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William Shakespeare - 154 Sonetten

Sonett CXLIII

Wie eine Hausfrau sorglich eilt, zu fangen
Ein Federvieh, das fort ihr ist gerannt,
Ihr Kind hinsetzt, um hurtig zu erlangen
Das Wesen, das ihr Eigenthum genannt,
Während ihr ungehütet Knäblein schreit,
Daß bei ihm bleibe sie, die voller Sorgen,
Der Flüchtling könnte leicht wohl flieh’n zu weit,
Ihr Kind verläßt, das gänzlich ungeborgen;
So rennst du dem nach, was entflohen dir,
Und ich, dein Knäblein, weine hinterdrein;
Doch hast du es erreicht, dann komm’ zu mir,
Mit Mutterherzen, küsse mich, sei mein.
So bitt’ ich, daß zu Theil dir werd’ dein Will,
Kehrst du zurück, und machst mein Jammern still.

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