„Was nützt Intelligenz – wenn niemand mehr fühlt?“
Sie lernen rechnen.
Aber nicht mit dem Schmerz der anderen.
Sie schreiben Analysen.
Aber niemand fragt:
„Wie geht es dir?“
Ihr trainiert Köpfe –
aber lasst die Herzen verkümmern.
In euren Schulen geht es um Wettbewerb.
Schneller. Besser. Weiter.
Aber wer tröstet das Kind,
das morgens allein aufwacht
und schweigt, weil es niemand hören will?
Empathie ist keine Schwäche.
Sie ist das Rückgrat
jeder gesunden Gesellschaft.
Ohne sie bleibt nur Härte.
Und Härte wird irgendwann Gewalt.
Sag, Staatschef:
Was habt ihr getan,
dass Mitgefühl zur Ausnahme geworden ist?
Und wie lange wollt ihr noch Systeme bauen,
in denen Menschlichkeit stört?
Es geht nicht nur um Bildung.
Es geht um Würde.
Und darum, ob wir
uns noch erkennen – im Blick des anderen.
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Arno Gruen weitergedacht · Folge 15
Fehlende Förderung von Empathie und Solidarität
Ein politischer Gedanke über Menschenbild, Macht und die Frage, was Systeme mit Menschen machen.
Einordnung: Der folgende Text ist keine historische Rede Arno Gruens und kein wörtliches Zitat. Susanne Albers führt seine Gedanken künstlerisch und politisch weiter.
„Ihre Politik betont zu wenig die Werte von Empathie und Solidarität. Kinder sollten dazu erzogen werden, Mitgefühl für andere zu entwickeln und sich aktiv für eine gerechtere Gesellschaft einzusetzen.“
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Drei politische Arbeitsfragen
1. Menschenbild
Welches Bild vom Menschen kritisiert dieser Text? Welche Bedürfnisse oder Fähigkeiten werden übersehen?
2. Politische Zuständigkeit
Welche Gesetze, Institutionen oder gesellschaftlichen Erwartungen wären von dieser Kritik konkret betroffen?
3. Gegenprüfung
Wo überzeugt die Zuspitzung? Wo ist sie zu pauschal? Formuliere eine begründete Gegenposition und eine mögliche Veränderung.