JENSEITS DER ZEIT

Der Originallyrics-Text

[Strophe 1]
Im Sommer dreiundsechzig war's,
da packte Vater unsern Wagen.
Ein Zelt, vier Decken, einen Topf,
und Mutter hatte tausend Fragen.

„Wo schlafen wir, wenn Regen fällt?
Und wo soll ich die Wäsche lassen?“
Doch Vater lachte: „Kommt nur mit,
die große Freiheit wird uns passen!“

[Refrain]
Ach, unser kleines Campingzelt,
das war die schönste Welt der Welt!
Ein bisschen Sonne, etwas Wind,
und glücklich war ein jedes Kind.

Der Kaffee kochte früh um acht,
die Mutter hat dazu gelacht.
Und wenn der Regen niederfiel,
dann lachten wir noch mal so viel!

[Strophe 2]
Am See, da suchten wir ein Fleckchen,
der Vater schlug die Heringe ein.
Doch einer wollte gar nicht halten,
und plötzlich fiel die Zeltwand ein.

Mein Bruder rief: „Das Dach ist weg!“
Die Mutter konnte kaum noch stehen
vor lauter Lachen, und Papa sprach:
„So hab ich Camping nicht gesehen!“

[Refrain]
Ach, unser kleines Campingzelt,
das war die schönste Welt der Welt!
Ein bisschen Sonne, etwas Wind,
und glücklich war ein jedes Kind.

Der Kaffee kochte früh um acht,
die Mutter hat dazu gelacht.
Und wenn der Regen niederfiel,
dann lachten wir noch mal so viel!

[Strophe 3]
Am Abend saßen wir am Wasser,
die Sonne sank ganz langsam rot.
Es gab Kartoffeln aus dem Topf
und dazu unser Abendbrot.

Die Nachbarn kamen noch herüber,
man rückte einfach etwas ran.
Ein kleines Radio spielte Schlager,
und Vater stimmte fröhlich an.

[Bridge]
Heut gibt es große Reisemobile,
mit allem, was das Herz begehrt.
Doch unser Zelt mit seinen Flicken
war damals schon die Reise wert.

Ich riech noch Gras und nasse Erde,
ich hör den Regen auf dem Dach.
Und seh uns alle eng beisammen,
wie schön das kleine Leben war.

[Letzter Refrain]
Ach, unser kleines Campingzelt,
das war die schönste Welt der Welt!
Ein bisschen Sonne, etwas Wind,
und glücklich war ein jedes Kind.

Und wenn ich heute daran denk,
ist diese Zeit ein froh Geschenk.
Ein Zelt, ein See, ein Sommerwind,
und ich bin wieder dieses Kind.

[Outro]
Der alte Wagen, unser Zelt,
ein Sommer und die große Welt.
Und irgendwo am kleinen See
steht unser Zelt in Gedanken noch.