Video und Lyrics
Demeter – Die Mutter der Erde
[Strophe 1]
Demeter geht durch Felder,
mit Korn in ihrer Hand.
Sie kennt den Duft der Erde
und jedes müde Land.
Sie nährt, was klein und hungrig ist,
sie deckt den Tisch der Welt.
Sie weiß, dass kein Gebet uns trägt,
wenn Brot vom Himmel fällt.
[Strophe 2]
Doch wehe, wenn ihr Kind verschwindet,
wenn Persephone geht fort.
Dann wird der Sommer stumm vor Schmerz,
und Kälte deckt den Ort.
Die Mutter zieht die Wärme ab,
die Erde hält den Atem.
Denn Liebe, die ihr Kind verliert,
kann selbst die Götter mahnen.
[Refrain]
Demeter, Demeter, Mutter der Erde,
trage Korn und Trauer zugleich.
Du bist die Fülle, du bist der Winter,
du bist das Feld und das Totenreich.
Demeter, Demeter, heiliger Hunger,
nähr die Welt und wein sie wach.
Wo ein Kind in Dunkel geht,
geht deine Liebe nach.
[Strophe 3]
Sie lehrt: Es gibt kein Leben
ohne Abschied, ohne Nacht.
Kein Frühling kommt zur Erde,
der nicht durch Verlust erwacht.
Was wächst, muss auch verschwinden,
was blüht, muss niedergehn.
Doch unter jeder braunen Scholle
kann Rückkehr neu entstehn.
[Bridge]
In jedem Menschen lebt Demeter,
die hält, ernährt und bangt.
Die gibt, bis sie sich selbst vergisst,
und doch nach Rückkehr verlangt.
Mutterkraft ist nicht nur Milde,
sie ist auch heiliger Zorn.
Wenn man das Leben raubt,
bleibt selbst der Himmel ohne Korn.
[Refrain]
Demeter, Demeter, Mutter der Erde,
trage Korn und Trauer zugleich.
Du bist die Fülle, du bist der Winter,
du bist das Feld und das Totenreich.
Demeter, Demeter, heiliger Hunger,
nähr die Welt und wein sie wach.
Wo ein Kind in Dunkel geht,
geht deine Liebe nach.
[Outro]
Wenn Persephone wiederkehrt,
grünt, was verloren schien.
Die Erde weiß: Auch tiefer Schmerz
kann neuen Frühling zieh’n.