Der Originallyrics-Text
[Strophe 1]
An der Ecke stand ein Häuschen,
gelb und mitten in der Stadt.
Und wer etwas zu erzählen,
ein paar Groschen übrig hat,
ging hinein und schloss die Türe,
nahm den Hörer in die Hand.
Und dann hörte man die Stimme
von jemandem, den man gut kannt'.
[Refrain]
Klingeling, die alte Zelle,
ach, was hat sie alles gehört!
Erste Liebe, letzte Grüße,
manchmal hat ein Kind gestört.
Klingeling, ein paar Minuten,
und die Welt war plötzlich nah.
In der kleinen Telefonzelle
war die halbe Stadt schon da.
[Strophe 2]
Einmal rief ich meinen Liebsten,
heimlich, nach dem Abendbrot.
Meine Mutter durfte's wissen,
doch mein Vater sah gleich rot.
Und ich flüsterte: „Bis morgen!“
Er versprach: „Ich bin dann da.“
Als ich aus der Zelle trat,
war mir, als wär der Himmel nah.
[Refrain]
Klingeling, die alte Zelle,
ach, was hat sie alles gehört!
Erste Liebe, letzte Grüße,
manchmal hat ein Kind gestört.
Klingeling, ein paar Minuten,
und die Welt war plötzlich nah.
In der kleinen Telefonzelle
war die halbe Stadt schon da.
[Strophe 3]
Manchmal stand schon eine Schlange
vor der Tür im Abendlicht.
Und die Dame hinterm Fenster
rief: „So lange dauert's nicht!“
Doch die Liebe kennt kein Ende,
und die Münzen wurden knapp.
Plötzlich knackte es im Hörer,
und die schöne Stimme brach ab.
[Bridge]
Heute trag ich meine Stimmen
in der Tasche überall.
Doch ich hör noch dieses Klicken
und den fernen Münzenfall.
Und ich seh die gelbe Zelle
an der alten Ecke stehn,
wo wir manchmal zehn Minuten
nur für einen Satz hingehn.
[Letzter Refrain]
Klingeling, die alte Zelle,
ach, was hat sie alles gehört!
Erste Liebe, letzte Grüße,
manchmal hat ein Kind gestört.
Klingeling, ein paar Minuten,
und die Welt war plötzlich nah.
In der kleinen Telefonzelle
war die halbe Stadt schon da.
[Outro]
Ein paar Groschen, ein Gespräch,
und ein Lächeln auf dem Weg.