SMS · Susanne macht SchuleWissen darf lebendig sein.

Biologie · Ökologie · Ernährung · Verantwortung · Projektbereich

Fische –
bevor das Meer
leer ist

Ein Fisch ist mehr als Filet, Fangquote oder Tiefkühlware. Dieser Bereich verbindet Fischlexikon, Quiz, Raps, Filme und ökologische Fragen – und erinnert daran, was da eigentlich lebt, bevor wir es aus dem Wasser holen.

Fische und Meereswelt

Die Klammer

Erst kennenlernen. Dann entscheiden.

Wenn wir Tiere aus Meer, Fluss und See holen und essen, sollten wir wenigstens wissen, wen wir da vor uns haben, wie diese Tiere leben – und was unser Konsum mit ihren Lebensräumen macht.
62,3 %der von der FAO bewerteten Meeresfischbestände lagen 2021 innerhalb biologisch nachhaltiger Grenzen.
7–10 Mio. tkommerzieller Fang werden weltweit nach Schätzung der EU-Kommission jährlich wieder verworfen.
2022überholte Aquakultur erstmals die Fangfischerei als wichtigste Quelle aquatischer Tiere.

Aktuelle Einordnung: FAO, The State of World Fisheries and Aquaculture 2024; Europäische Kommission, Discarding in fisheries. Die Zahlen dienen als Ausgangspunkt für Diskussion und Recherche.

Vier Wege durch den Bereich

Nicht nur lesen. Hören, sehen, raten, widersprechen.

01 · Artenwissen

Das Fischlexikon

40 Arten aus Salz- und Süßwasser: Bilder, Namen und die Texte aus Susannes Fischlexikon – neu lesbar und responsive.

Lexikon öffnen
02 · Spielen

Das Fischquiz

Art erkennen, Lebensraum zuordnen, Bild und Name zusammenbringen. Kurze Runden statt Prüfungsstress.

Quiz starten
03 · Musik

Süßwasser- & Salzwasser-Rap

Die beiden großen Raps bleiben als YouTube-Videos eingebunden und geben der Artenfülle einen musikalischen Einstieg.

Zu den Raps
04 · Nah dran

Ein Tier, ein Film

Wal, Hai, Delfin, Aal, Hecht, Seezunge und viele andere als einzelne Filme – mit den vorhandenen Lied- und Raptexten daneben.

Filme & Texte
05 · Ökologie

Was macht unser Hunger?

Überfischung, Beifang, Aquakultur, eingeführte Arten, Nahrungsketten und die Frage, was nachhaltige Nutzung überhaupt heißen kann.

Weiterdenken
06 · Projekt

Eine Stunde oder eine Woche

Lehrkräfte können einzelne Module wählen oder daraus ein mehrtägiges Projekt machen. Das Material ist absichtlich modular.

Für Lehrkräfte

Musikalischer Artenatlas

Salzwasser und Süßwasser im Rap

Lebensraum Salzwasser

Von Alaska-Seelachs bis Wolfsbarsch: Artennamen werden Rhythmus – und plötzlich ist „Fisch“ nicht mehr nur ein Sammelbegriff.

Lebensraum Süßwasser

Aal, Flusskrebs, Forelle, Hecht, Karpfen, Lachs, Pangasius, Victoriasee-Barsch, Wels und Zander bekommen eine eigene Stimme.

Der unbequeme Teil

Was passiert, wenn wir nur noch „Fisch“ sehen?

Überfischung

Ein Bestand ist keine unendliche Vorratskammer. Gute Fischereipolitik muss Entnahme, Fortpflanzung und Ökosystem zusammendenken.

Beifang und Rückwurf

Nicht alles, was im Netz landet, war Ziel des Fangs. Genau deshalb gehören Fangmethoden und Selektivität in die Diskussion.

Aquakultur

Aquakultur kann Wildbestände entlasten und Nahrung bereitstellen – sie stellt aber eigene Fragen zu Futter, Besatzdichte, Wasserqualität und Herkunft.

Fremde Arten

Der Victoriasee-Barsch im Material macht deutlich: Ein Tier kann zum ökologischen Problem werden, ohne „böse“ zu sein. Entscheidend ist, wer es wohin gebracht hat.

Lebensräume

Flüsse, Küsten, Meeresboden, Riffe und offene See sind keine Kulissen. Veränderungen dort verändern ganze Lebensgemeinschaften.

Konsum

Die spannendste Frage ist nicht nur „Darf ich Fisch essen?“, sondern: Was weiß ich über Art, Herkunft, Fang- oder Zuchtmethode – und welche Konsequenz ziehe ich daraus?

Für Lehrkräfte

Keine fertige Moral – aber eine klare Zumutung.

Die Einheit verlangt nicht, dass Schülerinnen und Schüler am Ende dieselbe Ernährungsentscheidung treffen. Sie verlangt etwas anderes: Ein Lebewesen, einen Lebensraum und die Folgen menschlicher Nutzung nicht voneinander zu trennen.

Als 90-Minuten-Einstieg eignen sich Rap + Quiz + zwei ökologische Fragen. Für eine Projektwoche können Gruppen Arten aus dem Lexikon übernehmen, Film und Text vergleichen, Fang- oder Zuchtwege recherchieren und ihre Ergebnisse gegenseitig vorstellen.