[Strophe 1]
Er kam aus einer Höhle,
wo die Zukunft Atem nahm,
ein Kind, das man verborgen hielt,
bis seine Stunde kam.
Der Vater fraß die Kinder,
die alte Zeit war blind,
doch aus dem Schutz der Mutter
wuchs ein Gewitterkind.
[Strophe 2]
Er hob den Blick zum Himmel,
da riss die Wolke auf.
Der Donner sprach in seinem Blut:
Steh auf, steh endlich auf.
Nicht ewig soll die Angst regiern,
nicht ewig frisst die Zeit.
Ein Blitz ist keine Bitte,
ein Blitz ist Wirklichkeit.
[Refrain]
Zeus, Zeus, Blitz der Ordnung,
schneide durch die Nacht.
Zeig, dass neue Welten kommen,
wenn die alte Macht zerbricht und kracht.
Zeus, Zeus, Hüter der Schwelle,
hoch auf hellem Thron.
Doch wer den Himmel tragen will,
braucht Demut vor dem Sohn.
[Strophe 3]
Er stürzte nicht nur Kronos,
er stürzte auch den Bann.
Was lange still verschlungen war,
fing neu zu sprechen an.
Die Welt bekam ein Oben,
ein Maß, ein Recht, ein Wort.
Der Himmel wurde nicht mehr Grab,
sondern ein offner Ort.
[Strophe 4]
Doch jeder Blitz kann segnen
und jeder Blitz kann brenn’n.
Wer Ordnung in den Händen hält,
muss seine Schatten kenn’n.
Denn Macht, die nur sich selber sieht,
wird wieder alt und schwer.
Dann frisst sie keine Kinder mehr —
doch Seelen umso mehr.
[Refrain]
Zeus, Zeus, Blitz der Ordnung,
schneide durch die Nacht.
Zeig, dass neue Welten kommen,
wenn die alte Macht zerbricht und kracht.
Zeus, Zeus, Hüter der Schwelle,
hoch auf hellem Thron.
Doch wer den Himmel tragen will,
braucht Demut vor dem Sohn.
[Bridge]
In jedem Menschen schläft ein Zeus,
der endlich sagen kann:
Bis hierher und nicht weiter,
jetzt fängt Entscheidung an.
Doch in jedem Zeus schläft auch Gefahr,
sich selbst zu groß zu seh’n.
Nur wer den Blitz nach innen kehrt,
kann wahrhaft oben steh’n.
[Refrain]
Zeus, Zeus, Blitz der Ordnung,
schneide durch die Nacht.
Zeig, dass neue Welten kommen,
wenn die alte Macht zerbricht und kracht.
Zeus, Zeus, Hüter der Schwelle,
hoch auf hellem Thron.
Doch wer den Himmel tragen will,
braucht Demut vor dem Sohn.
[Outro]
Der Himmel ist kein Besitz,
der Donner kein Applaus.
Wer wirklich herrschen will,
führt erst sich selber aus.