SMS · Susanne macht SchuleWissen darf lebendig sein.

05/15 · Familie des Olymp

Poseidon
Die Tiefe unter dem Meer

Archetypische Linie: Meer, Emotion, Tiefe, Unberechenbarkeit.

Poseidon steht für das innere Meer: für Tränen, Wucht, Unruhe, Gefühle und die Unmöglichkeit, Tiefe völlig zu kontrollieren.
Poseidon
Poseidon als Bildwelt dieser Reihe.
Mythologischer Kern

Was erzählt der Mythos?

Poseidon ist Gott des Meeres, der Erdbeben und jener Kräfte, die unter der Oberfläche in Bewegung geraten.

Poetische Deutung

Welche innere Kraft wird sichtbar?

Poseidon steht für das innere Meer: für Tränen, Wucht, Unruhe, Gefühle und die Unmöglichkeit, Tiefe völlig zu kontrollieren.

Leitbegriff: Meer, Emotion, Tiefe, Unberechenbarkeit
Hinweis zu den Lyrics: Hier steht der vollständige Liedtext der Reihe mit Video und Bild gemeinsam. So können Bildsprache, Sprache und Musik zusammen gelesen werden.

Video und Lyrics

Poseidon – Die Tiefe unter dem Meer

[Strophe 1] Unter jeder glatten Fläche liegt ein ungeheures Blau. Poseidon schläft im Meeresgrund und kennt uns viel zu genau. Er hebt die Flut in unserm Blut, er rührt am alten Grund. Ein einziger Schlag mit seinem Dreizack, und die stille Welt wird wund. [Strophe 2] Er ist die Kraft der Tiefen, die niemand kontrolliert. Das wilde Herz der Wasser, das steigt, wenn man’s ignoriert. Wer nur am Ufer leben will, kennt nie den eignen Schmerz. Doch wer ins Meer hinuntersteigt, findet sein bebendes Herz. [Refrain] Poseidon, Poseidon, Herr der Tiefe, rühr die Wellen in mir an. Zeig mir, was ich lange mied, weil ich es nicht halten kann. Poseidon, Poseidon, dunkles Wasser, Sturm und Spiegel, Salz und Schrei. Wo die Seele untergeht, wird sie vielleicht erst frei. [Strophe 3] Er bringt die Schiffe aus dem Kurs, wenn Hochmut Segel setzt. Er zeigt dem Menschen seine Grenze, wenn er das Meer verletzt. Denn Tiefe lässt sich nicht besitzen, nicht begradigen, nicht zähm’n. Wer Ozeane knechten will, muss ihre Antwort nehm’n. [Bridge] In jedem Menschen wohnt ein Meer, mit Ebbe, Flut und Nacht. Wer seine Tränen nicht mehr fürchtet, hat Poseidon sanft gemacht. Nicht jeder Sturm ist Strafe, nicht jede Welle Feind. Manchmal bricht das Wasser auf, was innen lange weint. [Refrain] Poseidon, Poseidon, Herr der Tiefe, rühr die Wellen in mir an. Zeig mir, was ich lange mied, weil ich es nicht halten kann. Poseidon, Poseidon, dunkles Wasser, Sturm und Spiegel, Salz und Schrei. Wo die Seele untergeht, wird sie vielleicht erst frei. [Outro] Ich knie nicht vor dem Sturm, doch ich hör sein Rufen an. Denn wer die Tiefe achtet, kommt heiliger an Land.

Gesprächsimpulse

Drei Fragen für die Diskussion

01

Warum ist das Meer ein starkes Bild für die Seele?

02

Welche Folgen hat es, wenn Menschen ihre Tiefe ständig glätten wollen?

03

Kann ein Sturm auch heilsam sein?