Veden 12
DU WEHST MICH ZUSAMMEN (Rigveda 1.134 & 10.186 – Vāyu)
[Strophe 1]
Du kommst ohne Füße, doch keiner entkommt,
du trittst in mein Denken, du flüsterst, du prompt.
Du atmest die Felder, die Zeit, die Gestalt –
du bist, was mich formt, was mich hebt, was mich hält.
[Strophe 2]
Du nimmst keinen Platz, doch du füllst jeden Raum,
du rührst meine Seele, du säst meinen Traum.
Kein Auge hat je dich gesehen im Licht –
doch ich spüre dein Schweigen, das durch mich spricht.
[Refrain]
Vāyu – du Weher, du Tänzer aus Luft,
du ziehst durch mein Denken, mein Zweifel, mein Duft.
Du bist der Beginn – und das letzte Gesicht.
Du wehst mich zusammen
und atmest mich schlicht.