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William Shakespeare - 154 Sonetten

Sonett XVI

Doch warum kämpfst du nicht in ernstrer Schlacht
Mit dieser blutigen Tyrannin Zeit?
Und schützest dich vor ihr mit größrer Macht,
Als je mein unfruchtbarer Reim dir beut?
Du stehest jetzt auf deines Glückes Höh’n,
Und manches Mädchens Garten, unbebaut,
Wünscht dir zu tragen Blüthen frisch und schön,
Mehr ähnlich als der Maler sich getraut.
Sie würden dann das Leben dir erneu’n,
Das dir an äußerm Reiz, an innerm Werth
Kein[1] Pinsel dieser Erde kann verleih’n,
Und nicht die Feder, die mir angehört.
Du bleibst nur ewig, willst du fort dich geben;
Gemalt durch eigne Kunst wirst stets du leben.

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