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Jacob Burckhardt - Die Kultur der Renaissance in Italien

Jacob Burckhardt - Die Kultur der Renaissance in Italien. Ein Versuch.
Zweiter Abschnitt: Entwicklung des Individuums - Der moderne Spott und Witz

Das Korrektiv nicht nur des Ruhmes und der modernen Ruhmbegier, sondern des höher entwickelten Individualismus überhaupt ist der moderne Spott und Hohn, womöglich in der siegreichen Form des Witzes1). Wir erfahren aus dem Mittelalter, wie feindliche Heere, verfeindete Fürsten und Grosse einander mit symbolischem Hohn auf das Aeusserste reizen, oder wie der unterlegene Teil mit höchster symbolischer Schmach beladen wird. Daneben beginnt in theologischen Streitigkeiten schon hie und da, unter dem Einfluss antiker Rhetorik und Epistolographie, der Witz eine Waffe zu werden, und die provenzalische Poesie entwickelt eine eigene Gattung von Trotz- und Hohnliedern; auch den Minnesingern fehlt gelegentlich dieser Ton nicht, wie ihre politischen Gedichte zeigen2). Aber ein selbständiges Element des Lebens konnte der Witz doch erst werden, als sein regelmässiges Opfer, das ausgebildete Individuum mit persönlichen Ansprüchen, vorhanden war. Da beschränkt er sich auch bei weitem nicht mehr auf Wort und Schrift, sondern wird tatsächlich: er spielt Possen und verübt Streiche, die sogenannten burle und beffe, welche einen Hauptinhalt mehrerer Novellensammlungen ausmachen.

Die »hundert alten Novellen«, welche noch zu Ende des 13. Jahrhunderts entstanden sein müssen, haben noch nicht den Witz, den Sohn des Kontrastes, und noch nicht die Burla zum Inhalt3); ihr Zweck ist nur, weise Reden und sinnvolle Geschichten und Fabeln in einfach schönem Ausdruck wiederzugeben. Wenn aber irgend etwas das hohe Alter der Sammlung beweist, so ist es dieser Mangel an Hohn. Denn gleich mit dem 14. Jahrhundert folgt Dante, der im Ausdruck der Verachtung alle Dichter der Welt hinter sich lässt und z. B. schon allein wegen jenes grossen höllischen Genrebildes von den Betrügern4) der höchste Meister kolossaler Komik heissen muss. Mit Petrarca beginnen5) schon die Witzsammlungen nach dem Vorbilde des Plutarch (Apophthegmata usw.). Was dann während des genannten Jahrhunderts sich in Florenz von Hohn aufsammelte, davon gibt Franco Sacchetti in seinen Novellen die bezeichnendste Auswahl. Es sind meist keine eigentlichen Geschichten, sondern Antworten, die unter gewissen Umständen gegeben werden, horrible Naivetäten, womit sich Halbnarren, Hofnarren, Schälke, liederliche Weiber ausreden; das Komische liegt dann in dem schreienden Gegensatz dieser wahren oder scheinbaren Naivetät zu den sonstigen Verhältnissen der Welt und zur gewöhnlichen Moralität; die Dinge stehen auf dem Kopf. Alle Mittel der Darstellung werden zu Hülfe genommen, auch z. B. schon die Nachahmung bestimmter oberitalienischer Dialekte. Oft tritt an die Stelle des Witzes die bare freche Insolenz, der plumpe Betrug, die Blasphemie und die Unfläterei; ein paar Condottierenspässe6) gehören zum Rohesten und Bösesten, was aufgezeichnet ist. Manche Burla ist hochkomisch, manche aber auch ein bloss vermeintlicher Beweis der persönlichen Ueberlegenheit, des Triumphes über einen andern. Wie viel man einander zugute hielt, wie oft das Schlachtopfer durch einen Gegenstreich die Lacher wieder auf seine Seite zu bringen sich begnügte, wissen wir nicht; es war doch viele herzlose und geistlose Bosheit dabei, und das florentinische Leben mag hiedurch oft recht unbequem geworden sein7). Bereits ist der Spasserfinder und Spasserzähler eine unvermeidliche Figur geworden, und es muss darunter klassische gegeben haben, weit überlegen allen blossen Hofnarren, welchen die Konkurrenz, das wechselnde Publikum und das rasche Verständnis der Zuhörer (lauter Vorzüge des Aufenthaltes in Florenz) abgingen. Deshalb reisten auch einzelne Florentiner auf Gastrollen an den Tyrannenhöfen der Lombardie und Romagna herum8) und fanden ihre Rechnung dabei, während sie in der Vaterstadt, wo der Witz auf allen Gassen lief, nicht viel gewannen. Der bessere Typus dieser Leute ist der des amüsanten Menschen (l'uomo piacevole), der geringere ist der des Buffone und des gemeinen Schmarotzers, der sich an Hochzeiten und Gastmählern einfindet mit dem Raisonnement: »Wenn ich nicht eingeladen worden bin, so ist das nicht meine Schuld.« Da und dort helfen diese einen jungen Verschwender aussaugen9), im ganzen aber werden sie als Parasiten behandelt und verhöhnt, während höherstehende Witzbolde sich fürstengleich dünken und ihren Witz für etwas wahrhaft Souveränes halten. Dolcibene, welchen Kaiser Karl IV. zum »König der italienischen Spassmacher« erklärt hatte, sagte in Ferrara zu ihm: »Ihr werdet die Welt besiegen, da Ihr mein und des Papstes Freund seid; Ihr kämpft mit dem Schwert, der Papst mit dem Bullensiegel, ich mit der Zunge10)!« Dies ist kein blosser Scherz, sondern eine Vorahnung Pietro Aretinos.

Die beiden berühmtesten Spassmacher um die Mitte des 15. Jahrhunderts waren ein Pfarrer in der Nähe von Florenz, Arlotto, für den feinern Witz (facezie), und der Hofnarr von Ferrara, Gonnella, für die Buffonerien. Es ist bedenklich, ihre Geschichten mit denjenigen des Pfaffen von Kalenberg und des Till Eulenspiegel zu vergleichen; letztere sind eben auf ganz andere, halbmythische Weise entstanden, so dass ein ganzes Volk daran mitgedichtet hat, und dass sie mehr auf das Allgemeingültige, Allverständliche hinauslaufen, während Arlotto und Gonnella historisch und lokal bekannte und bedingte Persönlichkeiten waren. Will man aber einmal die Vergleichung zulassen und sie auf die »Schwänke« der ausseritalischen Völker überhaupt ausdehnen, so wird es sich im ganzen finden, dass der »Schwank«, in den französischen Fabliaux11) wie bei den Deutschen, in erster Linie auf einen Vorteil oder Genuss berechnet ist, während der Witz des Arlotto, die Possen des Gonnella sich gleichsam Selbstzweck, nämlich um des Triumphes, um der Satisfaktion willen vorhanden sind. (Till Eulenspiegel erscheint dann wieder als eine eigentümliche Gattung, nämlich als der personifizierte, meist ziemlich geistlose Schabernack gegen besondere Stände und Gewerbe.) Der Hofnarr des Hauses Este hat sich mehr als einmal durch bittern Hohn und ausgesuchte Rache schadlos gehalten12).

Die Spezies des uomo piacevole und des Buffone haben die Freiheit von Florenz lange überdauert. Unter Herzog Cosimo blühte der Barlacchia, zu Anfang des 17. Jahrhunderts Francesco Ruspoli und Curzio Marignolli. Ganz merkwürdig zeigt sich in Papst Leo X. die echt florentinische Vorliebe für Spassmacher. Der »auf die feinsten geistigen Genüsse gerichtete und darin unersättliche« Fürst erträgt und verlangt doch an seiner Tafel ein paar witzige Possenreisser und Fresskünstler, darunter zwei Mönche und ein Krüppel13); bei festlichen Zeiten behandelte er sie mit gesucht antikem Hohn als Parasiten, indem ihnen Affen und Raben unter dem Anschein köstlicher Braten aufgestellt wurden. Ueberhaupt behielt sich Leo die Burle für eigenen Gebrauch vor; namentlich gehörte es zu seiner Art von Geist, die eigenen Lieblingsbeschäftigungen - Dichtungen und Musik - bisweilen ironisch zu behandeln, indem er und sein Faktotum Kardinal Bibiena die Karikaturen derselben beförderten14). Beide fanden es nicht unter ihrer Würde, einen guten alten Sekretär mit allen Kräften so lange zu bearbeiten, bis er sich für einen grossen Musiktheoretiker hielt. Den Improvisator Baraballo von Gaeta hetzte Leo durch beständige Schmeicheleien so weit, dass sich derselbe ernstlich um die kapitolinische Dichterkrönung bewarb; am Tage der mediceischen Hauspatrone S. Cosmas und S. Damian musste er erst, mit Lorbeer und Purpur ausstaffiert, das päpstliche Gastmahl durch Rezitation erheitern und, als alles am Bersten war, im vatikanischen Hof den goldgeschirrten Elefanten besteigen, welchen Emanuel der Grosse von Portugal nach Rom geschenkt hatte; währenddessen sah der Papst von oben durch sein Lorgnon15) herunter. Das Tier aber wurde scheu vom Lärm der Pauken und Trompeten und vom Bravorufen und war nicht über die Engelsbrücke zu bringen.

Die Parodie des Feierlichen und Erhabenen, welche uns hier in Gestalt eines Aufzuges entgegentritt, hatte damals bereits eine mächtige Stellung in der Poesie eingenommen16). Freilich musste sie sich ein anderes Opfer suchen als z. B. Aristophanes durfte, da er die grossen Tragiker in seiner Komödie auftreten liess. Aber dieselbe Bildungsreife, welche bei den Griechen zu einer bestimmten Zeit die Parodie hervortrieb, brachte sie auch hier zur Blüte. Schon zu Ende des 14. Jahrhunderts werden im Sonett petrarchische Liebesklagen und anderes der Art durch Nachahmung ausgehöhnt; ja das Feierliche der vierzehnzeiligen Form an sich wird durch geheimtuenden Unsinn verspottet. Ferner lud die göttliche Komödie auf das stärkste zur Parodierung ein, und Lorenzo magnifico hat im Stil des Inferno die herrlichste Komik zu entwickeln gewusst. (Simposio, oder: i Beoni.) Luigi Pulci ahmt in seinem Morgante deutlich die Improvisatoren nach, und überdies ist seine und Bojardos Poesie, schon insofern sie über dem Gegenstande schwebt, stellenweise eine wenigstens halbbewusste Parodie der mittelalterlichen Ritterdichtung. Der grosse Parodist Teofilo Folengo (blühte um 1520) greift dann ganz unmittelbar zu. Unter dem Namen Limerno Pitocco dichtet er den Orlandino, wo das Ritterwesen nur noch als lächerliche Rokokoeinfassung um eine Fülle moderner Einfälle und Lebensbilder herum figuriert; unter dem Namen Merlinus Coccajus schildert er die Taten und Fahrten seiner phantastischen Landstreicher, ebenfalls mit starker tendenziöser Zutat, in halblateinischen Hexametern, unter dem komischen Scheinapparat des damaligen gelehrten Epos. (Opus Macaronicorum.) Seitdem ist die Parodie auf dem italischen Parnass immerfort, und bisweilen wahrhaft glanzvoll, vertreten gewesen.

In der Zeit der mittlern Höhe der Renaissance wird dann auch der Witz theoretisch zergliedert und seine praktische Anwendung in der feinern Gesellschaft genauer festgestellt. Der Theoretiker ist Gioviano Pontano17); in seiner Schrift über das Reden, namentlich im vierten Buch, versucht er durch Analyse zahlreicher einzelner Witze oder facetiae zu einem allgemeinen Prinzip durchzudringen. Wie der Witz unter Leuten von Stande zu handhaben sei, lehrt Baldassar Castiglione in seinem Cortigiano18). Natürlich handelt es sich wesentlich nur um Erheiterung dritter Personen durch Wiedererzählung von komischen und graziösen Geschichten und Worten; vor direkten Witzen wird eher gewarnt, indem man damit Unglückliche kränke, Verbrechern zu viele Ehre antue und Mächtige und durch Gunst Verwöhnte zur Rache reize, und auch für das Wiedererzählen wird dem Mann von Stande ein weises Masshalten in der nachahmenden Dramatik, d. h. in den Grimassen, empfohlen. Dann folgt aber, nicht bloss zum Wiedererzählen, sondern als Paradigma für künftige Witzbildner, eine reiche Sammlung von Sach- und Wortwitzen, methodisch nach Gattungen geordnet, darunter viele ganz vortreffliche. Viel strenger und behutsamer lautet etwa zwei Jahrzehnde später die Doktrin des Giovanni della Casa in seiner Anweisung zur guten Lebensart19); im Hinblick auf die Folgen will er aus Witzen und Burle die Absicht des Triumphierens völlig verbannt wissen. Er ist der Herold einer Reaktion, welche eintreten musste.

In der Tat war Italien eine Lästerschule geworden wie die Welt seitdem keine zweite mehr aufzuweisen gehabt hat, selbst in dem Frankreich Voltaires nicht. Am Geist des Verneinens fehlte es dem letztern und seinen Genossen nicht, aber wo hätte man im vorigen Jahrhundert die Fülle von passenden Opfern hernehmen sollen, jene zahllosen hoch und eigenartig entwickelten Menschen, Zelebritäten jeder Gattung, Staatsmänner, Geistliche, Erfinder und Entdecker, Literaten, Dichter und Künstler, die obendrein ihre Eigentümlichkeit ohne Rückhalt walten liessen? Im 15. und 16. Jahrhundert existierte diese Heerschar, und neben ihr hatte die allgemeine Bildungshöhe ein furchtbares Geschlecht von geistreichen Ohnmächtigen, von geborenen Krittlern und Lästerern grossgezogen, deren Neid seine Hekatomben verlangte; dazu kam aber noch der Neid der Berühmten untereinander. Mit letzterem haben notorisch die Philologen angefangen: Filelfo, Poggio, Lorenzo Valla u. a., während z. B. die Künstler des 15. Jahrhunderts noch in fast völlig friedlichem Wettstreit nebeneinander lebten, wovon die Kunstgeschichte Akt nehmen darf.

Der grosse Ruhmesmarkt Florenz geht hierin, wie gesagt, allen andern Städten eine Zeitlang voran. »Scharfe Augen und böse Zungen« ist das Signalement der Florentiner20). Ein gelinder Hohn über alles und jedes mochte der vorherrschende Alltagston sein. Macchiavelli, in dem höchst merkwürdigen Prolog seiner Mandragola, leitet mit Recht oder Unrecht von der allgemeinen Medisance das sichtbare Sinken der moralischen Kraft her, droht übrigens seinen Verkleinerern damit, dass auch er sich auf Uebelreden verstehe. Dann kommt der päpstliche Hof, seit lange ein Stelldichein der allerschlimmsten und dabei geistreichsten Zungen. Schon Poggios Facetiae sind ja aus dem Lügenstübchen (bugiale) der apostolischen Schreiber datiert, und wenn man erwägt, welche grosse Zahl von enttäuschten Stellenjägern, von hoffnungsvollen Feinden und Konkurrenten der Begünstigten, von Zeitvertreibern sittenloser Prälaten beisammen war, so kann es nicht auffallen, wenn Rom für das wilde Pasquill wie für die beschaulichere Satire eine wahre Heimat wurde. Rechnet man noch gar hinzu, was der allgemeine Widerwille gegen die Priesterherrschaft und was das bekannte Pöbelbedürfnis, den Mächtigen das Grässlichste anzudichten, beifügte, so ergibt sich eine unerhörte Summe von Schmach21). Wer konnte, schützte sich dagegen am zweckmässigsten durch Verachtung, sowohl was die wahren als was die erlogenen Beschuldigungen betraf, und durch glänzenden, fröhlichen Aufwand22). Zartere Gemüter aber konnten wohl in eine Art von Verzweiflung fallen, wenn sie tief in Schuld und noch tiefer in üble Nachrede verstrickt waren23). Allmählich sagte man jedem das Schlimmste nach, und gerade die strengste Tugend weckte die Bosheit am sichersten.

Von dem grossen Kanzelredner Fra Egidio von Viterbo, den Leo um seiner Verdienste willen zum Kardinal erhob und der sich bei dem Unglück von 1527 auch als tüchtiger populärer Mönch zeigte24), gibt Giovio zu verstehen, er habe sich die aszetische Blässe durch Qualm von nassem Stroh u. dgl. konserviert. Giovio ist bei solchen Anlässen ein echter Kuriale25); in der Regel erzählt er sein Histörchen, fügt dann bei, er glaube es nicht, und lässt endlich in einer allgemeinem Bemerkung durchblicken, es möchte doch etwas dran sein. Das wahre Brandopfer des römischen Hohnes aber war der gute Hadrian VI.; es bildete sich ein Uebereinkommen, ihn durchaus nur von der burlesken Seite zu nehmen. Mit der furchtbaren Feder eines Francesco Berni verdarb er es gleich von Anfang an, indem er drohte - nicht die Statue des Pasquino, wie man26) sagte -, sondern die Pasquillanten selber in die Tiber werfen zu lassen. Die Rache dafür war das berühmte Capitolo »gegen Papst Adriano«, diktiert nicht eigentlich vom Hass, sondern von der Verachtung gegen den lächerlichen holländischen Barbaren; die wilde Drohung wird aufgespart für die Kardinäle, die ihn gewählt haben. Berni und andere27) malen auch die Umgebung des Papstes mit derselben pikanten Lügenhaftigkeit aus, mit welcher das heutige großstädtische Feuilleton das So zum Anders und das Nichts zum Etwas verkünstelt.

Die Biographie, welche Paolo Giovio im Auftrag des Kardinals von Tortosa verfasste und welche eigentlich eine Lobschrift vorstellen sollte, ist für jeden, der zwischen den Zeilen lesen kann, ein wahrer Ausbund von Hohn. Es liest sich (zumal für das damalige Italien) sehr komisch, wie Hadrian sich beim Domkapitel von Saragossa um die Kinnlade des S. Lambert bewirbt, wie ihn dann die andächtigen Spanier mit Schmuck und Zeug ausstatten, »bis er einem wohlherausgeputzten Papst recht ähnlich sieht«, wie er seinen stürmischen und geschmacklosen Zug von Ostia gen Rom hält, sich über die Versenkung oder Verbrennung des Pasquino berät, die wichtigsten Verhandlungen wegen Meldung des Essens plötzlich unterbricht und zuletzt nach unglücklicher Regierung an allzu vielem Biertrinken verstirbt; worauf das Haus seines Leibarztes von Nachtschwärmern bekränzt und mit der Inschrift Liberatori Patriae S. P. Q. R. geschmückt wird. Freilich Giovio hatte bei der allgemeinen Renteneinziehung auch seine Rente verloren und nur deshalb zur Entschädigung eine Pfründe erhalten, weil er »kein Poet«, d. h. keine Heide sei. Es stand aber geschrieben, dass Hadrian das letzte grosse Opfer dieser Art sein sollte. Seit dem Unglück Roms (1527) starb mit der äussersten Ruchlosigkeit des Lebens auch die frevelhafte Rede sichtlich ab.

Während sie aber noch in Blüte stand, hatte sich, hauptsächlich in Rom, der grösste Lästerer der neuern Zeit, Pietro Aretino, ausgebildet. Ein Blick auf sein Wesen erspart uns die Beschäftigung mit manchen Geringern seiner Gattung. Wir kennen ihn hauptsächlich in den letzten drei Jahrzehnden seines Lebens (1527-1556), die er in dem für ihn einzig möglichen Asyl Venedig zubrachte. Von hier aus hielt er das ganze berühmte Italien in einer Art von Belagerungszustand; hieher mündeten auch die Geschenke auswärtiger Fürsten, die seine Feder brauchten oder fürchteten. Karl V. und Franz I. pensionierten ihn beide zugleich, weil jeder hoffte, Aretino würde dem andern Verdruss machen; Aretino schmeichelte beiden, schloss sich aber natürlich enger an Karl an, weil dieser in Italien Meister blieb. Nach dem Sieg über Tunis (1535) geht dieser Ton in den der lächerlichsten Vergötterung über, wobei zu erwägen ist, dass Aretino fortwährend sich mit der Hoffnung hinhalten liess, durch Karls Hülfe Kardinal zu werden. Vermutlich genoss er eine spezielle Protektion als spanischer Agent, indem man durch sein Reden oder Schweigen auf die kleinern italienischen Fürsten und auf die öffentliche Meinung drücken konnte.

Das Papstwesen gab er sich die Miene gründlich zu verachten, weil er es aus der Nähe kenne; der wahre Grund war, dass man ihn von Rom aus nicht mehr honorieren konnte und wollte28). Venedig, das ihn beherbergte, beschwieg er weislich. Der Rest seines Verhältnisses zu den Grossen ist lauter Bettelei und gemeine Erpressung. Bei Aretino findet sich der erste ganz grosse Missbrauch der Publizität zu solchen Zwecken. Die Streitschriften, welche hundert Jahre vorher Poggio und seine Gegner gewechselt hatten, sind in der Absicht und im Ton ebenso infam, allein sie sind nicht auf die Presse, sondern auf eine Art von halber und geheimer Publizität berechnet; Aretino macht sein Geschäft aus der ganzen und unbedingten; er ist in gewissem Betracht einer der Urväter der Journalistik. Periodisch lässt er seine Briefe und andere Artikel zusammen drucken, nachdem sie schon vorher in weitern Kreisen kursiert haben mochten29). Verglichen mit den scharfen Federn des 18. Jahrhunderts hat Aretino den Vorteil, dass er sich nicht mit Prinzipien beladet, weder mit Aufklärung, noch mit Philanthropie und sonstiger Tugend, noch auch mit Wissenschaft; sein ganzes Gepäck ist das bekannte Motto: »Veritas« odium parit. Deshalb gab es auch für ihn keine falschen Stellungen, wie z. B. für Voltaire, der seine Pucelle verleugnen und anderes lebenslang verstecken musste; Aretino gab zu allem seinen Namen, und noch spät rühmt er sich offen seiner berüchtigten Ragionamenti. Sein literarisches Talent, seine lichte und pikante Prosa, seine reiche Beobachtung der Menschen und Dinge würden ihn unter allen Umständen beachtenswert machen, wenn auch die Konzeption eines eigentlichen Kunstwerkes, z. B. die echte dramatische Anlage einer Komödie, ihm völlig versagt blieb; dazu kommt dann noch ausser der gröbsten und feinsten Bosheit eine glänzende Gabe des grotesken Witzes, womit er im einzelnen Fall dem Rabelais nicht nachsteht30).

Unter solchen Umständen, mit solchen Absichten und Mitteln geht er auf seine Beute los oder einstweilen um sie herum. Die Art, wie er Clemens VII. auffordert, nicht zu klagen sondern zu verzeihen31), während das Jammergeschrei des verwüsteten Roms zur Engelsburg, dem Kerker des Papstes, empordringt, ist lauter Hohn eines Teufels oder Affen. Bisweilen, wenn er die Hoffnung auf Geschenke völlig aufgeben muss, bricht seine Wut in ein wildes Geheul aus, wie z. B. in dem Capitolo an den Fürsten von Salerno. Dieser hatte ihn eine Zeitlang bezahlt und wollte nicht weiter zahlen; dagegen scheint es, dass der schreckliche Pierluigi Farnese, Herzog von Parma, niemals Notiz von ihm nahm. Da dieser Herr auf gute Nachrede wohl überhaupt verzichtet hatte, so war es nicht mehr leicht, ihm wehe zu tun; Aretino versucht es, indem er32) sein äusseres Ansehen als das eines Sbirren, Müllers und Bäckers bezeichnet. Possierlich ist Aretino am ehesten im Ausdruck der reinen, wehmütigen Bettelei, wie z. B. im Capitolo an Franz I., dagegen wird man die aus Drohung und Schmeichelei gemischten Briefe und Gedichte trotz aller Komik nie ohne tiefen Widerwillen lesen können. Ein Brief wie der an Michelangelo vom November 154533) existiert vielleicht nicht ein zweites Mal; zwischen alle Bewunderung (wegen des Weltgerichtes) hinein droht er ihm wegen Irreligiosität, Indezenz und Diebstahl (an den Erben Julius II.) und fügt in einem begütigenden Postskript bei: »Ich habe Euch nur zeigen wollen, dass wenn Ihr divino (di-vino) seid, ich auch nicht d'acqua bin.« Aretino hielt nämlich darauf - man weiss kaum, ob aus wahnsinnigem Dünkel oder aus Lust an der Parodie alles Berühmten -, dass man ihn ebenfalls göttlich nenne, und so weit brachte er es in der persönlichen Berühmtheit allerdings, dass in Arezzo sein Geburtshaus als Sehenswürdigkeit der Stadt galt34). Andererseits freilich gab es ganze Monate, da er sich in Venedig nicht über die Schwelle wagte, um nicht irgendeinem erzürnten Florentiner wie z. B. dem jüngern Strozzi in die Hände zu laufen; es fehlte nicht an Dolchstichen und entsetzlichen Prügeln35), wenn sie auch nicht den Erfolg hatten, welchen ihm Berni in einem famosen Sonett weissagte; er ist in seinem Hause am Schlagfluss gestorben. In der Schmeichelei macht er beachtenswerte Unterschiede; für Nichtitaliener trägt er sie plump und dick auf36), für Leute wie den Herzog Cosimo von Florenz weiss er sich anders zu geben. Er lobt die Schönheit des damals noch jungen Fürsten, der in der Tat auch diese Eigenschaft mit Augustus in hohem Grade gemein hatte; er lobt seinen sittlichen Wandel mit einem Seitenblick auf die Geldgeschäfte von Cosimos Mutter Maria Salviati, und schließt mit einer wimmernden Bettelei wegen der teuren Zeiten usw. Wenn ihn aber Cosimo pensionierte37), und zwar im Verhältnis zu seiner sonstigen Sparsamkeit ziemlich hoch (in der letzten Zeit mit 160 Dukaten jährlich), so war wohl eine bestimmte Rücksicht auf seine Gefährlichkeit als spanischer Agent mit im Spiel.

Aretino durfte in einem Atemzug über Cosimo bitter spotten und schmähen und doch dabei dem florentinischen Geschäftsträger drohen, dass er beim Herzog seine baldige Abberufung erwirken werde. Und wenn der Medici sich auch am Ende von Karl V. durchschaut wusste, so mochte er doch nicht wünschen, dass am kaiserlichen Hofe aretinische Witze und Spottverse über ihn in Kurs kommen möchten. Eine ganz hübsch bedingte Schmeichelei ist auch diejenige an den berüchtigten Marchese von Marignano, der als »Kastellan von Musso« einen eigenen Staat zu gründen versucht hatte. Zum Dank für übersandte hundert Scudi schreibt Aretin: »Alle Eigenschaften, die ein Fürst haben muss, sind in Euch vorhanden, und jedermann würde dies einsehen, wenn nicht die bei allen Anfängen unvermeidliche Gewaltsamkeit Euch noch als etwas rauh (aspro) erscheinen liesse38).« Man hat häufig als etwas Besonderes hervorgehoben, dass Aretino nur die Welt, nicht auch Gott gelästert habe. Was er geglaubt hat, ist bei seinem sonstigen Treiben völlig gleichgültig, ebenso sind es die Erbauungsschriften, welche er nur aus äussern Rücksichten39) verfasste. Sonst aber wüsste ich wahrlich nicht, wie er hätte auf die Gotteslästerung verfallen sollen. Er war weder Dozent noch theoretischer Denker und Schriftsteller; auch konnte er von Gott keine Geldsummen durch Drohungen und Schmeicheleien erpressen, fand sich also auch nicht durch Versagung zur Lästerung gereizt. Mit unnützer Mühe aber gibt sich ein solcher Mensch nicht ab.

Es ist ein gutes Zeichen des heutigen italienischen Geistes, dass ein solcher Charakter und eine solche Wirkungsweise tausendmal unmöglich geworden sind. Aber von Seite der historischen Betrachtung aus wird dem Aretino immer eine wichtige Stellung bleiben.


  1. Das Schimpfen allein hat man schon sehr früh, bei dem verlogenen Benzo von Alba, im 11. Jh. (Pertz, Scriptt. XI.) Zurück
     
  2. 1Das Mittelalter ist ausserdem reich an sogenannten satirischen Gedichten, allein es ist noch nicht individuelle, sondern fast lauter allgemeine, auf Stände, Kategorien, Bevölkerungen usw. gemünzte Satire, welche denn auch leicht in den lehrhaften Ton übergeht. Der allgemeine Niederschlag dieser ganzen Richtung ist vorzüglich die Fabel vom Reineke Fuchs in all ihren Redaktionen bei den verschiedene Völkern des Abendlandes. Für die französische Literatur dieses Zweiges ist eine trefflich neuere Arbeit vorhanden: Lenient, La satire en France au moyen-âge. Zurück
     
  3. Ausnahmsweise kommt auch schon ein insolenter Witz vor, Nov. 37. Zurück
     
  4. Inferno XXI, XXII. Die einzige mögliche Parallele wäre Aristophanes. Zurück
     
  5. Ein schüchterner Anfang Opera p. 421 u. f., in Rerum memorandarum libri IV. Anderes z. B.: p. 868, in Epp. senil. X, 2. Der Wortwitz schmeckt bisweilen noch sehr nach seinem mittelalterlichen Asyl, dem Kloster. Zurück
     
  6. Nov. 40, 41; es ist Ridolfo da Camerino. Zurück
     
  7. Die bekannte Posse von Brunellesco und dem dicken Holzschnitzer, so geistreich erfunden, ist doch wohl grausam zu nennen. Zurück
     
  8. Ibid. Nov. 49. Und doch hatte man laut Nov. 67 das Gefühl, dass hie und da ein Romagnole auch dem schlimmsten Florentiner überlegen sei. Zurück
     
  9. Ang. Pandolfini, del governo della famiglia, p. 48. Zurück
     
  10. Franco Sacchetti, Nov. 156; vgl. Nov. 24. - Die Facetiae des Poggio sind dem Inhalt nach mit Sacchetti nahe verwandt: burle, Insolenzen, Missverständnisse einfacher Menschen gegenüber der raffinierten Zote, dann aber mehr Wortwitze, die den Philologen verraten. Ueber L. B. Alberti vgl. S. 170 f. Zurück
     
  11. Folgerichtig auch in denjenigen Novellen der Italiener, deren Inhalt von dort entlehnt ist. Zurück
     
  12. Laut Bandello IV, Nov. 2 konnte Gonnella auch sein Gesicht in die Züge anderer verstellen und alle Dialekte Italiens nachmachen. Zurück
     
  13. Paul. Jovius, Vita Leonis X. Zurück
     
  14. Erat enim Bibiena mirus artifex hominibus aetate vel professione gravibus ad insaniam impellendis. Man erinnert sich dabei an den Scherz, welchen Christine von Schweden mit ihren Philologen trieb. Zurück
     
  15. Das Lorgnon entnehme ich nicht bloss aus Rafaels Porträt, wo es eher als Lupe zur Betrachtung der Miniaturen des Gebetbuches gedeutet werden kann, sondern aus einer Notiz des Pellicanus, wonach Leo eine aufziehende Prozession von Mönchen durch ein Specillum betrachtete (vgl. Zürcher Taschenbuch auf 1858, S. 177), und aus der cristallus concava, die er laut Giovio auf der Jagd brauchte. - Laut Attilius Alexius (Baluz. Miscell. IV, 518): oculari ex gemina (gemma?) utebatur, quam manu gestans, si quando aliquid videndum esset, oculis admovebat. Zurück
     
  16. Auch in der bildenden Kunst fehlt sie nicht; man erinnere sich z. B. jenes bekannten Stiches, welcher die Laocoonsgruppe in drei Affen übersetzt darstellt. Nur ging dergleichen selten über eine flüchtige Handzeichnung hinaus; manches mag auch zernichtet worden sein. Die Karikatur ist dann wieder wesentlich etwas anderes; Lionardo in seinen Grimassen (Ambrosiana) stellt das Hässliche dar, wenn und weil es komisch ist, und erhöht dabei diesen komischen Charakter nach Belieben. Zurück
     
  17. Jovian. Pontan. de Sermone. Er konstatiert eine besondere Begabung zum Witz ausser bei den Florentinern auch bei den Sienesen und Peruginern; den spanischen Hof fügt er dann noch aus Höflichkeit bei. Zurück
     
  18. Il cortigiano, Lib. II. fol. 74, s. - Die Herleitung des Witzes aus dem Kontrast, obwohl noch nicht völlig klar, fol. 76. Zurück
     
  19. Galeato del Casa, ed. Venez. 1789, p. 26, s. 48 Zurück
  1. Lettere pittoriche, I, 71, in einem Briefe des Vinc. Borghini 1577. - Macchiavelli, Stor. fior. L. VII. sagt von den jungen Herrn in Florenz nach der Mitte des 15. Jahrhunderts: gli studî loro erano apparire col vestire splendidi, e col parlare sagaci ed astuti, e quello che più destramente mordeva gli altri, era più savio e da più stimato. Zurück
     
    Vgl. Fedra Inghiramis Leichenrede auf Lodovico Podocataro (1505), in den Anecd. litt. I, p. 319. - Der Skandalsammler Massaino erwähnt bei Paul. Jov., Dialogus de viris litt. illustr. (Tiraboschi, Tom. VII, parte IV, p. 1631). Zurück
     
    So hielt es im ganzen Leo X. und er rechnete damit im ganzen richtig; so schrecklich die Pasquillanten zumal nach seinem Tode mit ihm umgingen, sie haben die Gesamtanschauung seines Wesens nicht dominieren können. Zurück
     
    In diesem Falle war wohl Kardinal Ardicino della Porta, der 1491 seine Würde niederlegen und in ein fernes Kloster flüchten wollte. Vgl. Infessura, bei Eccard II, Col. 2000. Zurück
     
    S. dessen Leichenrede in den Anecd. litt. IV, p. 315. Er brachte in der südlichen Mark Ancona ein Bauernheer zusammen, das nur durch den Verrat des Herzogs von Urbino am Handeln verhindert wurde. Seine schönen hoffnungslosen Liebesmadrigale bei Trucchi, Poesie ined. III, p. 123. Zurück
     
    Wie er an der Tafel Clemens VII. seine Zunge brauchte, s. bei Giraldi, Hecatommithi, VII, Nov. 5. Zurück
     
    Die ganze angebliche Beratung über das Versenken des Pasquino bei Paul. Jov., Vita Hadriani, ist von Sixtus IV. auf Hadrian übertragen. - Vgl. Lettere de' principi I, Brief des Negro vom 7. April 1523. Pasquino hatte am St. Marcustag ein besonderes Fest, welches der Papst verbot. Zurück
     
    Z. B.: Firenzuola, Opere, vol. I, p. 116, im Discorso degli animali. Zurück
     
    An den Herzog von Ferrara, 1. Januar 1536: Ihr werdet nun von Rom nach Neapel reisen, ricreando la vista avvilita nel mirar le miserie pontificali con la contemplatione delle eccellenze imperiali. Zurück
     
    Wie er sich damit speziell den Künstlern furchtbar machte, wäre anderswo zu erörtern. - Das publizistische Vehikel der deutschen Reformation ist wesentlich die Broschüre, in Beziehung auf bestimmte einmalige Angelegenheiten; Aretino dagegen ist Journalist in dem Sinne, dass er einen fortwährenden Anlass des Publizierens in sich hat. Zurück
     
    Z. B. im Capitolo an den Albicante, einen schlechten Dichter; leider entziehen sich die Stellen der Zitation. Zurück
     
    Lettere, ed. Venez. 1539. Fol. 12, vom 31. Mai 1527. Zurück
     
    Im ersten Capitolo an Cosimo. Zurück
     
    Gaye, Carteggio II, p. 332. Zurück
     
    S. den frechen Brief von 1536 in den Lettere pittor., I, Append., 34. - Vgl. oben S. 176 das Geburtshaus des Petrarca in demselben Arezzo. Zurück
     

    L'Aretin, per Dio grazia, è vivo e sano,       
    Ma'l mostaccio ha fregiato nobilmente,
    E più colpi ha, che dita in una mano.
    (Mauro, capitolo in lode delle bugie.)
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    Man sehe z. B. den Brief an den Kardinal von Lothringen, Lettere, ed. Venez. 1539, vom 21. November 1534, sowie die Briefe an Karl V. Zurück
     
    Für das Folgende s. Gaye, Carteggio, II, p. 336, 337, 345. Zurück
     
    Lettere, ed. Venez. 1539. Fol. 15, vom 16. Juni 1529. Zurück
     
  2. Mochte es die Hoffnung auf den roten Hut oder die Furcht vor den beginnenden Bluturteilen der Inquisition sein, welche er noch 1535 herb zu tadeln gewagt hatte (s. a. a. O. Fol. 37), welche aber seit der Reorganisation des Institutes 1542 plötzlich zunahmen und alles zum Schweigen brachten. Zurück

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