbaum aufzustellen; so berichtete Lieselotte von der Pfalz 1708 von einem Buchsbäumchen mit Kerzen. Goethe lernte den Weihnachtsbaum 1770 in Straßburg kennen, in Berlin soll der erste Weihnachtsbaum um 1780 aufgetaucht sein. Für das Jahr 1813 werden erste Weihnachtsbaüme aus Wien gemeldet, 1815 aus Danzig. Schnell breitete sich der Brauch weltweit aus, man schmückte die Bäume mit Papierrosen, Oblaten, Dörrobst, Äpfeln, Zuckerstücken usw., aber erst später auch mit Kerzen. Nach Amerika kam der Weihnachtsbaum im Reisegepäck deutscher Auswanderer, 1891 wurde erstmals ein Lichterbaum vor dem Weißen Haus in Washington aufgestellt.
Bereits um 1450 beschenkte man Kinder in Konstanz am Weihnachtstag, die Bescherung war aber eigentlich mit dem Tag des Nikolaus verbunden. Die Bauern bezogen Tiere und Bäume in das Brauchtum mit ein, sie erhielten Äpfel, Nüsse, Brot als Leckerbissen. "Lebkuchen" haben ihren Namen aus dem Althochdeutschen, "leb" bedeutet Heil-, Arzneimittel; die Klöster hatten früher Gärten mit Heilkräutern, das daraus bereitete Gebäck aus besonders wohlschmeckenden Heilkräutern und -säften wurde am Christfest von den Klöstern als "Lebkuchen" verteilt. "Pfeffernüsse" wurden mit dem früher sehr teuren orientalischen Gewürz gebacken, man konnte sie sich nur zu einem besonderen Fest leisten.
Am 25. Dezember beginnen die sagenumwobenen Raunächte.
Krippenbildpuzzle von unbekannten deutschen Meistern 1505:
https://www.susannealbers.de/weih/puzzle/puzzle24/puzzle.htm
Ich wünsche Euch allen ein frohes, gesundes und gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2013.
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ENDE
ach so...und für Weihnachen 25.12. und 26.12. das Weihnachtsoratorium:
https://www.susannealbers.de/13persoenlich-weih08.html
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Liebe Grüße, Susanne
Unser Wunschzettel
Die Weihnachtsgeschichte als Flashanimation
Der Adventskalender - Tagesaufteilung ab dem 01.12.
1. Adventwoche - 2. Adventwoche - 3. Adventwoche - 4 Adventwoche
1. und 2. Weihnachtstag - Die Elche - Langeweile - Krippenbilder - Weihnachtspost 1 - Weihnachtspost 2 - Weihnachtspost 3
Es ist der kleinste Adventskalender der Welt gebastelt worden.
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