JENSEITS DER ZEIT

Der Originallyrics-Text

[Strophe 1]
Am Samstag gegen viertel sechs
war plötzlich Leben in der Küche.
Die Mutter holte ihr Kleid heraus,
und Vater suchte seine Schuhe.

Im Radio spielte schon Musik,
der Spiegel hing ein wenig schief.
Und meine Schwester rief von oben:
„Hat jemand meinen Kamm gesehen?“

[Strophe 2]
Die Locken wurden eingedreht,
der Lippenstift ganz fein gezogen.
Ein bisschen Puder auf die Nas',
die Bluse sorgfältig gebügelt.

Die Mutter sagte: „Beeilt euch doch,
sonst kommen wir zu spät zum Tanz!“
Und Vater stand im Flur und lachte:
„Ich bin doch längst bereit, mein Schatz!“

[Refrain]
Ach, Samstagabend, Samstagabend,
die ganze Woche freute man sich drauf!
Ein schönes Kleid, die besten Schuhe,
und schon nahm das Glück seinen Lauf.

Ein bisschen Tanz, ein bisschen Lachen,
ein warmer Blick im Lichterschein.
Ach, Samstagabend, Samstagabend,
wie schön konnte das Leben sein!

[Strophe 3]
Im Tanzlokal, da roch es fein
nach Bohnerwachs und Blütenwasser.
Die Kapelle spielte einen Walzer,
und alle rückten etwas näher.

Mein erster Tanz, ich weiß es noch,
ich trat ihm zweimal auf die Füße.
Er sagte lachend: „Macht doch nichts!“
Und schenkte mir das schönste Lächeln.

[Refrain]
Ach, Samstagabend, Samstagabend,
die ganze Woche freute man sich drauf!
Ein schönes Kleid, die besten Schuhe,
und schon nahm das Glück seinen Lauf.

Ein bisschen Tanz, ein bisschen Lachen,
ein warmer Blick im Lichterschein.
Ach, Samstagabend, Samstagabend,
wie schön konnte das Leben sein!

[Bridge]
Heut hängt das Kleid schon lange nicht
mehr hinten an der Schranktür.
Doch manchmal spielt ein altes Lied,
und schon steht alles wieder vor mir.

Die Locken, die Musik, das Licht,
die kleinen heimlichen Blicke.
Und dieses wunderbare Gefühl:
Der Abend hatte keine Eile.

[Letzter Refrain]
Ach, Samstagabend, Samstagabend,
die ganze Woche freute man sich drauf!
Ein schönes Kleid, die besten Schuhe,
und schon nahm das Glück seinen Lauf.

Und wenn ich heute daran denke,
dann lächle ich noch immer still.
Weil manchmal eine alte Melodie
die Zeit zurückholen will.

[Outro]
Ein letzter Tanz, ein letztes Lied,
die Nacht war weich und wunderbar.
Und irgendwo in meinem Herzen
ist jener Samstag immer da.