Folge 18: Hubertus Heil – Arbeitsschutz für die, die andere halten
**Intro – gesprochen**
Herr Heil,
dieses Video richtet sich an Sie.
Sie kamen spät in diese Reihe.
Aber spät heißt nicht schuldlos.
Spät heißt:
Die Warnungen waren lauter denn je.
**Strophe 1**
Als Sie Arbeits- und Sozialminister wurden,
war der Pflegenotstand kein Geheimnis mehr.
Die Erschöpfung hatte Namen.
Die Dienste hatten Gesichter.
Die Personalnot stand nicht im Kleingedruckten.
Wer Arbeit schützt,
muss Pflegearbeit schützen.
Wer Sozialstaat sagt,
muss Pflege als Fundament begreifen.
**Refrain**
Sie wurden nicht gewählt,
um vier Jahre zu überstehen.
Sie wurden vereidigt,
Schaden vom Land abzuwenden.
**Strophe 2**
Pflegekräfte brauchen mehr
als Dankesworte.
Mehr als Applaus.
Mehr als Kampagnen.
Sie brauchen Zeit.
Personal.
Lohn.
Schutz.
Planbarkeit.
Ausstieg aus der Dauerüberforderung.
Wenn ein Beruf Menschen verbraucht,
wird der Sozialstaat an seinem eigenen Bett unglaubwürdig.
**Outro – gesprochen**
Herr Heil,
was war Ihr Amtseid wert,
wenn Arbeitsschutz nicht stark genug
bei denen ankam,
die täglich andere Menschen halten?
Dies waren die Arbeits- und Sozialminister
der Merkel-Jahre.
Ihr habt es gewusst.
Der gebrochene Amtseid.
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Der gebrochene Amtseid · Folge 18
Hubertus Heil – Arbeitsschutz für die, die andere halten
Politische Kunst und moralische Anklage von Susanne Albers. Der Text wird vollständig dokumentiert und im Unterricht als prüfbare Position behandelt.