SMS · Susanne macht SchuleWissen darf lebendig sein.

06/15 · Familie des Olymp

Demeter
Die Mutter der Erde

Archetypische Linie: Erde, Nahrung, Mutterkraft, Verlust und Wiederkehr.

Demeter verkörpert Fürsorge, zyklisches Denken und die Erfahrung, dass Fruchtbarkeit und Trauer zusammengehören können.
Demeter
Demeter als Bildwelt dieser Reihe.
Mythologischer Kern

Was erzählt der Mythos?

Demeter ist Göttin der Fruchtbarkeit und der Ernte. Ihr Mythos ist eng mit dem Verlust und der Rückkehr Persephones verbunden.

Poetische Deutung

Welche innere Kraft wird sichtbar?

Demeter verkörpert Fürsorge, zyklisches Denken und die Erfahrung, dass Fruchtbarkeit und Trauer zusammengehören können.

Leitbegriff: Erde, Nahrung, Mutterkraft, Verlust und Wiederkehr
Hinweis zu den Lyrics: Hier steht der vollständige Liedtext der Reihe mit Video und Bild gemeinsam. So können Bildsprache, Sprache und Musik zusammen gelesen werden.

Video und Lyrics

Demeter – Die Mutter der Erde

[Strophe 1] Demeter geht durch Felder, mit Korn in ihrer Hand. Sie kennt den Duft der Erde und jedes müde Land. Sie nährt, was klein und hungrig ist, sie deckt den Tisch der Welt. Sie weiß, dass kein Gebet uns trägt, wenn Brot vom Himmel fällt. [Strophe 2] Doch wehe, wenn ihr Kind verschwindet, wenn Persephone geht fort. Dann wird der Sommer stumm vor Schmerz, und Kälte deckt den Ort. Die Mutter zieht die Wärme ab, die Erde hält den Atem. Denn Liebe, die ihr Kind verliert, kann selbst die Götter mahnen. [Refrain] Demeter, Demeter, Mutter der Erde, trage Korn und Trauer zugleich. Du bist die Fülle, du bist der Winter, du bist das Feld und das Totenreich. Demeter, Demeter, heiliger Hunger, nähr die Welt und wein sie wach. Wo ein Kind in Dunkel geht, geht deine Liebe nach. [Strophe 3] Sie lehrt: Es gibt kein Leben ohne Abschied, ohne Nacht. Kein Frühling kommt zur Erde, der nicht durch Verlust erwacht. Was wächst, muss auch verschwinden, was blüht, muss niedergehn. Doch unter jeder braunen Scholle kann Rückkehr neu entstehn. [Bridge] In jedem Menschen lebt Demeter, die hält, ernährt und bangt. Die gibt, bis sie sich selbst vergisst, und doch nach Rückkehr verlangt. Mutterkraft ist nicht nur Milde, sie ist auch heiliger Zorn. Wenn man das Leben raubt, bleibt selbst der Himmel ohne Korn. [Refrain] Demeter, Demeter, Mutter der Erde, trage Korn und Trauer zugleich. Du bist die Fülle, du bist der Winter, du bist das Feld und das Totenreich. Demeter, Demeter, heiliger Hunger, nähr die Welt und wein sie wach. Wo ein Kind in Dunkel geht, geht deine Liebe nach. [Outro] Wenn Persephone wiederkehrt, grünt, was verloren schien. Die Erde weiß: Auch tiefer Schmerz kann neuen Frühling zieh’n.

Gesprächsimpulse

Drei Fragen für die Diskussion

01

Warum gehören bei Demeter Nahrung und Verlust so eng zusammen?

02

Was lehrt die Figur über Kreisläufe statt linearen Fortschritt?

03

Welche Rolle spielt mütterliche Fürsorge in einer verletzlichen Welt?