SMS – Susanne macht SchuleWissen darf lebendig sein.
Religion · Philosophie · Mystik · Musik

Die Veden

30 musikalische Annäherungen an Hymnen, Bilder und Gedanken der vedischen Tradition – von Agni und Ushas bis Vāc, Prāṇa, Wahrheit, Raum und Ursprung.

Kurz erklärt

Was sind die Veden?

Die Veden sind eine große Sammlung alter Sanskrit-Texte aus dem indischen Kulturraum. Ihre ältesten Schichten entstanden ungefähr im 2. Jahrtausend v. Chr.; über Jahrhunderte wurden sie mündlich in hochpräzisen Rezitationstraditionen weitergegeben. Sie gehören zu den grundlegenden Texttraditionen des Hinduismus.

Vier Sammlungen

Rig · Sama · Yajur · Atharva

Der Rigveda versammelt vor allem Hymnen. Der Samaveda ordnet Verse für den Gesang, der Yajurveda für Rituale; der Atharvaveda enthält unter anderem Schutz-, Heil- und Alltagsverse.

Zeitraum

Über viele Jahrhunderte

„Die Veden“ sind kein Buch aus einem einzigen Jahr. Verschiedene Schichten entstanden über lange Zeit; der Rigveda gilt als älteste der vier Sammlungen.

Überlieferung

Erst gehört, dann geschrieben

Die Texte wurden lange mündlich bewahrt. Klang, Rhythmus und genaue Aussprache waren deshalb nicht Nebensache, sondern Teil der Überlieferung selbst.

Dieses Projekt

Hören statt nur erklären

Die 30 Lieder greifen vor allem auf Rig-, Yajur-, Sama- und Atharvaveda zurück; einzelne Stücke sind zusätzlich von späteren vedischen bzw. upanishadischen Gedanken inspiriert.

Quellen und Volltext

Woraus sind meine 30 Veden-Lieder entstanden?

Für diesen Musikzyklus habe ich nicht mit einem erfundenen „Gesamttext der Veden“ gearbeitet, sondern mit einzelnen vedischen Hymnen, Motiven und konkret benannten Textstellen. Den Schwerpunkt bilden Texte aus dem Rigveda; hinzu kommen Stücke mit Bezügen zu Samaveda, Yajurveda und Atharvaveda sowie einzelne Lieder, die auch später weitergeführte upanishadische Gedanken aufnehmen.

Bei den einzelnen Liedern nenne ich deshalb jeweils die vedischen Stellen oder den Textzusammenhang, auf den sich meine musikalische Annäherung bezieht – zum Beispiel Rigveda 1.1 bei Agni, Rigveda 10.129 beim Schöpfungshymnus oder Atharvaveda und Yajurveda bei späteren Stücken. Aus diesen Quellen und Motiven habe ich die 30 Musikvideos entwickelt. Die Liedtexte sind keine wörtlichen Übersetzungen, sondern poetische und musikalische Bearbeitungen.

Danach habe ich zusätzlich nach einem einzigen vollständigen deutschen Volltext gesucht, den ich – ähnlich wie bei der Bhagavad Gita – hier komplett zugänglich machen könnte. Genau das ist bei den Veden aber viel schwieriger: Die Veden sind kein einzelnes Buch, sondern eine große Textwelt aus mehreren Sammlungen und verschiedenen Schichten. Deshalb stelle ich hier keinen vermeintlichen „Gesamttext“ bereit, sondern verweise für die Vertiefung auf historische deutsche Übersetzungen und wissenschaftliche Textsammlungen.

Besonders hilfreich sind die digitalisierten Bestände der Universität Heidelberg: Alfred Ludwigs deutsche Rigveda-Übersetzung sowie Paul Deussens Sechzig Upanishad's des Veda. Für Sanskrit-Originaltexte gibt es außerdem wissenschaftliche Sammlungen wie GRETIL.

Rigveda · deutsch

Alfred Ludwig

Historische deutsche Übersetzung des Rigveda, digitalisiert und als OCR-Text durchsuchbar.

Rigveda Band 1 öffnen ↗

Upanishaden · deutsch

Paul Deussen

Sechzig Upanishad's des Veda mit Texten aus Rig-, Sama-, Yajur- und Atharvaveda.

Deussen öffnen ↗

Sanskrit · Forschung

GRETIL

Digitale wissenschaftliche Textsammlung mit zahlreichen Sanskrit-Primärtexten.

GRETIL öffnen ↗

Wichtig

30 Lieder ≠ Gesamttext

Dieser Zyklus ist bewusst eine Auswahl. Er will Türen öffnen, nicht vortäuschen, dass ein riesiger Textkosmos in 30 Liedern vollständig abgebildet werden könnte.

Susannes Einstieg

Warum die Veden heute hören?

Ein persönlicher Auftakt

Bevor der Musikzyklus beginnt, führt Susanne selbst in das Projekt ein. Danach folgen 30 eigenständige Lieder – nicht als Ersatz für religionswissenschaftliche Lektüre, sondern als künstlerische Annäherung an Motive und Fragen der vedischen Tradition.

30 Hymnen · rund 90 Minuten

Der ganze Veden-Zyklus

Von Agni bis Vāc: 30 Vertonungen aus Rigveda, Yajurveda, Samaveda und Atharvaveda sowie einzelne upanishadisch inspirierte Stücke. Die Musik will die Texte nicht einfach zusammenfassen, sondern ihre Bilder, Fragen und spirituelle Spannung hörbar machen.

30 Lieder · drei Wege

Veden für Veden

Veden 1AGNI I – Das erste Feuer (Rigveda 1.1)Veden 2AGNI II – Licht wird Bote (Rigveda 1.2)Veden 3VOR DEM ANFANG – als nichts war (Rigveda 10.129)Veden 4DAS LIED DER EINHEIT (Rigveda 1.164)Veden 5DIE, DIE KOMMT (Rigveda 1.113 – Ushas)Veden 6TRINK MICH GOTT (Rigveda 9.113 & 9.85 – Soma)Veden 7DER, DER SPALTET (Rigveda 1.32 & 2.12 – Indra)Veden 8DU SIEHST MICH (Rigveda 1.25 & 7.86 – Varuna)Veden 9DER, DER ALLES WAR (Rigveda 10.90 – Purusha-Sukta)Veden 10OM – DER LETZTE TON (Upanishad-inspiriert)Veden 11DER GÖTTLICHE ATEM (Rigveda 10.121 – Hiranyagarbha)Veden 12DU WEHST MICH ZUSAMMEN (Rigveda 1.134 & 10.186 – Vāyu)Veden 13DU BIST DER HIMMEL ÜBER MIR (Rigveda 1.164 & 1.89 – Dyaus)Veden 14ICH RUHE IN DIR (Rigveda 1.159 & 5.84 – Pṛthivī)Veden 15DU FLIESST MICH FREI (Rigveda 10.75 & 6.61 – Sarasvati & Sindhu)Veden 16DU HAST MICH GESAGT (Rigveda 10.125 – Vāc)Veden 17DU BIST NOCH DA (Rigveda 1.48 & 7.81 – Ushas II)Veden 18DU BIST MEIN TEMPEL (Rigveda 10.58 & 10.91 – Herz)Veden 19DU BIST DAS, WAS BLEIBT (Rigveda 10.14, 10.16 & 1.164 – Seele)Veden 20ICH BIN IN ALLEM (Rigveda 1.164.46 & 10.90.2 – Einheit)Veden 21DIE KRAFT DER FORMEL (Yajurveda – Taittiriya Samhita 1.1.1.1 ff.)Veden 22ICH BIN DEIN SCHILD (Atharvaveda 4.6 & 19.15 – Schutzverse)Veden 23ICH BIN DIE HEILUNG (Atharvaveda 6.91 & 1.22 – Heilverse)Veden 24IHR HABT MICH GERUFEN (Vier Veden gemeinsam)Veden 25ICH BIN DAS INNERE FEUER (Rigveda 10.121.10 & Yajurveda 32.1 – göttliches Selbst)Veden 26ICH BIN WAHR (Rigveda 1.164.39 & Yajurveda 40.8 – Ṛta, Wahrheit)Veden 27DU BIST DER KLANG (Samaveda 1.1.1 & Atharvaveda 4.30 – Mantra)Veden 28ICH ATM’ MICH ZURÜCK (Atharvaveda 11.4 & Yajurveda 34.1 – Prāṇa)Veden 29DU BIST DER RAUM (Atharvaveda 10.8 & Yajurveda 32.6 – Ākāśa)Veden 30BEVOR ALLES WAR (Rigveda 10.129 & Atharvaveda 13.1 – Urzustand)