SMS – Susanne macht SchuleWissen darf lebendig sein.
Frage 29 · Leben, Krankheit & Tod

Was ist meine Beziehung zur Natur? zum Tod? zum Älterwerden? und zur Krankheit?

Susannes Perspektive: Dieser Text formuliert eine persönliche philosophische bzw. mystische Antwort. Du musst sie nicht übernehmen. Prüfe, widersprich oder formuliere deine eigene.

[Intro] Ich bin nicht über der Welt. Ich bin aus ihr gemacht. Nicht Besucher. Nicht Zuschauer. Sondern Teil. Zelle. Welle. Erde. [1. Vers] Die Natur ist nicht da draußen. Sie ist mein Ursprung. Sie ist nicht „Mutter Erde“ – sie ist mein Körper. Wenn ich atme, atmet der Wald mit. Wenn ich sterbe, nimmt sie mich zurück – nicht als Strafe, sondern als Heimkehr. Ich schulde ihr nichts. Aber ich bin ihr alles. [Pre-Chorusn] Ich bin kein Herrscher. Kein Nutzer. Ich bin ein Gast, der endlich wieder zuhört. [Chorus] Meine Beziehung zur Natur ist kein Vertrag – sie ist Erinnerung. Ich bin nicht getrennt. Ich bin sie. Und sie ist unendlich sanft – wenn ich aufhöre, gegen sie zu kämpfen. [2. Vers] Der Tod ist nicht der Feind. Er ist der Punkt am Ende des Satzes – der das Ganze lesbar macht. Ich fürchte ihn nur, wenn ich mich selbst noch nicht verstanden hab. Aber wenn ich wach bin, sehe ich: Er nimmt nichts, was ich nicht eh nicht festhalten konnte. [Bridge] Die Blätter fallen – und niemand trauert. Weil alles weiß: Es kommt wieder. Anders. Aber echt. So auch ich. [3. Vers] Mein Körper wird weich. Meine Linien tiefer. Meine Schritte langsamer. Aber mein Blick? Er wird klarer. Meine Worte? Weniger – und wahrer. Ich verliere Jugend, aber gewinne Tiefe. Ich kämpfe nicht mehr gegen das Gehen. Ich tanze mit ihm. Langsam. Ehrlich. Ganz. [Pre-Chorus] Ich altere nicht. Ich enthülle mich. [4. Vers] Krankheit ist nicht Strafe. Sie ist der Ruf nach Stille. Ein Weckruf des Körpers: „Bitte hör auf zu lügen.“ Sie zwingt mich in den Moment. Sie nimmt mir Kraft – aber gibt mir Nähe. Krankheit zeigt mir, was wirklich trägt. Und wer bleibt, wenn ich nichts mehr geben kann. [Chorus] Meine Beziehung zu Natur, Tod, Alter, Krankheit – ist keine Flucht und kein Krieg. Es ist ein Ja. Ein Mitgehen. Ein Begreifen: Ich war nie getrennt. Ich war nur im Widerstand. [Outro] Jetzt weiß ich: Ich bin Natur. Ich bin sterblich. Ich bin im Wandel. Ich bin verwundbar. Und genau das macht mich unendlich lebendig.

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