JENSEITS DER ZEIT

Der Originallyrics-Text

[Strophe 1]
Weißt du noch, den kleinen Laden,
gleich bei uns am Straßenrand?
Hinterm Tresen stand Herr Lehmann,
der uns alle beim Namen kannt'.

In den Gläsern bunte Bonbons,
auf dem Tresen eine Waage.
Und die Mutter sagte freundlich:
„Ein Pfund Zucker, bitte, danke!“

[Refrain]
Weißt du noch, beim Kaufmann nebenan?
Wo man auch mal etwas anschreiben kann.
Ein Stück Butter, Brot und Käse,
und ein Schwätzchen gab's dazu.
Weißt du noch, die kleine Ladentür?
Und das Glöckchen klingelte dafür.
Ach, Herr Lehmann, schreiben Sie es an!
Nächste Woche zahl ich dann!

[Strophe 2]
Hinterm Tresen lag die Wurst,
in der Ecke standen Flaschen.
Und wir Kinder hatten Hoffnung,
ein paar Bonbons zu erhaschen.

Herr Lehmann zwinkerte uns zu,
griff ins Glas und gab uns zwei.
Mutter sagte: „Nicht verwöhnen!“
Doch wir Kinder waren frei.

[Refrain]
Weißt du noch, beim Kaufmann nebenan?
Wo man auch mal etwas anschreiben kann.
Ein Stück Butter, Brot und Käse,
und ein Schwätzchen gab's dazu.
Weißt du noch, die kleine Ladentür?
Und das Glöckchen klingelte dafür.
Ach, Herr Lehmann, schreiben Sie es an!
Nächste Woche zahl ich dann!

[Strophe 3]
Manchmal fehlte etwas Kleingeld,
doch der Kaufmann sagte nur:
„Macht doch nichts, Frau Müller, ehrlich,
nächstes Mal, da klappt das schon!“

In dem Büchlein standen Namen,
Zahlen, Striche, hier und da.
Und am Samstag kam die Mutter,
zahlte alles, wunderbar!

[Schlussrefrain]
Weißt du noch, beim Kaufmann nebenan?
Wo man auch mal etwas anschreiben kann.
Heute geht man durch die Gänge,
und bezahlt am Automaten.
Doch manchmal fehlt das kleine Glöckchen,
und ein Mensch, der freundlich fragt:
„Na, Frau Müller, wie geht's Ihnen?
Schön, dass Sie mal wieder da sind!“

[Outro]
Weißt du noch?
„Herr Lehmann, zwei Bonbons bitte!“
„Na, eins für dich und eins für deinen Bruder!“
Ach, das waren Zeiten!