„Warum zählt der Kopf – aber nie das Herz?“
Ihr misst, was zählbar ist.
Noten, Zahlen, Fortschritt.
Aber wo bleibt das,
was uns zu Menschen macht?
Wo bleibt das Zittern vor Angst,
das keiner sieht?
Das Schlucken der Tränen,
das keiner fragt?
Ihr nennt es „Verhalten“.
Ich nenne es:
Nicht gesehene Not.
Emotionale Gesundheit
ist keine Wellnessfrage.
Sie ist die Grundlage.
Ohne sie wird Wissen kalt,
Arbeit leer,
und Leben zur Anpassung.
Aber ihr redet lieber
über Fachkräftemangel
als über Kinder,
die nicht wissen,
was sie fühlen dürfen.
Sag, Staatschef:
Was wäre,
wenn wir nicht kluge Maschinen erziehen –
sondern fühlende Wesen begleiten würden?
Was wäre,
wenn wir endlich anerkennen:
Das Herz ist kein Nebenschauplatz.
Es ist der Ursprung.
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Arno Gruen weitergedacht · Folge 08
Mangelnde Priorität für emotionale Gesundheit
Ein politischer Gedanke über Menschenbild, Macht und die Frage, was Systeme mit Menschen machen.
Einordnung: Der folgende Text ist keine historische Rede Arno Gruens und kein wörtliches Zitat. Susanne Albers führt seine Gedanken künstlerisch und politisch weiter.
„Die Vernachlässigung der emotionalen Gesundheit in Bildung und Gesellschaft führt zu einer Generation von Menschen, die Schwierigkeiten haben, ihre eigenen Emotionen zu verstehen und mit anderen in Beziehung zu treten.“
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Drei politische Arbeitsfragen
1. Menschenbild
Welches Bild vom Menschen kritisiert dieser Text? Welche Bedürfnisse oder Fähigkeiten werden übersehen?
2. Politische Zuständigkeit
Welche Gesetze, Institutionen oder gesellschaftlichen Erwartungen wären von dieser Kritik konkret betroffen?
3. Gegenprüfung
Wo überzeugt die Zuspitzung? Wo ist sie zu pauschal? Formuliere eine begründete Gegenposition und eine mögliche Veränderung.