JENSEITS DER ZEIT

Der Originallyrics-Text

[Strophe 1]
Wir hatten einen Fotoapparat,
den Vater aus dem Schrank geholt.
Er sagte: „Alle stillestehn!
Das Bild wird diesmal richtig schön!“

Die Mutter rückte ihren Hut,
die Oma meinte: „So ist gut!“
Der kleine Bruder zog ein Gesicht,
doch Vater sagte: „Lach doch nicht!“

[Refrain]
Ach, die Bilder von damals,
die Bilder von uns!
Ein bisschen verwackelt,
doch voller Lebenskunst.
Wir mussten sieben Tage warten,
bis wir endlich sehen konnten,
ob die Sonne richtig stand
und ob das Lächeln uns gelang.

[Strophe 2]
Dann gingen wir zum Fotografen,
die Bilder lagen schon bereit.
Ein Umschlag voller kleiner Wunder,
ein Stück von unsrer schönsten Zeit.

Die Mutter rief: „Ach, sieh doch mal,
mein Hut sitzt schief, wie jedes Mal!“
Und Oma lachte: „Ist doch schön!
Man kann uns wenigstens noch sehn!“

[Refrain]
Ach, die Bilder von damals,
die Bilder von uns!
Ein bisschen verwackelt,
doch voller Lebenskunst.
Wir mussten sieben Tage warten,
bis wir endlich sehen konnten,
ob die Sonne richtig stand
und ob das Lächeln uns gelang.

[Strophe 3]
Im Album klebten wir sie ein,
mit kleinen Ecken, fein und klein.
Daneben stand mit blauer Schrift:
„Im Garten, Sonntag, fünfter Mai.“

Und manchmal, wenn Besuch dann kam,
fing Vater mit dem Album an.
„Das war in Hamburg, wisst ihr noch?“
Und alle lachten: „Ja, na doch!“

[Bridge]
Heut macht man hundert Bilder schnell,
und jedes ist sofort schon hell.
Doch dieses Warten, diese Freude,
die spür ich manchmal noch wie heute.

[Letzter Refrain]
Ach, die Bilder von damals,
die Bilder von uns!
Ein bisschen verwackelt,
doch voller Lebenskunst.
Und wenn ich heut das Album seh,
ist mir, als ob ich wieder steh
in unserm Garten, Hand in Hand,
mit meiner Kindheit unverwandt.

[Outro]
Ein kleiner Umschlag, ein bisschen Licht,
und plötzlich lächelt die Zeit zurück.