Keine Krone mehr
Josia – Jechonia – Schealtiël
Keine Krone mehr
Asa begann mutig und reformbereit. Joschafat stärkte Bildung und Recht, verband sein Haus jedoch mit der Die veränderte Stellung Ahabs. Joram erbte den Thron und tötete seine Brüder.
Kapelle
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Südwand
Josia – Jechonia – Schealtiël folgt auf Hiskija – Manasse – Amon. Diese erhaltene Lünette an der Südwand besitzt ebenfalls eine erhaltene Stichkappe.
Großen Kapellenplan öffnenDie Familie
Vom Königshaus ins Exil
Josia wird als Kind König und reagiert demütig auf das wiedergefundene Gesetz. Seine Reform ist ernsthaft, aber sie hält die kommende Katastrophe nicht auf.
Jechonia regiert nur wenige Monate, geht als Gefangener nach Babylon und verbringt Jahrzehnte im Exil. Schealtiël gehört zur Generation ohne Königreich.
Vollständige Familiengeschichte lesenMichelangelos Bild
Eine Familie auf nackter Erde
Michelangelo zeigt keine Krone und keinen Palast. In der Stichkappe liegt ein barfüßiger Mann erschöpft auf der Erde; hinter ihm schützt eine Frau ein kleines Kind.
Ausführliche Bildbetrachtung öffnenDie Dynastie überlebt nicht durch Macht, sondern durch Schutz, Nähe und ein Kind, das weitergetragen wird.
Musik
Josia – Jechonia – Schealtiël – Keine Krone mehr
Musik von Susanne
Das Lied zu dieser Station
Die Familiengeschichte und Michelangelos stilles Bild werden hier zu Musik.
MP3 direkt öffnenLyrics anzeigen
Josia – Jechonia – Schealtiël
[Intro – gesprochen]
Josia war acht Jahre alt,
als man ihm die Krone gab.
Jechonia trug sie nur wenige Monate.
Schealtiël
erbte sie gar nicht mehr.
[Strophe 1]
Josia fand im alten Tempel
ein vergessenes Gesetz.
Er hörte, weinte, änderte vieles,
doch das Unheil war nicht weg.
Nach ihm wurden Könige eingesetzt,
abgesetzt und fortgeführt.
Und aus Davids alter Krone
wurde ein Gefangener in der Fremde.
[Refrain]
Keine Krone mehr.
Kein Palast.
Nur nackte Erde in der Nacht.
Doch eine Mutter hält ein Kind,
und solange sie es hält,
ist Zukunft noch nicht ausgelöscht.
[Strophe 2]
Jechonia ergab sich Babylon,
mit seiner Mutter und dem Hof.
Drei Monate war er König,
siebenunddreißig Jahre fort.
Schealtiël wuchs ohne Thron auf,
mit dem Namen eines verlorenen Lands.
Was die Väter nicht bewahren konnten,
trug die Familie in der Hand.
[Bridge – gesprochen]
Michelangelo malt:
einen barfüßigen Mann,
erschöpft auf fremder Erde.
Hinter ihm eine Frau,
ihr Gesicht
am Gesicht des Kindes.
[Letzter Refrain]
Keine Krone mehr.
Kein Palast.
Nur eine Familie in der Nacht.
Der Vater schläft.
Die Mutter schützt.
Das Kind lebt.
Und aus dem Exil
führt später ein Weg zurück.
[Outro – gesprochen]
Manchmal bleibt von einem Königshaus
nur ein Kind in den Armen seiner Mutter.
Aber manchmal
genügt genau dieses Kind,
damit die Geschichte
nicht endet.